Flammendes Käthchen, Kalanchoe blossfeldiana – Pflege von A-Z

Flammendes Käthchen Kalanchoe
Steckbrief und Pflege-Infos öffnenschließen
Blütenfarbe
gelb, orange, rosa, rot, violett, weiss
Standort
Absonnig, Sonnig
Blütezeit
Februar, März, April, Mai, Juni
Wuchsform
aufrecht, buschig
Höhe
bis zu 30 cm hoch
Bodenart
sandig, kiesig
Bodenfeuchte
mäßig trocken, frisch
pH-Wert
schwach sauer
Kalkverträglichkeit
k.A.
Humus
humusreich
Giftig
Ja
Pflanzenfamilien
Dickblattgewächse, Crassulaceae
Pflanzenarten
Zierpflanzen, Topfpflanzen, Zimmerpflanzen
Gartenstil
Wintergarten, Topfgarten, Blumengarten, Ziergarten

Das Flammende Käthchen ist eine robuste Pflanze, die an die Pflege keine großen Ansprüche stellt. Ursprünglich gab es die kleine Schönheit mit Herkunft Madagaskar nur mit roten Blüten, aber mittlerweile erfreut sie uns auch mit gelben, rosa, weißen und lila Blüten. Damit sich diese jedoch entwickeln, bedarf es eines kleinen Tricks.

Steckbrief

  • botanischer Name: Kalanchoe blossfeldiana
  • Gattung: Kalanchoe
  • gehört in die Pflanzenfamilie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) aus der Unterfamilie der Kalanchoideae)
  • Trivialnamen: Flammendes Käthchen; Madagaskarglöckchen
  • mehrjährig
  • Wuchshöhe: 30 Zentimeter
  • Wuchsbreite: 1 bis 1,8 Meter
  • Wuchsform: aufrecht, buschig
  • Blätter: dunkelgrün, leicht fleischig
  • Blüte: ursprünglich kleine rote Blüten; heute auch gelb, orange, weiß, rosa, lila
  • Blütezeit: Februar bis Juni
  • Herkunft: Madagaskar
  • winterhart: nein
  • Standort: sonnig bis absonnig
  • Bodenart: Sand- und Kiesböden
  • Bodenfeuchte: leicht trocken bis frisch
  • Humus: mäßig nährstoffreich
  • Giftigkeit: ungiftig für den Menschen
  • Pflanzenarten: Zierpflanze, Zimmerpflanze
  • Gartenstil: Topfgarten, Ziergarten, Innenraumbegrünung

Standort

Flammendes Käthchen Kalanchoe
Blühte das Käthchen ursprünglich klassisch rot, ist es heute in einem breiten Farbspektrum anzutreffen.

Zwar liebt das Flammende Käthchen die Sonne, aber direkte Sonneneinstrahlung mag Kalanchoe blossfeldiana nicht. Ideal ist ein sonniges Plätzchen mit einer Temperatur zwischen 18 und 20 Grad Celsius ohne pralle Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit für das Madagaskarglöckchen.

Tipp: Bekommt das Flammende Käthchen zu viel Sonne, dann werden die Blätter rötlich und rollen sich zusammen.

Den Sommer verbringt das Käthchen auch gern im Freien, etwa auf Balkon oder Terrasse. Ideal ist ein sonniges Plätzchen, das vor Regen geschützt ist. Denn Kalanchoe ist äußerst empfindlich gegenüber Nässe.

Auspflanzen

Flammendes Käthchen ist nicht winterhart, kann jedoch trotzdem für die Freilandsaison ins Gartenbeet gepflanzt werden. Die beste Zeit für das Auspflanzen ist im Mai nach den Eisheiligen, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Damit sich das Kalanchoe richtig wohl fühlt, braucht es einen sonnigen Standort. Damit sich das Flammende Käthchen an die Sonne gewöhnen kann, sollte es ein paar Tage im Halbschatten stehen. Werden im Herbst die Temperaturen wieder kälter, dann ist es für das Flammende Käthchen an der Zeit, in das Winterquartier umzuziehen.

Tipp: Flammendes Käthchen wird am besten mit dem Pflanzgefäß ausgepflanzt. Dann ist das Ausgraben und der Umzug im Herbst einfacher.

Substrat

Flammendes Käthchen gedeiht sehr gut, wenn es in Kakteenerde gesetzt wird.

Pflege

Flammendes Käthchen Kalanchoe
Als Zimmerpflanze erweist sich Kalanchoe als sehr anspruchslos und pflegeleicht.

Flammendes Käthchen stellt in dieser Hinsicht also keine großen Ansprüche. Allerdings sollten Sie beachten, dass Kalanchoe eine sogenannte Kurztagspflanze ist. Das meint, dass Sie für die Blütenentwicklung über eine längere Zeit „kurze Tage“, also Tage mit nur acht bis neun Stunden Licht braucht. Um dies zu simulieren, wird der Pflanze ab November ein Karton oder ein anderes lichtundurchlässiges Gefäß übergestülpt, so dass Sie kein Licht, auch kein elektrisches, bekommt. Die Prozedur wird beendet, wenn sich Knospen gebildet haben und Sie die Farbe der Blüten erkennen können. Allerdings sollten Sie sich dabei in Geduld üben, denn es können bis zu zwei Monate vergehen, bis sich Knospen bilden.

