Was fressen Ratten am liebsten? Diese 7 Rattenköder locken Ratten an

Was fressen Ratten am liebsten

Ratten sind nicht nur äußerst intelligente, sondern durchaus auch putzige Tiere. Dennoch möchte wohl kaum jemand wilde Ratten bei sich im Haus, in der Wohnung oder auch im Schuppen haben. Sie können enorme Schäden anrichten und zur Gefahr für Menschen werden. Um eine Rattenplage in den Griff zu bekommen, sind Rattengift oder tödliche Fallen sicherlich die besten Lösungen. Sollen die Tiere am Leben bleiben, braucht es Lebendfallen und einen Rattenköder. 7 geeignete Rattenköder stellen wir in diesem Beitrag vor.

Lebendfallen

Wer Ratten in seinem Haus oder auf seinem Grundstück wieder loswerden, die intelligenten Tiere aber nicht gleich töten möchte, kommt um den Einsatz von sogenannten Lebendfallen nicht herum. Wie es der Name schon sagt, wird die Ratte in einer Lebendfalle lebendig gefangen. Die Falle besteht meist aus einem Gitterkäfig mit Klappmechanismus. Wir dieser durch das Tier ausgelöst, schließt sich der Käfig. Die Ratte kann daraus nicht mehr entweichen und ist eingesperrt. Sie wird anschließend samt Käfig weggetragen und in einem Abstand von mindestens einem Kilometer freigelassen. Der Vorgang muss so lange wiederholt werden, bis keine einzige Ratte mehr vorhanden ist.

Wildratte auf Holz

Damit eine Lebendfalle auch tatsächlich funktioniert, muss man die Ratte erst einmal dazu bringen, dass sie den aufgestellten Käfig auch betritt. Das ist dummerweise gar nicht so einfach. Die schlauen Tiere scheinen ein untrügliches Gespür für potenzielle Gefahren zu haben – und dazu gehören offenbar auch Gitterkäfige. Folglich braucht es einen Köder, um Rattus, so der zoologische Name, anlocken zu können. Dieser Köder wird im hinteren Teil der Falle platziert und sollte nach Möglichkeit eine hohe Anziehungskraft haben. Mit anderen Worten: Es sollte sich um einen wahren Leckerbissen für den Rattengaumen handeln, um etwas, dass die Tiere gern fressen.

Allesfresser

Grundsätzlich ist Rattus ein absoluter Allesfresser. Wenn er Hunger hat, vertilgt er praktisch jedes Nahrungsmittel, das ihm unterkommt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um pflanzliche oder tierische Nahrung handelt. Dennoch hat aber natürlich auch eine Ratte einige Leckerbissen, die bei ihr ganz oben auf der Speisekarte stehen und denen sie kaum widerstehen kann. Genau das macht man sich zunutze und verwendet diese Leckereien als Köder in der Falle.

Köder

Was Ratten gern fressen

Verwendet man die folgenden Nahrungsmittel als Rattenköder, stehen die Chancen sehr gut, die Tiere damit anlocken zu können. Natürlich sind auch bei ihnen die Geschmäcker durchaus verschieden. Alles in allem kommen erfahrungsgemäß diese Rattenleckereien bei ihnen aber durchweg gut an.

1. Speck

Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern eben auch Ratten. Sein Duft scheint eine geradezu unwiderstehliche Wirkung auf die Tiere auszuüben. Man kann dabei rohen Speck ebenso verwenden wie geräucherten oder gekochten. Am besten schneidet man ihn in kleine Würfel mit einer Kantenlänge von etwa einem Zentimeter. Drei bis vier dieser Würfel dürfen es als Köder dann schon sein. Sollte der Speck noch über eine Schwarte verfügen, darf diese gerne drangelassen werden.

2. Käse

Auch Käse steht bei Rattus hoch im Kurs. Er wird liebend gern gefressen. Man kann als Köder sowohl ganze Käsestücke als auch klein geschnittene Käsescheiben verwenden. Die Sorte spielt eine eher untergeordnete Rolle. Aus eigenem Interesse sollte man allerdings auf bestimmte stark riechende Weichkäsesorten wie Limburger oder Romadur verzichten, da diese im Zusammenspiel mit Wärme einen sehr starken Geruch entfalten können. Dieser lockt zwar definitiv jede Ratte an, kann aber auch die Luft im Haus enorm verpesten.

