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Bauernregel und Lostage im August

Bauernregeln und Lostage im August

Auf der Grundlage jahrhundertealter Erfahrungen und Beobachtungen richten die Bauernregeln im August ihren Blick auf den kommenden Herbst und Winter. Wir haben für Sie einige der bekanntesten Bauernregeln für den August zusammengestellt.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • geben Informationen zu den Herbst.- und Wintermonaten
  • wichtige Lostage wie Maria Himmelfahrt oder St. Laurentius
  • Tiere können auch Wettervorhersagen anzeigen

Bauernregeln im August

Mit Spannung blicken die Bauernregeln im August, dem vorletzten Sommermonat, auf den kommenden Herbst und Winter. Vielfältige Weisheiten, die auf jahrhundertealten Erfahrungen und Beobachtungen beruhen, prägen diesen traditionsreichen Monat. Die Bauernregeln im August bieten nicht nur interessante Einblicke in das Naturgeschehen, sondern auch wertvolle Vorhersagen für die kommenden Jahreszeiten. Die Regeln geben den Menschen die Möglichkeit, die Zeichen der Natur in Form von Regen, Sonne und Tieren zu deuten und sich auf das vorzubereiten, was die kommenden Monate bringen könnten. Im Ernte-, Sonnen- und Regenmonat August werden die Bauernregeln zu einer verlässlichen Quelle, um das Wetter und die Landwirtschaft im Wechsel der Jahreszeiten zu deuten.

Weizenfeld vor dem Regen

Wetterweisheiten

  • „Sind die ersten Augusttage heiß, bleibt meist der September kreuzweis‘.“

Auf einen ähnlich warmen September deuten oft warme Tage zu Monatsbeginn hin.

  • „Fängt der August mit Hitze an, bleibt auch lang die Schlittenbahn.“

Die Zahl der Tage mit Schneedecke ist im kommenden Winter überdurchschnittlich hoch, wenn die mittlere Höchsttemperatur in der ersten Augustwoche 25 Grad oder mehr beträgt. Dies geht auch aus neueren statistischen Untersuchungen hervor.

  • „Nebel im August, verspricht Winter mit Schnee und Lust.“

Tritt im August häufig Nebel auf, so kann dies ein Hinweis auf einen schneereichen Winter sein.

  • „Wenn’s im August donnert laut, der Winter umso länger dauert.“

Gewitter im August können ein Zeichen dafür sein, dass es einen langen Winter geben wird.

Fallobst nach Hagel
  • „Im August der Hundstage Glut, bringt oft genug Herbstflut.“

Der Zeitraum zwischen dem 23. Juli und dem 23. August wird als Hundstage bezeichnet. Sind sie besonders heiß, kann dies ein Hinweis auf eine herbstliche Flutperiode sein.

  • „Im August viel Tau und Reif, die Frucht bringt herbstlich guten Lauf.“

Bei starker Taubildung und Reifbildung wird im Herbst eine gute Ernte erzielt.

  • „Augustregen kommt gelegen.“

Die Niederschläge im August sind für viele Pflanzen und für die Wasserversorgung von großer Bedeutung, vor allem vor der Erntezeit.

  • „Wenn’s im August grün ist auf den Wiesen, kann der Bauer guten Klee noch schneiden.“

Ein gutes Kleegraswachstum auf den Wiesen im August verspricht eine gute Ernte.

  • „Wie das Wetter am zwanzigsten August, so ist’s den ganzen Herbst.“

Als Indikator für die Wetterlage im gesamten Herbst kann das Wetter um den 20. August betrachtet werden.

  • „Im August reife Kirschen wünschen, manch Regen soll den Durst stillen.“  

Reife Kirschen im August sind erwünscht und Regen kann den Pflanzen helfen, während der Hitze ausreichend Wasser zu bekommen.

Reife Kirschen am Ast
  • „Wenn’s im August donnert, so wird der Winter streng.“

Donner im August kann ein Zeichen dafür sein, dass ein strenger Winter bevorsteht.

  • „Ist der August heiß, wird der Winter lange weiß.“

Ein warmer August kann ein Hinweis auf einen langen Winter mit viel Schnee sein.

