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Hilfe: Efeutute bekommt braune Blätter/Spitzen

Efeutute bekommt braune Blätter - Titel

Die Efeutute ist hierzulande eine gern gesehene und zudem noch pflegeleichte Zimmerpflanze. Besonders schön sind die Sorten mit den panaschierten Blättern. Doch auch ihre Efeutute ist nicht vor braunen Blätter gefeit.

Auf den Punkt gebracht

  • Efeutute ist generell eine robuste und anspruchslose Pflanze
  • kann gelegentlich braune Blätter oder Blattspitzen entwickeln
  • Ursachen können grobe Fehler in der Pflege, Krankheiten oder ein Schädlingsbefall sein
  • hin und wieder ein gelbes oder braunes Blatt ist völlig normal
  • Schäden in den meisten Fällen leicht zu beheben

Pflegefehler als Ursache

Braune Blätter oder Blattspitzen an ihrer Efeutute beruhen hauptsächlich auf Pflegefehlern.

Vernässung/Überwässerung

Wie bei vielen anderen Pflanzen ist auch bei der Efeutute zu viel Nässe die häufigste Ursache für braune Blätter oder Blattflecken. Meist fühlen sich diese Stellen auch matschig an. Ist das der Fall, sollte man die Pflanze erst einmal einige Zeit nicht mehr gießen und abwarten. Nicht selten führt zu viel Nässe zu Wurzel- und/oder Stängelfäule, die man schnellstens bekämpfen sollte.

  • verschlimmern sich die Symptome umgehend umtopfen
  • in frisches und trockenes Substrat
  • Pflanze aus dem Topf heben und alte Erde gründlich entfernen
  • auch faulende und beschädigte Teile der Wurzel
  • neuen Topf mit Drainagematerial ausstatten
  • aus Kies, Tonscherben, Blähton oder ähnlichen Materialien
  • auf den Kies einen Teil des Substrats geben
  • Pflanze mittig und so tief wie im alten Topf einsetzen
  • Erde gut andrücken und nicht gießen
  • erst nach einigen Tagen wieder mit Wasser versorgen
Efeutute bekommt braune Blätter

Vorbeugen

  • um Vernässung des Bodens zu vermeiden, bedarfsgerecht gießen
  • Bodenfeuchtigkeit vor dem Gießen mittels Fingerprobe testen
  • Substrat bis in eine Tiefe von zwei Zentimetern antrocknen lassen
  • im Balleninnern bleibt so leichte Feuchte erhalten
  • immer so viel gießen, dass Ballen gut mit Wasser gesättigt ist
  • aufhören, sobald Wasser unten aus dem Topf tropft
  • oder die Tauchmethode anwenden
  • dazu den kompletten Topf in ein Gefäß mit Wasser stellen
  • so lange, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen
  • dann herausnehmen und gut abtropfen lassen
  • Restwasser in Untersetzern nach etwa fünf Minuten entfernen

Tipp: Möchte man zum Umtopfen den alten Topf wieder verwenden, sollte dieser gründlich gereinigt und bestenfalls desinfiziert werden.

Wassermangel

Braune Spitzen an den Blättern ihrer Efeutute deuten eher auf einen Wassermangel bzw. Trockenheit hin. Ursachen können mangelndes Gießen und trockene Heizungsluft im Winter sein. Später rollen sich die Blätter ein, vertrocknen und fallen teilweise ab. Um Wassermangel zu bekämpfen, sollte man zunächst den Ballen kontrollieren, ob tatsächlich ein Wassermangel vorliegt. Ist das Substrat ausgetrocknet, solle man die Pflanze samt Topf für einige Minuten wässern. Danach das Wasser wieder gut ablaufen lassen und überschüssiges entfernen. Künftig sollte man auf eine bedarfsgerechte Bewässerung achten und so einem Mangel vorbeugen.

Tipp: Auch wenn die Pflanze an Wassermangel leidet, sollte man sie nicht überwässern, sondern ganz normal in ausreichenden Mengen gießen. So erholt sie sich in der Regel schnell wieder.

Efeutute im Wasser

Nährstoffmangel

Kann Wassermangel ausgeschlossen werden, ist möglicherweise ein Nährstoffmangel die Ursache für braune Blätter, Flecken oder braune Spitzen an der Efeutute. Meist liegt ein Eisenmangel vor. Ursachen dafür können sein, dass das Substrat generell sehr nährstoffarm oder zu kalkhaltig ist.

