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Gründüngung mit Lupinen: So funktioniert’s

Gründüngung mit Lupinen: So funktioniert's

Lupinen sind aufgrund ihres dichten Wurzelgeflechts und ihrer großen Blattmasse ideal zur Gründüngung. Sie reichern Nährstoffe im Boden an, allerdings ist die Einarbeitung etwas aufwendiger, da die Lupinen winterhart sind.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • nur Lupinensorten verwenden, die als Gründüngung ausgewiesen sind
  • Aussaat kann spät im Jahr erfolgen
  • vor der Aussaat lediglich die Fläche von Pflanzen bzw. Unkräutern befreien
  • vor dem Einarbeiten Lupinen abschneiden und grob zerkleinern
  • zwei bis drei Wochen nach dem Einarbeiten Fläche bepflanzen

Sortenauswahl

Als Gründüngung geeignet sind, weiße, gelbe oder blaue Lupinen. Zu welcher Sorte Sie greifen, ist abhängig von den Eigenschaften des Bodens.

Weiße Lupinen

Weiße Lupine:

  • sandig
  • kalkarm
  • durchlässig

Gelbe Lupine:

  • sandig
  • kalkarm
gelbe Lupinen

Blaue Lupine:

  • durchlässige bis schwere Böden
  • lehmig
  • kalkhaltig
Blaue Lupinen (Lupinus)

Mischungen mit Lupinen als Gründüngung enthalten häufig verschiedene Sorten. Haben Sie allerdings einen sehr kalkhaltigen Boden, bevorzugen Sie Saatgut, das ausschließlich aus der Blauen Lupine besteht, da die anderen Arten nur kümmerlich wachsen würden.

Aussaat

Der Umstand, dass Lupinen winterhart sind, hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Ein Vorteil ist, dass Sie noch spät im Jahr die Gründüngung säen können. Eine Aussaat ist bis Oktober möglich. Die Lupinen werden direkt ins Beet gesät. Ideal ist die Gründüngung als Vorbereitung für Starkzehrer im nächsten Jahr. Die Beetvorbereitung ist nicht aufwendig, die Fläche sollte lediglich weitgehend geräumt sein.

Lupinen säen:

  • Boden grob auflockern
  • Lupinen gleichmäßig ausstreuen
  • etwa 2 cm in den Boden einarbeiten
  • Erde andrücken

Lupinen können grundsätzlich ganzjährig in einer frostfreien Periode als Gründüngung ausgebracht werden. Die optimale Keimtemperatur liegt bei 16 – 18 °C. Die Keimdauer beträgt durchschnittlich ein bis zwei Wochen. Bei einer Aussaat bis Oktober bilden die Lupinen noch schöne Horste und legen in der frostfreien Periode weiter Wurzeln und Blattmasse zu.

Gründüngung im Garten

Mischungen mit Lupinen als Gründüngung enthalten häufig verschiedene Sorten. Haben Sie allerdings einen sehr kalkhaltigen Boden, bevorzugen Sie Saatgut, das ausschließlich aus der Blauen Lupine besteht, da die anderen Arten nur kümmerlich wachsen würden.

Pflege

In der Pflege sind die Lupinen nicht aufwendig. In den ersten drei Wochen nach der Aussaat sollten Sie die Fläche immer feucht halten, damit die Keimlinge nicht vertrocknen.

Bis die Lupinen kleine Horste gebildet haben, sollten Sie bei einer kleineren Fläche die Pflänzchen vor Schnecken schützen. Sobald sie größer sind, ist keine Gefahr mehr, dass die Pflanzen durch die Schnecken vernichtet werden.

Gründüngung einarbeiten

Der Nachteil der Gründüngung mit Lupinen ist, dass sie über den Winter nicht abfrieren. Das bedeutet, dass Sie irgendwann die Pflanzen abschneiden und im Anschluss alles einarbeiten müssen. Lupinen für die Gründüngung sind ein- oder zweijährig. Sie können warten, bis die Pflanzen verblüht sind, denn dann ziehen sie rasch ein. Dann lässt sich die Gründüngung einfacher einarbeiten, allerdings ist dann der Düngeeffekt etwas schwächer, da abgetrocknete Pflanzenteile nicht mehr so viele Nährstoffe in den Boden bringen.

Anleitung zum Einarbeiten:

  • Pflanze unterhalb des Wurzelhalses abschneiden
  • Pflanzenteile grob zerkleinern
  • zerkleinerte Pflanzen in den Boden einarbeiten

Durch das weitläufige Wurzelgeflecht ist umstechen nicht sinnvoll. Es reicht aus, wenn Sie durch das Einarbeiten den Boden oberflächlich lockern. Bei einer händischen Einarbeitung ist es empfehlenswert, die Pflanze unterhalb des Wurzelhalses abzuschneiden, um einen Austrieb zu verhindern. Nutzen Sie beispielsweise eine Motorhacke, um die Pflanzenteile einzuarbeiten, können Sie die Pflanzen einfach oberflächlich abschneiden. Die Motorhacke zerkleinert den Rest in der Regel so gut, dass ein Austrieb der Pflanzen nicht mehr möglich ist.

Gründüngung eingearbeitet

Bis Sie die Fläche neu bepflanzen, sollten Sie zwei bis drei Wochen warten. In der Zeit ist bereits ein Teil des Pflanzenmaterials sowie der Wurzeln zersetzt und steht neuen Kulturen zur Verfügung.

Häufig gestellte Fragen

Warum sind Lupinen eine gute Gründüngung?

Lupinen gehen eine Symbiose mit Bakterien ein, die in den Wurzeln Stickstoff anreichern. Der Stickstoff wird dafür über die Pflanzen aufgenommen. Dadurch wird der Stickstoff in der Luft als Dünger im Boden verfügbar gemacht. Das Wurzelgeflecht kann eine Länge von über einem Meter erreichen, wodurch der Boden tiefgründig gelockert wird. Zudem sorgt die Blattmasse für weitere Nährstoffe, wenn sie verrottet.

Müssen Lupinen über den Winter zurückgeschnitten werden?

Nein, Sie müssen die Lupinen nicht zurückschneiden, wenn sie über den Winter im Beet bleiben. Sterben über den Winter Pflanzenteile ab, bleiben sie am Beet und werden in den Boden eingearbeitet.

Wie viel Platz benötigen Lupinen?

Lupinen können eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen. Der Platzbedarf pro Pflanze liegt durchschnittlich bei einem halben Quadratmeter. Als Gründüngung können Sie die Lupinen durchaus dichter säen, sie bilden dann nicht so viel Blattmasse aus, durchwurzeln den Boden aber gut.

Ist die Gründüngung für jede Pflanze als Vorkultur geeignet?

Bis auf mehrjährige Kräuter, die eher einen mageren Boden bevorzugen, können Sie für alle Pflanzen, die nicht zur gleichen Pflanzenfamilie gehören, Lupinen als Gründüngung nützen. Bohnen oder Erbsen sollten sie nicht unmittelbar auch die Fläche pflanzen, wo Sie Lupinen als Gründüngung hatten.

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