Wann sollte man Rindenmulch auftragen? | Wann und wie wird gemulcht?

Rindenmulch

Rindenmulch ist ein wahres Zaubermittel. Er kann tatsächlich so manches kleines Wunder im eigenen Garten bewirken. Nicht umsonst ist häufig davon die Rede, dass es sich dabei um einen organischen Gartenhelfer handeln würde. Voraussetzung ist allerdings, dass man den Mulch so aufträgt, wie man ihn auch auftragen sollte. Und auch das Wann, also der richtige Zeitpunkt, spielt eine wichtige Rolle. Gründe genug also, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen.

Mulch

Mulch ist ein Begriff, der immer mal wieder im Zusammenhang mit dem Garten oder noch häufiger in der Landwirtschaft auftaucht. Gemeint ist damit stets unverrottetes organisches Material. Das können zum Beispiel Grasschnitt, Stroh, Sägespäne oder zerkleinerte Rindenstückchen sein. Das Aufbringen des Mulchs im Garten oder auf einem Feld nennt man dann Mulchen. Es soll vor allem drei wichtige Aufgaben erfüllen:

  • Schutzfunktion: Mulch hält im Sommer den Boden länger kühl und sorgt im Herbst für Wärme
  • Nährstoffversorgung: Mulch verrottet nach und nach, wird zu Humus und damit zum Nährstoffversorger
  • Unkrautverhinderung: Mulch reduziert den Lichteinfall erheblich, so dass unter der Schicht nur sehr wenige Unkräuter wachsen können

Rindenmulch besteht zum überwiegenden Teil aus Rinde, die vor allem in Sägewerken beim Abschälen eines Baumstamms anfällt. Diese Rinde wird mit einem Häcksler grob zerkleinert, darf allerdings nicht gemahlen werden. Nach dem Häckseln sollte sie etwa drei Monate lang trocknen, bevor sie verpackt wird und zum Einsatz kommt. Rindenmulchpackungen sind in unterschiedlichen Größen im Gartenfachhandel, bei Gärtnereien oder direkt in einem Sägewerk erhältlich.

Rindenmulch

Tipp: Beim Rindenmulchkauf sollte man unbedingt darauf achten, dass der Frischholzanteil im Mulch möglichst gering ist. Dies lässt sich etwa durch eine Sichtprüfung kontrollieren.

Rindenmulch richtig anwenden

Das Auftragen von Rindenmulch auf dem Boden ist denkbar einfach und erfordert keine speziellen Kenntnisse. Von Vorteil sind dabei ein paar Hilfsmittel, die Hobbygärtner meist bereits besitzen. Dazu gehören:

  • Schubkarre
  • Gartenschaufel
  • Rechen
  • Gartenharke
  • Zollstock

Typischerweise wird Mulch auf dem Boden um die Pflanzen herum aufgetragen. Ziel ist es eine möglichst gleichmäßige, geschlossene Fläche zu erreichen, die keine Lücken aufweist. Besonders wichtig ist dabei die Stärke der Mulchschicht. Sie sollte sich unbedingt in einem Bereich zwischen fünf und sieben Zentimeter bewegen. Ist die Schicht dünner, kann sie nicht mehr vor Flugsamen von Unkräutern schützen und auch die Temperatur nicht optimal regulieren. Ist sie hingegen stärker, besteht die Gefahr, dass die Rindenstückchen zu schimmeln beginnen. So geht man beim Mulchen am besten vor:

  • Mulch vom Sack auf eine Schubkarre füllen
  • von dort den Mulch mit der Gartenschaufel grob verteilen
  • mit der Harke oder einem Rechen für eine gleichmäßige Fläche sorgen
  • mit dem Zollstock regelmäßig die Stärke der Schicht überprüfen
  • gegebenenfalls nachfüllen oder Material entfernen

Wird nicht der komplette Sack mit Mulch aufgebraucht, sollte man den Sack gut verschließen und an einem möglichst trockenen Ort lagern. Dann lässt sich das Material auch später noch verwenden. Eventuell empfiehlt es sich, kleine Löcher in den Sack zu stechen, um für eine gute Belüftung zu sorgen.

Rindenmulch im Garten

Zeitpunkt

Es gibt keinen festen Zeitpunkt, zu dem man Rindenmulch auftragen sollte. Als Faustregel gilt, er sollte immer außerhalb der Vegetationsperiode aufgebracht werden. Damit bieten sich der Herbst und das zeitige Frühjahr an. Auch die Frage, wie oft denn gemulcht werden muss, lässt sich nicht so ohne weiteres beantworten. Das Ziel sollte wie bereits erwähnt stets eine geschlossene Schicht sein. Zeigen sich darin Lücken, kann man auch im Sommer zur Sicherheit neues Material aufbringen. Zum richtigen Anwenden gehört übrigens auch, dass der Rindenmulch direkt auf den Boden gegeben wird. Auf eine Schnee- oder Eisschicht sollte er unter keinen Umständen gegeben werden.

Wegegestaltung

Zu den vielen Vorteilen, die Rindenmulch hat, gehört auch, dass sich mit ihm sehr einfach und sehr kostengünstig Wege gestalten lassen. Er ist geradezu perfekt als Belag für die unterschiedlichsten Gartenwege geeignet. Er kann aber auch nur für Wegbegrenzungen verwendet werden. Kommt er als Belag zum Einsatz, lässt sich vor allem Unkraut ganz wunderbar damit einhegen. Außerdem findet keine Versiegelung des Bodens statt. Regenwasser fließt einfach durch die Mulchschicht ab. Allerdings muss die Schicht in der Regel mindestens einmal im Jahr erneuert werden.

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