Was ist Humus-Erde - Titel

Humus-Erde oder Humusboden ist eine wichtige Voraussetzung für das Gedeihen von kräftigen und gesunden Pflanzen. Doch worum handelt es sich bei Humus? Wir erklären es.

Auf den Punkt gebracht

  • Humus ist organisches, abgestorbenes Material
  • das Substrat besteht aus je einem Teil Humus und Pflanzenerde
  • der Begriff bedeutet übersetzt in etwa „Erde“
  • gute Humusboden kann viel Wasser und große Mengen Nährstoffe speichern
  • Humus-Erde hat einen angenehmen Geruch und ist leicht krümelig

Was ist Humus-Erde?

Bei Humusboden handelt es sich um eine Mischung, die zu gleichen Teilen aus Humus und Pflanzenerde besteht. Humus selbst ist verrottetes, organisches Material. Kompost dient also als Basis für Humus. Dieser stellt die oberste Schicht des Bodens dar und entsteht beispielsweise auch durch Laub, absterbende Pflanzenteile, vertrocknete Grashalme und Insekten sowie Mikroorganismen im Substrat.

Humus-Erde erkennen

Eigenschaften

Humusboden weist verschiedene positive Eigenschaften auf. Darunter:

  • angenehmer Geruch
  • feine, krümelige und lockere Struktur
  • hoher Feuchtigkeitsgehalt
  • hoher Nährstoffgehalt

Hinweis: Bei der Auswahl hochwertiger Humuserde sollte darauf geachtet werden, dass diese torffrei ist. Dadurch wird die Umwelt geschont.

Humusarten

Humus wird in verschiedene Arten unterteilt.

  • Dauerhumus: Bei dieser Form handelt es sich um den Bestandteil des Substrats, der im letzten Schritt der Kompostierung entsteht. Es ist der größte Teil der oberen Erdschicht und dafür verantwortlich, Nährstoffe und Wasser zu binden.
  • Mull: Diese Form des Humus besteht aus Substanzen, die leicht und schnell zersetzbar sind. Darunter befinden sich beispielsweise Laub sowie Gemüse- und Obstreste. Bodenwühlende Insekten ernähren sich davon und nutzen diese Schicht als Lebensraum.
  • Moder: Moder ist genau genommen eine Kombination aus Mull und Rohhumus. Er vereint daher die Vorteile beider Substanzen und versorgen Pflanzen nachhaltig mit Nährstoffen.
Nährhumus
Nährhumus
  • Nährhumus: Hierbei handelt es sich ähnlich wie bei dem Mull um Substanzen, die in vergleichsweiser kurzer Zeit abgebaut und zersetzt werden können. Sie dienen den Organismen im Boden, wie beispielsweise Würmen, als Nahrung. Der Boden wird einerseits durch seine Funktion als Nahrungsquelle und die Aktivität der Organismen sehr gut belüftet und aufgelockert. Andererseits bildet er die Basis für den Aufbau und die Entstehung von Dauerhumus.
  • Rohhumus: Die Variante besteht aus schwer und nur langsam zersetzbaren organischen Stoffen, wie beispielsweise Zweigen, Ästen und Streu. Aufgrund der langsam ablaufenden Prozesse dient der Rohhumus langfristig als natürlicher Dünger, da immer wieder Nährstoffe freigesetzt werden – und das über einen langen Zeitraum hinweg.

Humus-Erde und Humus-Boden

Der Unterschied zwischen Erde mit Humus und einem reinen Humussubstrat liegt in der genauen Zusammensetzung. Als Humuserde können auch Mischungen bezeichnet werden, die lediglich einen geringen Anteil an Humus enthalten. Ein richtiger Humusboden besteht hingegen aus reinem Humus und mehreren Schichten. Welche Wahl die bessere ist, hängt von den Ansprüchen der jeweiligen Pflanze ab.

Anzeichen hochwertiger Erde

Ein qualitativ hochwertiges Substrat sollte einige Anforderungen erfüllen, damit es die optimale Basis für ein gesundes Wachstum darstellt. Diese zu kennen hilft bei der Auswahl fertiger Erde aus dem Handel, kann aber auch die eigene Zusammenstellung des Substrats erleichtern.

Bei den Faktoren handelt es sich um:

Humusboden
  • einen angenehmen, frischen und dezent erdigen Geruch
  • leichte Feuchte
  • lockere Konsistenz
  • organische Substanzen mit verschiedener Verrottungsdauer
  • torffrei
  • unterschiedlich große Bestandteile

Häufig gestellte Fragen

Warum sollte Humus-Erde torffrei sein?

Der Abbau von Torf ist eine schwere Belastung für die Umwelt. Zudem ist die natürliche Substanz für einige Gewächse eine ungeeignete Wahl. Gute Alternativen sind Kokosfasern oder Perlite.

Was, wenn der Humus unangenehm riecht?

In diesem Fall sollte er nicht verwendet werden. Gut angelegter Kompost und der daraus entstehende Humus verbreitet nur dann einen intensiven und unangenehmen Geruch, wenn er schimmelt, fault oder noch nicht vollständig verrottet und damit nicht geeignet ist.

Was bedeutet „humusreiche“ Erde?

Handelsübliche Humuserde besteht in der Regel zu einem Teil aus Pflanzenerde und zu einem Teil aus Humus. Für Gewächse, die besonders humusreiche Erde benötigen, sollten besser zwei Teile Humus und ein Teil Pflanzenerde gewählt werden.