Ist die Korbmarante giftig? – Calathea Rufibarba, Lancifolia und Crocata

Korbmarante, Calathea roseopicta

Die Korbmarante gehört zur Pflanzenfamilie der Pfeilwurzgewächse (Marantaceae) und stammt ursprünglich aus den brasilianischen Regenwäldern Südamerikas. Sie ist eine schöne Blattschmuckpflanze und besticht durch ihre besonderen und vielseitig marmorierten Blätter. Sind die verschiedenen Sorten der Korbmarante giftig und was ist bei Kleinkindern und Haustieren zu beachten? All diese Fragen klären wir für Sie in diesem Pflanzenexperten-Beitrag.

Sorten

Die Korbmarante, botanisch Calathea, ist eine Blattschmuckpflanze, die hierzulande vor allem als Zimmerpflanze gehalten wird. Korbmaranten stammen ursprünglich aus subtropischen Regenwäldern und brauchen daher einen hellen bis halbschattigen Standort. Am wohlsten fühlen sie sich bei einer konstanten Temperatur von über 20 Grad Celsius.

Zu den beliebtesten Sorten der über 300 Arten gehören:

  • Calathea rufibarba
  • Calathea lancifolia
  • Calathea crocata

Calathea rufibarba

Die Heimat der Calathea rufibarba sind die Regenwälder Südafrikas. Die Blätter der Pflanze sind an der Oberseite dunkelgrün und an der Unterseite purpurrot. Ihre gelben Blüten wachsen aus der Erde. Die Calathea rufibarba ist nicht giftig. Sie ist also die ideale Zimmerpflanze für Familien und Haustierbesitzer.

Korbmarante, Calathea zebrina
Korbmarante, Calathea zebrina

Calathea lancifolia

Die Calathea lancifolia ist in den Regenwäldern Brasiliens zu Hause. Ihre olivgrünen Blätter sind leicht gewellt und haben eine dunkelgrüne Zeichnung. Ihre Blattunterseite ist purpurrot. Als Zimmerpflanze ist sie jedoch schwer zur Blüte zu bringen. Die Calathea lancifolia gehört zu den ungiftigen Zimmerpflanzen.

Calathea crocata

Die Calathea crocata stammt aus den Regenwäldern Brasiliens. Ihre Blätter sind auf der Oberseite dunkelgrün und auf der Unterseite braunrot gefärbt. Im Januar und Februar bringt sie orangefarbene Blüten hervor. Calathea crocata ist ungiftig für Mensch und Tier.

Calatheen bestechen mit ihren weißen bis gelb-orangen Blüten oder mit ihren Blättern. Zwar sind sie in der Pflege etwas anspruchsvoller als andere Zimmerpflanzen, dafür können sie auch in Familienhaushalten oder Haushalten mit Tieren gehalten werden. Ein halbschattiges Plätzchen ist der ideale Standort für eine Calathea. Sorgen sie auch dafür, dass die Pflanze genügend Luftfeuchtigkeit erhält.

Tipp: Sprühen Sie die Pflanze immer wieder mit kalkfreiem Wasser ein. Auch das Aufstellen von Schalen mit Wasser erhöht die Luftfeuchte in den Wohnräumen.

Korbmarante, Calathea zebrina
Korbmarante, Calathea zebrina

Gefährdung

Kleinkinder

Babys und Kinder

Babys und Kinder sind neugierig und spontan. In der Natur locken viele Pflanzen mit ihren bunten Beeren Kinder zum Naschen an. Auch gehört das Kosten von kleinen Stücken von Pflanzenblättern bei Kindern zu den Mutproben. Und schneller als man schauen kann, wird ein Stück vom Blatt abgerissen und in den Kindermund gesteckt. Wenn Babys krabbeln oder schon zu laufen begonnen haben, ist in der Regel nichts mehr vor ihnen sicher. So stellen auch Zimmerpflanzen eine Gefahr für Babys dar, denn viele beliebte Zimmerpflanzen sind für Babys und Kinder giftig.

Leben Babys oder Kinder im Haushalt, sollte also der grüne Pflanzenschmuck mit Bedacht ausgewählt werden. Sind für Babys oder Kinder giftige Pflanzen bereits vorhanden, sollte für sie ein Standort außerhalb der Reichweiten der Kleinen gesucht werden. Wer ganz sicher gehen will, verschenkt am besten die Pflanzen. Zu den unbedenklichen Zimmerpflanzen gehört die Korbmarante.

