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Sind Zinnien winterhart? 6 Tipps zum Überwintern

Sind Zinnien winterhart? 6 Tipps zum Überwintern

Zinnien sind beliebte Sommerblumen, die aus Südamerika kommen. Zinnien sind einjährig und nicht winterhart. Mit etwas Aufwand gelingt die Überwinterung und mehrjährige Kultur.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • verblühte Blüten konsequent entfernen
  • bei Temperatur von 15 °C ins Winterquartier umsiedeln
  • Standort im Winter muss hell und frostfrei sein
  • Wurzelballen konstant feucht halten
  • auf Blattläuse und Spinnmilben kontrollieren

Abgeblühte Blütenstände entfernen

Damit Zinnien (Zinna) mehrere Jahre wachsen, dürfen sie nicht zur Samenreife gelangen. Sobald sich Samen bilden, hat die Pflanze ihr Ziel der Vermehrung erreicht und stirbt ab. Daher ist es wichtig, dass Sie konsequent verblühte Blüten entfernen. Warten Sie nicht zu lange mit dem Entfernen, denn dadurch bilden sich kaum noch neue Blüten und die Pflanze steckt ihre Kraft in die Samenreife.

Zinnien auf einer Wildblumenwiese

Tipp: Schneiden Sie Triebe immer bodennah ab. Dadurch fördern Sie die Bildung neuer kräftiger Triebe mit großen Blüten.

Ausgraben im Herbst

Damit die nicht winterharte Zinnie den Winter in Innenräumen überstehen, müssen Sie sie rechtzeitig umsiedeln, falls sie direkt ins Beet gepflanzt wurden. Sind die Zinnen bereits im Topf, entfällt dieser Schritt.

Anleitung zum Ausgraben:

  • ausgraben, sobald die Temperaturen auf ca. 15 °C fallen
  • Blüten- und Samenstände entfernen
  • abgestorbene Blätter entfernen
  • Pflanze großzügig ausheben
  • Topf mit einer 2 cm dicken Drainageschicht aus Lavagranulat befüllen
  • etwas handelsübliche Blumenerde einfüllen
  • Zinnie mittig platzieren
  • mit Erde auffüllen
welkende Zinnie

Winterquartier

Das Winterquartier für die Zinnien sollte hell und frostfrei sein. Sie benötigt im Winter mindestens 15 °C. Fallen die Temperaturen darunter, überlebt sie meist nicht. Vermeiden Sie daher auch Zugluft, denn das kann die Pflanzen schädigen.

Tipp: Durch ihre Vorliebe für Wärme kann die Zinnie beispielsweise im Wohnzimmer überwintert werden. Vermeiden Sie allerdings einen Standort direkt über der Heizung, da die Zinnie keine zu trockene Luft mag.

Pflege im Winter

Der Pflegeaufwand im Winter ist gering. Achten Sie lediglich darauf, dass der Wurzelballen immer leicht feucht ist. Die Zinnien dürfen nie vollständig austrocknen.

Tipp: Damit Sie bei den warmen Überwinterungstemperaturen nicht übersehen zu gießen, nutzen Sie einen Feuchtigkeitsmesser. Diesen gibt es für Zimmerpflanzen bereits für kleines Geld auch mit digitaler Anzeige und Warnton, falls das Substrat zu trocken wird.

Schädlinge

Im Winterquartier bleiben Zinnien vor Krankheiten und Schädlingen nicht verschont. Zu den wichtigsten Schädlingen gehören Blattläuse und Spinnmilben. Beide lassen sich mit einfachen Hausmitteln bekämpfen.

Maßnahmen gegen Blattläuse:

  • bei schwachem Befall abduschen
  • bei stärkerem Befall mit Lavendelsud besprühen

Den Sud stellen Sie her, indem Sie Lavendel aufkochen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag filtern Sie den Sud ab und besprühen damit die Pflanzen.

Blattläuse

Erkennungsmerkmale von Spinnmilbenbefall:

Spinnmilben werden oft spät erkannt, zumal sie sich gut verstecken.

  • feine Gespinste an der Blattunterseite
  • punktuelle Verfärbungen aufgrund von Saugschäden
  • Blätter vertrocknen und sterben ab
Spinnmilbenbefall

Im warmen Winterquartier bei niedriger Luftfeuchtigkeit sind Spinnmilben keine Seltenheit. Die Schädlinge werden Sie einfach los, indem Sie die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Besprühen Sie die Zinnien regelmäßig mit zimmerwarmem Wasser.

Krankheiten

Während einige Schädlinge den Zinnien im Winterquartier Probleme machen können, sind Krankheiten eher selten. Problematisch wird lediglich Fäulnis an den Wurzeln, wenn sich Staunässe gebildet hat. Gießen Sie daher immer nur mäßig, dass der Wurzelballen feucht bleibt. Sollten Sie versehentlich zu stark gewässert haben, kontrollieren Sie nach ca. 60 Minuten, ob sich Wasser im Untersetzer gesammelt hat, und gießen Sie es aus.

Häufig gestellte Fragen

Müssen Zinnien im Winter gedüngt werden?

Nein, Zinnien dürfen im Winter nicht gedüngt werden. Eine Düngung könnte eine zu frühe Bildung von neuen Trieben begünstigen. Diese würden, aufgrund von zu wenig Sonnenstunden, nur kümmerlich wachsen oder rasch absterben. Das kostet der Pflanze unnötige Energie und schwächt sie nachhaltig.

Wann können Zinnien wieder ins Freiland?

Sobald die Temperaturen konstant bei mindestens 15 °C liegen und keine Gefahr mehr durch Nachtfrost droht, können die Zinnien wieder dauerhaft ins Freiland. Gewöhnen Sie die Pflanzen etwa eine Woche vorher an das Freiland, indem Sie sie tagsüber die ersten Tage in den Halbschatten stellen und anschließend für einige Zeit in die Sonne. Dadurch kann die Zinnie Schutzstoffe gegen die UV-Strahlung entwickeln und die Blätter werden durch den Wechsel in Freiland nicht geschädigt.

Wie können Zinnen am einfachsten vermehrt werden?

Trotz guter Pflege sind die Überlebenschancen von Zinnien eher gering. Sie können die Pflanzen einfach im nächsten Jahr durch Aussaat neu ziehen. Starten Sie damit Mitte bis Ende April, dann haben Sie, wenn die Temperaturen passen, bereits schöne Zinnien zum Auspflanzen. Alternativ können Sie ab Mai die Zinnien direkt ins Freiland säen.

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