Astern schneiden - Titel

Astern sind bei Gartenbesitzern beliebt. Wer die Sorten gut zusammenstellt, hat das ganze Jahr Freude an leuchtenden Blüten. Ein fachgerechter Rückschnitt gilt als Voraussetzung für die Blütenpracht im kommenden Jahr.

Auf den Punkt gebracht

  • frostfreie Tage im Frühjahr als bester Zeitpunkt zum Schneiden von Herbst- und Winterastern
  • Rückschnitt etwa 10 Zentimeter über der Erde
  • Pflegeschnitt fördert Blütenbildung und reduziert Selbstaussaat
  • lange Stängel und wenige Blüten zeigen Schnittfehler an
  • Frühjahrs-, Sommer-, Herbst- und Winterastern mit verschiedenen Bedürfnissen

Asternsorten und Schnittbedürfnisse

Astern sind eine große Familie von Blütenpflanzen mit verschiedenen Eigenschaften und Bedürfnissen. Sie werden unterteilt in Frühjahrsastern, Sommerastern und Herbstastern.

Im Frühling blühende Astern:

  • niedrige Stauden mit unverzweigten Stängeln
  • zum Beispiel Alpenastern und Frühsommerastern
  • geeignet für Steingärten und nährstoffarme Bereiche
  • radikaler Rückschnitt aller Stängel nach der Blüte
Alpen-Alster

Im Sommer blühende Astern:

  • einjährige Pflanzen mit großen Blüten
  • Vermehrung durch Aussaat
  • kein Rückschnitt erforderlich
  • Entfernen verblühter Blüten regt die Blütenbildung an

Im Herbst blühende Astern

  • zum Beispiel Kissenastern, Glattblattastern und Raublattastern
  • radikaler Rückschnitt im Frühjahr
  • regelmäßige Entfernung verblühter Blüten
Raublatt-Aster (Symphyotrichum novae-angliae)
Quelle: Sandstein, Aster novae-angliae ‚Barr’s Pink‘, Elfenau, Bearbeitet von Plantopedia, CC BY 3.0

Damit Ihre mehrjährigen Asternpflanzen in Form bleiben und Sie bald mit prächtigen Blüten überraschen, brauchen sie den richtigen Schnitt. Sorten, die im Frühjahr und Frühsommer blühen, werden im Herbst nach der Blüte beschnitten. Die im Herbst blühenden Stauden profitieren von einem Rückschnitt im Frühjahr. Sie haben zu dieser Zeit noch keine Blätter und Sie sehen genau, wo Sie ansetzen müssen.

Hinweis: Solange noch Nachtfröste zu erwarten sind, sollten Sie auf den Rückschnitt verzichten. Wählen Sie frostfreie, sonnige Tage.

Das Werkzeug

Für den Rückschnitt Ihrer Asternpflanzen benötigen Sie nicht viele Utensilien. Ein scharfes Messer und eine scharfe Gartenschere genügen. Achten Sie auf die gründliche Reinigung der Werkzeuge vor dem Schnitt. Wir empfehlen, die Messer und Scheren vor jedem Gebrauch zu desinfizieren. Die Schärfe der Klingen ist entscheidend für die Gesundheit der Pflanze. Stumpfe Werkzeuge führen zu Verletzungen, die Krankheitserregern das Eindringen leicht machen.

Vorgehen

Im Frühjahr: Schneiden Sie an einem frostfreien Tag alle abgeblühten Triebe etwa 10 Zentimeter über dem Boden ab.
Wenn Ihre Pflanze im vergangenen Jahr nur noch spärlich geblüht hat, schneiden Sie alle Stängel eine Handbreit über der Erde ab. Der radikale Schnitt regt die Blütenbildung an. Werfen Sie die abgeschnittenen Pflanzenteile auf den Kompost.

Während der Blütezeit: Schneiden Sie die verblühten Blüten der Herbstaster regelmäßig ab. Pflücken Sie sich ab und zu einen schönen Asternstrauß und genießen Sie die dekorativen Blüten. Der Schnitt hilft, die Blütezeit deutlich zu verlängern. Gleichzeitig wird durch den Herbstschnitt die Samenbildung reduziert und die Selbstaussaat verhindert.

Sommeraster

Im Herbst: Astern, die im Frühjahr und Sommer geblüht haben werden im Herbst geschnitten. Schneiden Sie alle verblühten Stängel kurz über dem Boden ab.

Schneiden und vermehren

Wer möchte, kann den Rückschnitt der Aster gleich mit der Vermehrung der Gartenpflanze verbinden. Schneiden Sie bei Ihren Herbstastern Ende April oder Anfang Mai einen etwa 10 Zentimeter langen kräftigen Trieb direkt unter einem Blattknoten von der Mutterpflanze ab. Stecken Sie diesen in Anzuchterde und drücken Sie ihn an. Der Steckling bewurzelt sich schnell und innerhalb von 2 bis 3 Monaten wächst eine neue Aster heran.

Tipp: Warten Sie bei den Herbstastern unbedingt auf den richtigen Zeitpunkt für den Schnitt im Frühjahr. Stören Sie sich nicht an der verblühten Pflanze im Winter. Sie bietet Insekten und Kleinlebewesen einen wichtigen Unterschlupf.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Herbstastern und Chrysanthemen?

Die Gartenchrysantheme wird häufig als Herbst- oder Winteraster bezeichnet. Genau genommen ist sie keine Aster. Astern und Chrysanthemen gehören beide zur Familie der Korbblütler. Dennoch handelt es sich um verschiedene Pflanzen. Einen Rückschnitt im Frühjahr können auch Gartenchrysanthemen gut vertragen.

Meine Glattblattaster hat weißen Belag auf den Blättern. Was ist das?

Leider werden Glattblattastern häufig von Mehltau befallen. Helfen Sie der Pflanze mit einem radikalen Rückschnitt. Entsorgen Sie die befallenen Pflanzenteile in der Restmülltonne. Achten Sie beim Kauf weiterer Glattblattastern auf mehltauresistente Sorten.

Kann ich Herbstastern auf dem Balkon in Kästen kultivieren?

Das ist eine gute Idee! Niedrige Sorten eignen sich ausgezeichnet für den Balkon. Wenn andere Balkonblumen bereits die Köpfe hängen lassen, entfalten die Herbstastern ihre ganze Pracht. Die Überwinterung gelingt im Keller oder an einem geschützten Ort.

Sollten niedrig wachsende Teppichastern geschnitten werden?

Teppichastern sind dekorative Bodendecker. Sie eignen sich für Beetränder, Steingärten und Freiflächen. Ein Rückschnitt im Frühling, kurz über dem Boden, sichert die Blütenpracht im Herbst und bringt die Pflanze in Form Gleichzeitig hilft der Schnitt, die Selbstaussaat zu reduzieren.

Die Herbstaster hat holzige Stängel und blüht kaum. Warum?

Wenn Herbstastern nicht geschnitten werden, verholzen die Stängel immer mehr und die Blühfreudigkeit nimmt ab. Geben Sie Ihrer Pflanze neuen Schwung mit einem bodennahen Schnitt im Frühling. Sie wird Sie mit einer ungeahnten Blütenfülle überraschen.