Tausendblütenstrauch, Bienenbaum, Tetradium daniellii: Pflege

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Blütenfarbe
weiss
Standort
Halbschatten, Sonnig, Vollsonne
Blütezeit
Juni, Juli, August, September, Oktober
Wuchsform
ausladend
Höhe
bis zu 10 m hoch
Bodenart
sandig, lehmig
Bodenfeuchte
mäßig feucht, frisch
pH-Wert
neutral, schwach sauer
Kalkverträglichkeit
Kalktolerant
Humus
humusreich
Giftig
Ja
Pflanzenfamilien
Rautengewächse, Rutaceae
Pflanzenarten
Blütenbäume, Duftpflanzen, Kübelpflanzen
Gartenstil
Innenhof, Naturgarten, Waldgarten

Tetradium daniellii ist ein Gehölz, das immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Es zählt als wertvolle Nahrungsquelle für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge. Wenn andere Sträucher und Kräuter ihre Blütezeit abgeschlossen haben, läuft der Bienenbaum noch einmal zu Hochtouren auf. Bis in den Oktober hinein können an dem Strauch Doldenblüten beobachtet werden, welche an den im Vorjahr gebildeten Zweige sitzen. Der Tausendblütenstrauch überzeugt nicht nur mit seiner Blütenpracht, sondern auch als Blattschmuckgehölz.

Steckbrief

  • botanischer Name: Tetradium daniellii
  • bekannte Synonyme: Euodia hupehensis, Euodia daniellii, Tetradium daniellii var. hupehensis
  • deutsche Trivialnamen: Honigesche, Wohlduftraute, Tausendblütenstrauch
  • Gattung: Stinkeschen (Tetradium)
  • Familie: Rautengewächse (Rutaceae)
  • sommergrüner Strauch oder Baum
  • Wuchshöhe: bis zu 10 Meter
  • gefiederte Laubblätter
  • Blütezeit: Juni bis Oktober
  • Heimat: China und Korea

Standort

Tausendblütenstrauch
Der Tausendblütenstrauch verdankt seinen Namen den zahlreichen Blütendolden, die in der Blütezeit ihre volle Strahlkraft entwickeln.

Der Tausendblütenstrauch bevorzugt einen Platz in geschützter Lage. Achten Sie bei der Pflanzung auf ein günstiges Kleinklima. Der Baum sollte vor kalten Ostwinden geschützt werden. Da das Gehölz aus dem fernen Asien stammt, ist es an warme Witterungen angepasst. Auch länger anhaltende Hitzeperioden und Trockenheit bereiten dem Insektenmagnet keine Probleme. Ideal ist ein vollsonniger Standort, damit das Gehölz seine Blütenpracht voll entwickeln kann. Halbschattige Bedingungen werden ebenfalls toleriert. Je dunkler der Standort ist, desto sparsamer fällt die Blütenpracht aus. Im natürlichen Verbreitungsgebiet besiedelt die Art bestimmte Lebensräume:

  • lichte Wälder
  • Waldränder
  • Tieflagen und Höhen bis zu 3.200 Meter

Tipp: Pflanzen Sie den Bienenbaum in Ihren Garten und Sie werden zukünftig nicht mehr am Kaffeetisch von Wespen belästigt. Die nektarreichen Blüten ziehen Zweiflügler magisch an.

Substrat

Spezielle Ansprüche an den Boden hat die Honigesche nicht. Sorgen Sie für einen frischen und humosen Untergrund, dessen Struktur porös und gut wasserdurchlässig ist. Auf Dauer verträgt das Gehölz weder zu nasse noch zu trockene Substrate, weswegen ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl bei der Pflege gefragt ist. Mit einem sandig-lehmigen Boden schaffen Sie gute Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum. Der Baum wächst aber auch in sandigen Böden, sofern diese mit Mutterboden oder Kompost verbessert wurden.

Pflege

Tausendblütenstrauch
Tetradium daniellii ist eine sehr pflegeleichte Pflanze.

Der Tausendblütenstrauch benötigt kaum Aufmerksamkeit, wenn er einmal angewachsen ist. Jungpflanzen sollten dagegen mit der entsprechenden Zuwendung gepflegt werden, denn sie müssen erst einwachsen.

Gießen

Jungpflanzen sollten in der Anwachsphase regelmäßig gegossen werden, da sie erst ein weitreichendes Wurzelwerk entwickeln müssen. Da es sich beim Tausendblütenstrauch um einen Tiefwurzler handelt, müssen eingewachsene Exemplare nur selten gegossen werden. Selbst in Trockenperioden können sich die Gehölze behaupten, denn sie ziehen Wasser aus den unteren Bodenschichten. Wenn Sie bemerken, dass der Baum seine Blätter hängen lässt, sollten Sie zur Gießkanne greifen. Staunässe sollte sich jedoch nicht bilden, da unter diesen Bedingungen die Wurzeln schnell faulen.