Käse als Rattenköder

3. Fleisch und Wurst

Eine Ratte ist zwar grundsätzlich ein Allesfresser, tierischen Nahrungsmitteln wird sie in der Regel aber den Vorzug geben. Sie kann deshalb auch effektiv mit Fleisch- und Wurststückchen geködert werden. Sehr gut eignet sich auch eine kleine Portion Hackfleisch, da diese innerhalb kurzer Zeit einen starken Geruch entfalten wird, der auf jede Ratte äußerst anziehend wirkt. Ansonsten eignen sich Fleisch- und Wurstreste, die man ansonsten vielleicht wegwerfen würde.

4. Süßes

Neben tierischen Produkten hat Rattus auch ein ganz besonderes Faible für Süßes. Dabei kann es sich um Gebäck ebenso handeln wie um Schokolade. Auch hier empfiehlt es sich, Reste als Köder wiederzuverwenden. Erstaunlicherweise können sich die Tiere auch für Cornflakes und Erdnussbutter begeistern.

Ratte mit Schokolade

5. Gekochte Kartoffeln und Nudeln

Auch gekochte Kartoffeln funktionieren als Köder. Offenbar wissen die Ratten instinktiv, dass damit reichlich Energie verbunden ist – den enthaltenen Kohlehydraten sei Dank. Gleiches gilt für Nudeln. Auch hier können Essensreste verwendet werden. Kartoffeln sollten dabei grob zerdrückt werden, damit sie auch einen gewissen Geruch verströmen können.

6. Nagerfutter

Es mag sich banal anhören, aber auch Nagerfutter für Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster übt einen gewissen Reiz auf Ratten aus. Eine Handvoll davon eignet sich deshalb auch als Köder. Allerdings ist die Anziehungskraft bei weitem nicht so groß, wie bei Speck oder Käse. Einen Versuch ist das Nagerfutter aber allemal wert.

7. Spezielle Fertigköder

Der Fachhandel bietet eine ganze Reihe von speziellen Ködern an, die auf Ratten abgestimmt sind. Dabei handelt es sich stets um eine Mischung, die vor allem jene Duftstoffe freisetzt, mit denen sich die Tiere perfekt anlocken lassen. Den meisten dieser Köder sind allerdings Giftstoffe beigemischt, die über kurz oder lang zum Tod der Ratte führen. Man tut deshalb gut daran, sich vor dem Kauf eingehend zu informieren.

Umgang mit Köder und Falle

Damit der Rattenfang mit der Lebendfalle auch dauerhaft funktioniert, sollte der Standort der Falle regelmäßig gewechselt werden. Die schlauen Tiere bekommen sehr schnell mit, wenn und wo einer ihrer Artgenossen gefangen wurde. Empfehlenswert ist grundsätzlich auch, mit unterschiedlichen Ködern zu arbeiten. Auch hier können die Tiere unter Umständen nämlich einen Zusammenhang zwischen einem bestimmten Duft und einem Ereignis herstellen. Wurde eine Ratte tatsächlich gefangen gilt:

  • Falle sofort wegbringen
  • Falle nur mit bisssicheren Handschuhen anfassen
  • Das Tier erst in einer Mindestentfernung von einem Kilometer freilassen

Vor allem der letzte Punkt ist wichtig. Wird eine Ratte zu nahe frei gesetzt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie den Weg zurück findet. Das Spiel und das Fressen würden dann von vorn beginnen.

Grenzen des Lebendfangs

Ratten lebendig zu fangen ist eine mitunter mühevolle Angelegenheit, die nicht zuletzt auch viel Geduld erfordert. Die Falle muss zudem mindestens zweimal täglich daraufhin kontrolliert werden, ob sich in ihr eine Ratte befindet. Von einem schnellen Fangerfolg sollte man eher nicht ausgehen. Meist ist es auch mit einer einzigen Falle nicht getan. Hat man es mit einer richtigen Rattenplage zu tun, stößt der Lebendfang sowieso an seine Grenzen. Dann helfen meistens nur noch Gift oder der Kammerjäger.

grau-schwarze Ratte