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Sind Tagetes winterhart? Tipps zum Überwintern

Sind Tagetes winterhart? Tipps zum Überwintern

Die Tagetes kommt ursprünglich aus Mexiko und ist nicht winterhart. Sie wird vorwiegend als einjährige Beet- oder Balkonpflanze kultiviert. Eine Überwinterung mancher Sorten ist möglich, denn die Tagetes ist mehrjährig.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • nur vitale Pflanzen überwintern
  • Blüten entfernen
  • in nicht zu nährstoffreiches Substrat umtopfen
  • Winterquartier muss warm und hell sein
  • nicht düngen im Winter und nur mäßig gießen

Ein- oder mehrjährig

Einige Tagetes-Sorten sind mehrjährig aber nicht winterhart. Durch den Umstand, dass die Studentenblumen, wie die Tagetes auch genannt wird, einfach durch Aussaat zu vermehren ist, ist selten ausgewiesen, ob eine mehrjährige Kultur möglich ist. Dadurch können Sie nur versuchen, die Pflanze zu überwintern, wenn Sie ein besonders schönes Exemplar auf im Beet oder in Balkonkästen haben.

Studentenblume (Tagetes)

Damit Sie nicht Pflanzen versuchen zu überwintern, die kaum Chancen haben, sollten Sie gesunde und vitale Exemplare auswählen.

Folgende Merkmale sollten Tagetes zum Überwintern haben:

  • kräftige und unbeschädigte Haupttriebe
  • gesundes grünes Laub
  • frei von Schädlingen und Krankheiten

Die Tagetes kann gelegentlich von Minierfliegen-Arten befallen werden. Betroffene Blätter mit hellen Gängen können Sie einfach entfernen und die Pflanzen trotzdem überwintern.

Tagetes vorbereiten

Sobald die Temperaturen unter 10 °C fallen, können Sie damit beginnen, die Tagetes für die Überwinterung vorzubereiten. Kontrollieren Sie die Pflanze, ob sie gesund und vital ist.

Im Winter gibt es nicht ausreichend Licht, dass die Pflanze weiter blühen könnte. Entfernen Sie daher früh Blühknospen und Blüten sowie gebildete Fruchtstände. Dadurch kann sich die Pflanze viel Energie sparen, die sie für die Überwinterung benötigt.

Umtopfen

Selbst wenn sich die Tagetes bereits in einem Topf befindet, sollten Sie die Pflanze herausnehmen und kontrollieren, ob sich um Substrat beispielsweise Engerlinge oder andere Schädlinge eingenistet haben. Sie können im Winterquartier die Wurzeln der Tagetes nachhaltig schädigen, wodurch sie absterben könnte.

Pflanzen im Freiland sollten Sie rechtzeitig umtopfen. Durchschnittlich dauert es zwei Wochen, bis Pflanzen neue Wurzeln gebildet haben und gut verwurzelt sind, nachdem sie umgepflanzt wurden. Sie brauchen dafür kein frisches Substrat, es reicht aus, wenn Sie die Pflanze direkt aus dem Boden heben und in den Topf setzen. Müssen Sie Substrat ersetzen, verwenden Sie eine Erde mit möglichst wenig Nährstoffe. Mischen Sie beispielsweise Blumenerde mit Anzuchterde, damit die Pflanzen nicht mit zu vielen Nährstoffen in den Winter gehen.

Ein zu hoher Gehalt an Nährstoffen würde zur Triebbildung im Winter führen. Dies kostet der Pflanze viel Kraft und die Triebe würden meist nur kümmerlich wachsen, da ihnen das notwendige Licht fehlt.

Tagetes richtig umtopfen:

  • Pflanzen mit doppelter Wurzelballengröße ausstechen
  • Topf mit einer Drainage aus Blähton vorbereiten
  • Pflanzen vorsichtig in den Topf setzen
  • evtl. mit etwas Substrat auffüllen
  • angießen
Studentenblume (Tagetes) im Kübel

Um den richtigen Umfang des Wurzelballens zu schätzen und möglichst wenig feine Haarwurzeln zu verletzen, können Sie als Faustregel den Durchmesser des Horstes zuzüglich 5 bis 10 cm nehmen.

Standort im Winter

Vor dem ersten Frosttag muss die nicht winterharte Tagetes in ihr Winterquartier umziehen. Oftmals haben die Pflanzen schon leichten Frost abbekommen, sehen aber immer noch frisch und grün aus. Die Frostschäden zeigen sich erst nach wenigen Tagen, wenn die Blätter weich und matschig werden. Warten Sie daher nicht zu lange, um sie in ihr Winterquartier zu bringen.

Im Winter mag es die Tagetes warm, was den Vorteil hat, dass sie wie eine Zimmerpflanze kultiviert werden kann. Der Raum sollte mindestens eine Temperatur von 15 °C haben, ideal sind 20 °C. Der Platz sollte hell sein. Sie verträgt im Winter einen Standort direkt an einem sonnigen Fenster. Einen Platz direkt über einer Heizung sollten Sie vermeiden. Die Tagetes mag es zwar gerne sehr warm, allerdings kann die trockene Heizungsluft zu braunen Stellen auf den Blättern führen.

Pflege im Winter

Im Winter können Sie bei der nicht winterharten Tagetes auf eine Düngung gänzlich verzichten. Zudem darf die Tagetes nur mäßig gegossen werden. Das Substrat sollte immer leicht feucht, aber nicht nass sein.

Bei länger anhaltenden Sonnenperioden im Winter kann es vorkommen, dass die Pflanzen neue Blütenknospen ausbilden. Entfernen Sie die Knospen möglichst früh, damit die Studentenblume keine unnötige Energie für das Blühen aufwendet.

Schädlinge und Krankheiten

Die Tagetes selbst ist nicht sehr anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Einzig bei Schnecken ist sie sehr beliebt. Achten Sie daher darauf, wenn Sie die Studentenblume umtopfen, nicht versehentlich kleine Schnecken mit ins Haus zu nehmen.

Schneckeneier in der Erde
Schneckeneier in der Erde

Beim Gießen achten Sie darauf, dass sich keine Staunässe bildet. Stehendes Wasser schädigt die Wurzeln, wodurch sie absterben. Die Pflanze kann sich dann nicht mehr selbst versorgen und stirbt ebenfalls ab. Gießen Sie überschüssiges Wasser, das sich im Untersetzer sammelt, immer aus.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Samen von verblühten Tagetes zur Vermehrung nehmen?

Ja, bei fast allen Arten, selbst wenn es sich um Hybridsorten handelt, klappt die Vermehrung über Samen. Dazu lassen Sie pro Pflanze ein bis zwei Blüten ausreifen. Dies kostet der Pflanze nicht viel Kraft und sie bildet weitere Blüten aus. Wenn die Samenstände grau und trocken sind, können Sie sie entfernen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Tagetes?

Sollten Ihre Tagetes den Winter nicht überstanden haben, können Sie ab März drinnen mit der Vorkultur starten. Ab Ende April können Sie direkt ins Freiland säen.

Muss eine Tagetes zurückgeschnitten werden?

Nein, Sie müssen die Pflanzen nicht zurückschneiden. Es ist ausreichend, wenn Sie vor dem Umzug ins Winterquartier Blütenstände entfernen. Lediglich beschädigte Triebe oder abgestorbenes Laub wird entfernt.

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