  • Kalk hemmt die Aufnahme von Eisen
  • wird Ursache nicht behoben, kann Efeutute an einer Chlorose erkranken
  • liegt Nährstoffmangel vor, die Pflanze umgehend mit Dünger versorgen
  • alternativ dazu den Boden komplett austauschen
  • oder nur einen Teil des Subtrats
  • wird jedes Jahr umgetopft, meist kein zusätzlicher Dünger erforderlich
  • auch im Winter wird nicht gedüngt

Tipp: Beim Befestigen der Ranken mit Klammern oder Bindfaden sollte man darauf achten, dass sie die Ranken nicht quetschen, denn auch das kann dazu führen, dass die Nährstoffzufuhr nach oben hin unterbrochen wird. Übrigens kann auch eine Überversorgung mit Dünger zu braunen Spitzen führen.

Zu niedrige Luftfeuchtigkeit

Entsprechend ihrer natürlichen Herkunft liebt die Efeutute eine hohe Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 65 %. Ist sie zu niedrig, können vertrocknete, braune Blätter oder braune Spitzen die Folge sein. Das ist vor allem im Winter der Fall, wenn die Luft durch das Heizen besonders trocken ist. Um die Luftfeuchtigkeit entsprechend zu erhöhen, kann man die Pflanze regelmäßig mit handwarmem, kalkfreien Wasser einsprühen. Oder man stellt mit Wasser gefüllte Schalen im Raum auf. Unternimmt man nichts, macht das die Pflanzen anfälliger für einen Befall mit Schädlingen.

Ungünstige Standortbedingungen

Welke, braune Spitzen können sich auch entwickeln, wenn die Efeutute zu dunkel steht. Bei der Wahl des Standortes kommt es vor allem auf die jeweilige Sorte an.

braune Blätter an der Efeutute
  • rein grüne Sorten können auch etwas dunkler stehen
  • panaschierte wollen aufgrund der Färbung heller stehen
  • je ausgeprägter die Panaschierung ist, desto heller der Standort
  • vollsonniger Platz wird ebenso wenig vertragen wie Schatten
  • meisten Sorten kommen gut im hellen Halbschatten zurecht
  • Kälte und Zugluft problematisch
  • auch Schäden durch Frost nicht ausgeschlossen
  • bereits zehn Minuten kalte Zugluft am offenen Fenster schaden

Um braune Blätter aufgrund von Kälte- oder Frostschäden zu vermeiden, sollte man vor allem im Winter darauf achten, die Pflanze beim Lüften keinem kalten Luftstrom auszusetzen. Generell fühlt sich die Efeutute bei ganzjährigen Temperaturen von etwa 20 Grad wohl. Kälter als 15 Grad sollte es nicht sein, auch nicht während der Wintermonate.

Hinweis: Ein Standortwechsel im Winter kann ebenfalls für braune Spitzen an den Blättern verantwortlich sein.

Häufig gestellte Fragen

Kann eine Haltung in Hydrokultur Wurzelfäule begünstigen?

In Hydrokultur ist die Gefahr von Wurzelfäule eher geringer als in Erdkultur, sofern man es richtig macht. Wichtig ist ein sogenannter Wasserstandsanzeiger, der anzeigt, wann wie viel gegossen werden muss. Er verhindert, dass die Pflanze zu nass oder zu trocken steht. So reicht es in der Regel aus, einmal pro Woche und im Winter einmal alle zwei Wochen zu gießen.

Wie oft und womit sollte man düngen?

Was den Nährstoffbedarf angeht, ist die Efeutute eine sehr genügsame Pflanze. Dosierung und Häufigkeit hängen vom Zustand des Substrats ab. Im Normalfall düngt man von April bis September etwa alle zwei Wochen. Als Dünger eignen sich flüssige Zimmerpflanzendünger oder Düngerstäbchen. Für Hydrokulturen bietet der Handel spezielle Dünger an.

Ist die Efeutute giftig?

Ja, sie ist für Mensch und Tier giftig und zwar in allen Teilen. Bei empfindlichen Personen kann es bei Kontakt beispielsweise beim Umtopfen oder Schneiden zu Hautreizungen kommen. Bei Verzehr einzelner Pflanzenteile können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Krämpfe sowie ein Anschwellen der Schleimhäute auftreten. Kleine Kinder und Haustiere sind besonders gefährdet. Zu deren Schutz sollte man besser auf diese Pflanze verzichten.

Maria liebt die exotische Pflanzenwelt. Neben ihrem Zitronenbaum "John Lemon" findet man bei ihr Zuhause unter anderem auch ein Avocado-Bäumchen und eine Ananas-Pflanze.

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