Thomaskali-Dünger: Zusammensetzung, Wirkung und Anwendung

Thomaskali-Dünger

Die allermeisten Pflanzen brauchen im Herbst und im Winter eine Ruhephase, um im Frühling und im Sommer dann wieder gut wachsen zu können. Das bedeutet aber nicht, dass ihn während dieser Ruhezeit keine Nährstoffe zugeführt werden sollten. Allerdings benötigen sie dann einen Dünger, dessen Wirkung nicht in erster Linie auf Wachstum ausgerichtet ist. Thomaskali hat sich dabei als ideal erwiesen. Höchste Zeit also, sich etwas näher mit ihm zu beschäftigen.

Thomaskali-Dünger

Ganz allgemein lässt sich sagen, dass Thomaskalidünger für die sogenannte Grunddüngung des Bodens und der Pflanzen verwendet wird. Es handelt sich bei ihm um einen sogenannten PK-Dünger. PK steht dabei für Phosphor und Kalium. Beide Nährstoffe sind zwingend erforderlich, um das volle Wachstumspotenzial, das ein Boden enthält, auch tatsächlich ausschöpfen zu können. Typischerweise werden sie außerhalb der Vegetationsphase der Pflanzen ausgebracht. Sie leisten aber dennoch einen wichtigen Beitrag für das Pflanzenwachstum im Frühjahr und im Sommer. Thomaskali enthält darüber hinaus weitere wichtige Nährstoffe. Er ist folglich eine ausgeklügelte Mischung aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten.

Dünger für den Rasen

Hinweis: Wegen seiner ursprünglichen Form wird diese Düngerart auch noch heute oft Thomasmehl genannt. Da das Mehl aber bei der Ausbringung für eine enorm hohe Staubbelastung sorgte, ist es jetzt nahezu ausschließlich als staubfreies Granulat erhältlich.

Zusammensetzung

Wie bereits gesagt, handelt es sich bei Thomaskali grundsätzlich um eine Mischung. Neben den beiden zentralen Elementen Phosphor und Kalium befinden sich darin weitere Elemente. Die Mischung und das Mischverhältnis können dabei je nach Hersteller differieren. Als Standardmischung gilt folgende Zusammensetzung:

  • Phosphor – 8 %
  • Kalium bzw. Kaliumoxid – 15 %
  • Magnesium bzw. Magnesiumoxid – 6 %
  • Schwefel – 4 %
  • Füll- und weitere Stoffe je nach Hersteller – 67 % (Rest auf 100 Prozent)

Stickstoff als typischer Nährstoff, der in vielen Düngern zu finden ist, hat im Thomaskali übrigens nichts zu suchen. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Stickstoff fördert konkret und unmittelbar das Wachstum der Pflanzen, was während der Ruhephase natürlich vermieden werden sollte.

Wirkung

Thomaskalidünger funktioniert am besten auf leicht saurem Boden. Die konkrete Wirkweise richtet sich dabei nach den Eigenschaften der einzelnen Elemente, aus denen er besteht:

Phosphor

Phosphor ist ein ungemein wichtiger Bestandteil der Gewebezellen einer Pflanze. Er gehört damit auch zu ihren wichtigsten Nährstoffen. Kann eine Pflanze genügend Phosphor aus dem Boden aufnehmen, befördert und stabilisiert das ihr Wachstum. Er hat darüber hinaus auch einen großen Anteil an der Steuerung der Stoffwechselvorgänge einer Pflanze. Phosphor sorgt im Erdreich dafür, dass sich aus einzelnen kleinen Erdteilchen größere Krümel bilden. Und das wiederum beugt einer Verschlammung oder der Erosion des Bodens vor.

Kalium

Kalium stärkt das Zellgewebe von Pflanzen und leistet einen wichtigen Beitrag für einen effektiven Gasaustausch mit den Wurzeln. Er sorgt zudem für stabile Zellwände und einen erhöhten Zellinnendruck. Ohne Kalium könnte keine Pflanze überleben, weil sie ohne die Stabilität, die er befördert, den unterschiedlichen Witterungsverhältnissen nicht standhalten könnte. Auch das Ausbilden neuer Blätter würde ohne ihn übrigens nicht gelingen.

Magnesium

Magnesium reguliert im Boden den pH-Wert und sorgt auch mit dafür, dass andere Nährstoffe darin verfügbar sind. Pflanzen benötigen es zudem, um Eiweiße und Kohlenhydrate verarbeiten zu können. Magnesium leistet im Übrigen auch einen wichtigen Beitrag dazu, damit die Fotosynthese möglich wird.

Schwefel

Um gedeihen zu können, benötigen Pflanzen auch einen geringen Anteil an Schwefel. Der ist in den Böden aber immer seltener zu finden. Genau deshalb findet sich dieses Element auch in praktisch jeder Thomaskali-Mischung. Er trägt außerdem ganz wesentlich dazu bei, den Boden bzw. das Erdreich zu vitalisieren.

Anwendung

Mit Thomaskali wird ausschließlich im Spätherbst bzw. im Winter gedüngt. Wie bereits erwähnt sollte er nur während der Ruhephase der Pflanzen ausgebracht werden. Der Boden sollte weder tief gefroren noch mit Schnee bedeckt sein. Das Ausbringen erfolgt entweder direkt mit der Hand oder mit einer kleinen Schaufel. In Sachen Dosierung müssen unbedingt die Anweisungen des Herstellers, die in der Regel auf der Verpackung zu finden sind, beachtet werden. Sie geben meist ein Verhältnis von Menge pro Quadratmeter an.

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Preis

Es versteht sich von selbst, dass die Preise von Thomaskali von der Zusammensetzung und dem Hersteller abhängig sind. Darüber hinaus spielt natürlich auch die Abnahmemenge eine Rolle. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ein größeres Gebinde auch zu einem geringeren Preis pro Kilogramm führt. Kauft man ein Kilogramm Thomaskali muss man derzeit mit einem durchschnittlichen Preis von 8 € Euro rechnen. Beim Kauf eines Zehn-Kilo-Sacks reduziert sich der Kilopreis hingegen bereits auf 1,50 € bis 2 €.

Zugegeben dieser Dünger ist relativ teuer. Allerdings gleichen sich die Kosten schnell wieder aus, weil man sich bei der Düngung während der Wachstumsphase auf preisgünstigen Stickstoffdünger beschränken kann.

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