Korbmarante, Calathea roseopicta
Korbmarante, Calathea roseopicta

Tipp: Erklären Sie dem Kind, warum es von Pflanzen nicht „einfach so“ probieren darf. Ab dem 4. Lebensjahr sollte das Kind Ihr Anliegen verstehen.

Erste Hilfe

Sollte Kind oder Baby eine giftige Pflanze gekostet haben, bleiben Sie in erster Linie ruhig. Geben Sie dem Kind Saft, Wasser oder Tee zu trinken, keine Milch und keine Salzlösung. Versuchen Sie auch nicht, dass Kind zum Erbrechen zu bringen. Heben Sie die Pflanzenreste für den Arzt auf bzw. nehmen Sie sie mit. Konnte die giftige Pflanze klar bestimmt werden, dann nehmen Sie einen Zweig oder die ganze Pflanze mit, wenn Sie den exakten Namen der Pflanze nicht kennen. Je genauer der Arzt, die Pflanze bestimmen kann, desto exakter kann er das Kind oder Baby behandeln.

Haustiere

Unsere Haustiere, auch die Fleischfresser, knabbern gerne an Zimmerpflanzen. Manche haben bestimmte Zimmerpflanzen sogar zum Fressen gern. Leider können viele Haustiere nicht zwischen für sie giftigen und ungiftigen Pflanzen unterscheiden. Eine Durchsicht der Datenbank des Berliner Giftinformationszentrums an der Charité hat ergeben, das Korbmaranten für Haustiere nicht giftig sind.

Korbmarante, Calathea makoyana
Korbmarante, Calathea makoyana

Katzen

Katzen brauchen hin und wieder pflanzliche Kost, um ihren Magen von unverdaulichen Resten, wie etwa Fell, zu reinigen. Die Gras oder Blätter von Pflanzen dienen dazu, diese Reste wieder hervor zu würgen. Diesen natürlichen Vorgang braucht auch die Hauskatze. Deswegen sieht man Katzen immer wieder an Zimmer- oder Balkonpflanzen knabbern.

Wildlebende Katzen wissen instinktiv, welche Pflanzen sie fressen können und welche nicht. Bei unseren Hauskatzen ist dieser Instinkt verloren gegangen. So knabbert die Katze an den verschiedensten Pflanzen, egal, ob sie für sie giftig sind oder nicht. Um die Katze quasi vor sich selbst zu schützen, ist die Achtsamkeit des Besitzers gefragt. So sollten sich Katzenbesitzer vor dem Pflanzenkauf darüber informieren, ob sie „katzenverträglich“ ist. Denn manche Pflanzen sind harmlos für den Menschen, aber giftig für die Katze.

Korbmarante, Calathea roseopicta
Korbmarante, Calathea roseopicta

Zu den ungiftigen Zimmerpflanzen für Katzen hören alle Arten der Korbmarante. Zwar können die Katzen nach dem Verzehr der Pflanze erbrechen, aber dies gilt als unbedenklich. Sollte sich die Katze nicht erholen, überlegen sie, ob sie vielleicht nicht an einer anderen Pflanze geknabbert hat, die für sie giftig ist. Wer seine Katze nicht ständig im Blick haben kann, sollte ihr Katzengras oder Katzenminze anbieten. Und alle für Katzen giftigen Pflanzen aus der Wohnung entfernen.

Korbmarante, Calathea zebrina
Korbmarante, Calathea zebrina

Hunde

Wie Katzen fressen auch Hunde immer wieder mal Gras oder Blätter. Die genauen Ursachen, warum Hunde dies tun, sind wissenschaftlich noch nicht endgültig, erforscht. Sicher ist bis heute, wenn der Hund zu viel „grüne Nahrung“ zu sich nimmt, ist er nicht gesund. Die Ursachen können im psychologischen oder im physiologischen Bereich liegen. Oder die Gründe liegen in der Ernährung. So wird vermutet, dass Hunde instinktiv Gras oder Blätter fressen, wenn ihr Magen verstimmt ist, oder sie Blähungen haben. Dann sollen die Bitterstoffe dem Hund als Heilmittel dienen.

Bei Zimmerpflanzen unterscheiden Hunde nicht zwischen giftigen und ungiftigen Pflanzen. Zwar fressen Hunde an Zimmerpflanzen seltener als Katzen, sie können sich jedoch auch mit den Pflanzen vergiften. Deshalb ist auch hier Vorsicht geboten. Zu den für Hunde unbedenklichen Zimmerpflanzen gehören alle Arten der Korbmarante.