Tipp: Um den Tag zu verkürzen, stellen manche das Käthchen auch in den Schrank.

Gießen

Kalanchoe blossfeldiana hat leicht fleischige, sukkulente Blätter, die Wasser speichern können. Deswegen übersteht das Käthchen längere Trockenperioden ohne Probleme. Trotzdem sollten Sie darauf achten, dass Kalanchoe genügend Wasser bekommt. Gießen Sie die Pflanze im Sommer immer erst dann, wenn das Substrat leicht angetrocknet ist. In der Regel wird der Abstand zwischen den Wassergaben dann eine Woche sein.

Tipp: Da das Flammende Käthchen keine Staunässe verträgt, sollten einige Minuten nach dem Gießen, auch das Wasser im Untersetzer entfernen.

Düngen

Damit das Flammende Käthchen gut gedeiht, sollten Sie es regelmäßig Düngen. Optimal ist ein Kakteendünger im Gießwasser. Gedüngt wird von April bis Ende August im Abstand von zwei Wochen. Danach stellen Sie das Düngen bis zum nächsten Frühjahr ein.

Schneiden

Flammendes Käthchen Kalanchoe
Auch beim Schnitt der Kalanchoe gibt es wenig zu beachten.

Ein Flammendes Käthchen muss nicht regelmäßig geschnitten werden. Allerdings sollten Sie verwelkte Blüten regelmäßig entfernen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie nur die verwelkten Blüten entfernen und nicht die gesamte Blütenrispe. Dies sieht nicht nur hübscher aus, sondern regt die Pflanze auch zur Bildung neuer Blüten an. Werden die verwelkten Blüten nicht entfernt, steckt das Käthchen seine ganze Energie in die Samenbildung.

Tipp: Sollte ein Rückschnitt notwendig sein, dann ist die beste Zeit dafür nach der Blüte.

Giftigkeit

Für den Menschen ist das Flammende Käthchen ungiftig. Katzenbesitzer sollten sich die Anschaffung der Pflanze jedoch gut überlegen, da sie für Katzen giftig ist. Im schlimmsten Fall kann die Vergiftung sogar zum Tod führen. Vorsicht ist auch bei Nagern, wie zum Beispiel Hamster, Hasen, Meerschweinchen und Vögel geboten. Für Hunde wiederum ist das Käthchen ungiftig.

Überwintern

Im Winter braucht das Flammende Käthchen ein kühleres Plätzchen. Aber auch hier sollten die Temperaturen nicht unter 15 Grad Celsius fallen. Da das Flammende Käthchen im Winter Temperaturen bis 22 Grad Celsius verträgt, kann es durchaus in normal geheizten Räumen überwintern.

Wird es dem Käthchen an seinem Winterstandort zu kalt, dann erkennen Sie dies an den Blättern. Sie werden bräunlich und können im Extremfall sogar verkorken. Bekommt die Pflanze zu wenig Licht, treibt sie lange, kahle Triebe aus.

Vermehren

Flammendes Kätchchen Kalanchoe
Die Anzucht der Kalanchoe ist problemlos möglich.

Kalanchoe blossfeldiana lässt sich ganz einfach mit Stecklingen vermehren. Der ideale Zeitpunkt für das Gewinnen der Stecklinge ist von Frühjahr bis Sommer. Gehen Sie für das Vermehren mit Stecklingen nach der folgenden Anleitung vor:

  • Kopfsteckling mit zwei bis drei Blattpaaren schneiden
  • Stecklinge in kleine Töpfe stecken, am besten einen Steckling pro Topf
  • Ideales Substrat: Mischung aus Erde und Sand
  • Steckling angießen
  • Steckling an ein helles Plätzchen ohne direkte Sonneneinstrahlung stellen
  • Optimale Temperatur: 20 bis 22 Grad Celsius

In der Regel dauert es nur wenige Tage, bis der Steckling Wurzeln gebildet hat. Hat der Steckling gut angewurzelt, wird er in einen größeren Topf umgesetzt. Ab diesem Zeitpunkt kann die junge Pflanze wie ein adultes Flammendes Käthchen gepflegt werden. Da nicht immer alle Stecklinge anwurzeln, sollten Sie immer ein paar Stecklinge mehr schneiden als tatsächlich benötigt werden. So können Sie „Ausfälle“ vermeiden. Und wenn doch einmal zu viele Stecklinge anwurzeln, dann sollten Sie nur die kräftigsten umsetzen.

Tipp: Stecklinge werden am einfachsten beim Rückschnitt der Pflanze gewonnen.

Krankheiten und Schädlinge

Von Schädlingen wird Kalanchoe nur äußerst selten befallen. Krankheiten treten in der Regel häufig nach Pflegefehlern auf. Eine der größten Gefahren für das Flammende Käthchen ist Staunässe, denn diese verträgt die Zimmerpflanze überhaupt nicht. Hat das Käthchen über eine längere Periode ständig nasse Füße, dann beginnen die Wurzeln zu faulen. Und hat die Wurzelfäule erst einmal begonnen, ist die Pflanze kaum mehr zu retten.

Herrscht über einen längeren Zeitraum hohe Luftfeuchtigkeit, dann kann es zu einem Befall mit Mehltau kommen. Stellen Sie die Pilzkrankheit fest, dann sollten Sie sofort Gegenmaßnahmen einleiten.

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