Tipp: Sollte die Jungpflanze Schwierigkeiten beim Anwachsen haben, können Sie die Baumscheibe mit einer Mulchschicht bedecken. Das sorgt für ein feuchtes Mikroklima und verhindert übermäßige Verdunstung.

Düngen

Der Bienenbaum kommt ohne eine regelmäßige Düngung aus. Sie können das Gehölz jedoch mit einer gelegentlichen Nährstoffzufuhr zusätzlich unterstützen und eine üppige Blütenpracht fördern. Ein organischer Langzeitdünger ist optimal geeignet. Ab dem Spätsommer sollte die Düngung bei älteren Exemplaren vollständig eingestellt werden. Um jüngere Pflanzen zu stärken, können Sie im Herbst Dünger mit Phosphor und Kali verabreichen. Die Stoffe sorgen dafür, dass das Holz optimal ausreift und der Strauch gut auf den Winter vorbereitet ist. Auf Stickstoffdünger sollten Sie kurz vor dem Winter verzichten. Diese regen das Wachstum an und verhindern, dass das Holz aushärtet. Der Baum ist dann anfälliger für Frost.

Schneiden

Tausendblütenstrauch
Der Tausendblütenstrauch benötigt keine aufwendigen Schnittmaßnahmen.

Wenn es notwendig wird und der Strauch etwas aus der Form wächst, kann er gestutzt oder sanft ausgelichtet werden. Sie können das Gehölz auch stärker zurückschneiden, wenn kleinere und kompaktere Wuchsformen erwünscht sind. Entfernen Sie vereinzelt komplette Äste. Der Bienenbaum verträgt einen Rückschnitt in das alte Holz, allerdings bleibt bei einer kräftigen Auslichtung die Blüte im nächsten Jahr aus. Um das zu verhindern, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Blüten entstehen am neuen Holz
  • Blütentriebe des Vorjahres bis auf kurze Triebstummel zurückschneiden
  • Krone besser regelmäßig und sparsam auslichten

Hinweis: Rück- und Formschnitte sollten nur zwischen Anfang Oktober und Ende Februar durchgeführt werden. Während dieser Zeit blüht der Baum nicht mehr und Sie stören keine brütenden Vögel.

Pflanzen

Sie können den Tausendblütenstrauch als Container- und Topfware kaufen, die problemlos das ganze Jahr über gepflanzt werden kann. Ideal ist eine Pflanzung während der laubfreien Zeit zwischen Oktober und Mai. Der Strauch verliert während dieser Zeit kein Wasser über die Blätter. Wenn Sie die Jungpflanze außerhalb dieser Zeit einpflanzen, müssen Sie auf eine ausreichende Wasserversorgung achten. Gegebenenfalls muss der Strauch täglich gegossen werden, damit der Stoffwechsel nicht unterbrochen wird. Beachten Sie auch, dass Jungpflanzen noch nicht ausreichend winterhart sind. Ideal ist daher eine Pflanzung im Frühjahr. Gehen Sie beim Pflanzen wie folgt vor:

  • sandige Böden mit Humus verbessern
  • feuchte Lehmböden mit Sand auflockern
  • Pflanzloch mit Humus füllen
  • nach der Pflanzung Hornspäne auf den Wurzelbereich streuen
  • Substrat gut wässern
  • Boden mulchen

Hinweis: Jungpflanzen benötigen etwa drei bis vier Jahre, bis sie das erste Mal Blüten entwickeln. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Baum erst nach zehn Jahren erstmals blüht.

Topfkultur

Es spricht nichts dagegen, den Bienenbaum im Kübel zu kultivieren. Wählen Sie einen entsprechend großen Topf, dessen Volumen etwas größer ist als der Wurzelballen. Nutzen Sie eine Mischung aus Gartenerde, Kompost und Sand. Achten Sie auf eine optimale Drainage, damit das Gießwasser gut abfließen kann. Bei Kübelpflanzen gestaltet sich die Pflege etwas aufwändiger:

  • regelmäßig gießen, da Wurzelsystem begrenzt ist
  • jährlich im Frühjahr oder nach der Blüte zurückschneiden
  • gelegentlich Düngen oder beim Umtopfen Kompost verwenden
  • alle zwei bis drei Jahre umtopfen

Überwintern

Rindenmulch
Zur erfolgreichen Überwinterung empfiehlt es sich den Bienenbaum großzügig zu mulchen.

Ein junger Tausendblütenstrauch sollte in der Anwachsphase mit einem Winterschutz versehen werden. Wickeln Sie ein transparentes Vlies um die oberirdischen Triebe. Auf Plastikfolie sollten Sie verzichten, da hier keine Luftzirkulation stattfinden kann. Der glatte Stamm ist anfällig für Frost, der zur Bildung von Rissen führen kann. Um das zu verhindern, sollten Sie Manschetten aus Jutesäcken oder Schilfrohr um die Stämme wickeln. Bedecken Sie den Boden rund um die Stammbasis mit einer dicken Schicht aus Laub und Rindenstücken. Legen Sie Tannenzweige darauf, um die Mulchschicht zu stabilisieren. So überwintern Sie Kübelpflanzen:

  • an einem dunklen Ort
  • kühle Temperaturen (0° bis 5° Celsius)
  • Wurzelballen nicht austrocknen lassen

Vermehren

Tetradium daniellii lässt sich erfolgreich durch Samen vermehren. Die Methode der Stecklingsvermehrung kann funktionieren, ist aber unsicher. Ein Versuch schadet jedoch nicht, wenn der Tausendblütenstrauch kräftig genug ist.