  • „Stürmt es im August, gibt es weder Wein noch Most.“

Wenn es im August zu heftigen Stürmen kommt, kann dies zu Schäden an den Rebstöcken führen, was wiederum eine geringe Ernte zur Folge haben kann.

Besondere Daten – Lostage

1. August: Petri Kettenfeier

  • „Ist’s von Petri bis Lorenzi (10. August) heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.“

5. August: Oswald

  • „Oswaldtag muss trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein.“

10. August St. St. Laurentius

  • „Sankt Laurenz mit heißem Hauch, füllt dem Bauern Fass und Schlauch.“
  • „St. Lorenz kommt in finstrer Nacht ganz sicher mit Sternschnuppenpracht.“
  • „Laurentius heiter und gut, einen schönen Herbst verheißen tut.“

15 August: Maria Himmelfahrt

  • „Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so es noch zwei Wochen bleiben mag.“
  • „Ziehen dunkle Wolken an Maria Himmelfahrt über`s Land, so regnet`s zwei Wochen am laufenden Band.“
  • „Wer Rüben will, recht gut und zart, sä`sie an Maria Himmelfahrt.“
  • „Maria Himmelfahrt klar Sonnenschein bringt gerne guten Wein.“
  • „An Maria Himmelfahrt, das wisse, gibt es schon die ersten Nüsse.“
Regenwolken über einem Feld

24. August: St. Bartholomäus (Bartheltag)

  • „Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll’s den ganzen September sein.“
  • „Liegt Reif um den Bartheltag offen, so ist ein warmer Herbst zu hoffen.“
  • „Bleibt St. Barthol im Regen stehn, ist ein guter Herbst vorherzusehn.“

28. August: St. Augustin

  • „Um Augustin ziehn die Wetter hin.“
  • „Um die Zeit von Augustin gehn die warmen Tage hin.“

30. August: St. Felix

  • „Bischof Felix zeigt an, was wir 40 Tag‘ für Wetter han.“

Bauernregeln im August aus Tierbeobachtungen

  • „Wenn im August die Schwalben zieh’n, wird’s bald kalt und Winter flieh’n.“

Es kann ein Zeichen für einen frühen und kalten Winter sein, wenn die Schwalben früh nach Süden ziehen.

  • „Bleiben die Störche bis Mariä Himmelfahrt hier, verlassen sie uns früh im nächsten Jahr.“

Bleiben die Störche bis zum 15. August, dem Fest Mariä Himmelfahrt, im Land, ziehen sie im folgenden Jahr oft früher ab.

Storch im Garten
  • Wenn’s im August ohne Regen abgeht, das Pferd mager vor der Krippe steht.
  • Regnet’s am St.Laurenz-Tag , gibt es große Mäuseplag.
  • „Wenn der Kuckuck im August noch schreit, gibt’s im Winter teure Zeit.“
  • „Wenn St.Rochus trüeb schaut, kommt die Rauep ins kraut.“

Häufig gestellte Fragen

Seit wann gibt es die Bauernregeln und Lostage?

Die Bauernregeln und Lostage gehen zurück auf das Altertum. Sie waren früher die einzige Möglichkeit, Wetterprognosen zu treffen. Bereits damals galten sie als wenig zuverlässig und waren regional unterschiedlich, was auch teilweise die widersprüchlichen Regeln für den gleichen Tag erklärt. Erst seit es durchgehende Wetteraufzeichnungen gibt, konnte überprüft werden, wie hoch der Wahrheitsgehalt ist. Bezug nehmend auf das Entstehungsgebiet der jeweiligen Regeln, ist die Trefferquote sehr hoch.

Haben die Bauernregeln mit der Klimaveränderung noch Gültigkeit

Durch den Umstand, dass die Bauernregeln im Inhalt eher ungenau sind und es für den gleichen Tag teilweise gegensätzliche Regeln gibt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie richtig sind. Sie haben so viel Spielraum, dass man immer Regeln findet, die auch heute noch zutreffend sein können.

Gibt es eine Bauernregel für das ganze Jahr?

„Ist der Winter kalt und weiß, wird der Sommer lang und heiß. Bringt der Juli heiße Glut, gerät auch der September gut. Nebel im Februar – Kälte das ganze Jahr. War bis zu Dreikönig kein rechter Winter, dann kommt auch keiner mehr dahinter.“

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