Stecklinge

Die Vermehrung über Stecklinge ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Da der Tausendblütenstrauch sehr hartes Holz und große Blätter hat, müssen die Bedingungen während der Wurzelentwicklungsphase perfekt sein. Schneiden Sie einen möglichst jungen Trieb direkt am Ansatz ab und achten Sie darauf, dass etwas Gewebe vom Astring am Steckling zurückbleibt. Es kann helfen, die Blätter in der Mitte zu zerteilen. Auf diese Weise reduzieren Sie die Wasserverdunstung. Stellen Sie den Steckling in ein wassergefülltes Glas und platzieren Sie dieses an einem hellen Standort außerhalb der Sonne. Mit etwas Glück entdecken Sie nach einigen Wochen feine Wurzeln. Es gibt verschiedene Methoden, welche die Wurzelbildung unterstützen:

  • Schnittstelle mit Wurzelaktivator bestäuben
  • Glas mit Weidenwasser befüllen
  • 100 g Trockenhefe im Wasser auflösen
  • Steckling in eine Kartoffel stecken

Aussaat

Tetradium daniellii ist zweihäusig getrenntgeschlechtlich. Es gibt also rein weibliche und männliche Pflanzen, weswegen es im Garten selten zur Samenentwicklung kommt. Wenn Sie den Bienenbaum über Samen vermehren möchten, sollten Sie diese von einer zertifizierten Fachgärtnerei beziehen. Lassen Sie das Saatgut vor dem Aussäen für etwa 24 bis 48 Stunden in lauwarmem Wasser quellen. Die Aussaat erfolgt im Mai in einem unbeheizten Gewächshaus. Nutzen Sie dabei ein nährstoffarmes Anzuchtsubstrat und bedecken Sie die Samen nur leicht mit Erde. Sie können sich ein Sieb zur Hilfe nehmen, mit dem Sie etwas Sand über das Substrat verteilen. Wenn Sie die Samen in einem Topf aussäen, sollten Sie auf eine transparente Abdeckung achten. Eine hohe Luftfeuchtigkeit erhöht die Chance, dass die Samen keimen. So gehen Sie weiter vor:

  • Gefäß für ein bis zwei Monate kaltstellen (0° bis 5° Celsius)
  • anschließend hell und warm platzieren (ab 20° Celsius aufwärts)
  • Substrat ständig feucht halten

Hinweis: Sie müssen etwas Geduld mitbringen, bis Sie die Jungpflanze im Garten auspflanzen können. Die Keimlinge sollten das erste Jahr im Gewächshaus verbringen.

Krankheiten und Schädlinge

Tausendblütenstrauch
Der Tausendblütenstrauch erweist sich als sehr robust gegenüber Krankheiten.

Bisher sind keine Fälle bekannt, in denen ein Bienenbaum von typischen in Mitteleuropa vorkommenden Krankheitserregern heimgesucht wurde. Besonders Jungpflanzen sind jedoch durch Schneckenfraß gefährdet. Die Schädlinge haben es dabei auf die frisch austreibenden Blätter abgesehen und können den Bienenbaum vollständig kahl fressen. Auf den Einsatz von chemischen Mitteln zur Bekämpfung der Schädlinge sollten Sie verzichten, da diese schädlich für Umwelt und Insekten sein können. Sorgen Sie stattdessen für einen naturnahen Garten, in dem sich Nützlinge ausbreiten können:

  • Igelbehausungen bauen
  • Steinhaufen, Laub und Totholz für Laufkäfer aufschütten
  • Klee als Nahrungsquelle für Nützlinge aussäen
  • Erdlöcher und leere Schneckenhäuser als Unterschlupf für Glühwürmchen bereitstellen

Alternativ können Sie die Jungpflanzen auch mit einem Schneckenzaun schützen. Wildbiss dagegen kann mit einem Maschendrahtzaun verhindert werden. In manchen Jahren setzen sich auch Junikäfer auf den Blättern ab. Sie legen ihre Eier auf offenen Bodenstellen ab, sodass ihre Larven in das Substrat kriechen und dort die Wurzeln von Jungpflanzen schädigen. So können Sie eine Ausbreitung von Junikäfern vorbeugen und die Larven bekämpfen:

  • Rasen regelmäßig düngen und mähen
  • Boden mit Fräse bearbeiten
  • räuberische Nematoden auf dem Boden ausbringen
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