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Fuchsspuren im Schnee Titel

Fuchsspuren im Garten und Schnee erkennen

Wer schleicht durch den schneebedeckten Garten? Vielleicht ein Fuchs (Vulpes vulpes)? Das verraten die Pfotenabdrücke, die einen Fuchs an typischen Spurenmerkmalen identifizieren lassen, wie sie im Folgenden beschrieben werden.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • Verwechslungsgefahr mit anderen Tierspuren
  • Fuchsspuren in Stadtgärten ebenso möglich wie auf dem Land
  • Geh- und Laufspuren unterschiedlich

Fuchsspuren erkennen

Schneebedeckte Gärten machen es einfach, den Besuch tierischer Gäste zu bemerken, weil sich im nachgebenden Schnee die Pfoten meist gut erkennbar abzeichnen. Fuchsspuren lassen sich deshalb schnell ausmachen, wenn sie folgende Hauptmerkmale aufweisen:

  • Größe und Form: circa vier Zentimeter breit, fünf Zentimeter lang und leicht länglich
  • Ballenanzahl: vier Zehenballen mit Krallen; einen rundlichen Hauptballen im hinteren Abdruckbereich
  • Ballenabstand: verhältnismäßig groß (Kreuzzeichnung durch Zwischenräume ohne Ballenberührung möglich)
  • Krallen: an jedem Zehenballen eine Kralle; äußere Krallen leichte Biegung nach innen; Mittelkrallen dicht nebeneinander
  • Zehen: innere Zehen stark nach vorn ausgerichtet
  • Hintertritt: zu Vorderspuren leicht schräg versetzte Hinterpfotenspuren; gleiche Größe
Fuchsspur im Schnee

Hinweis: Diese Merkmale der Fuchsspuren beziehen sich rein auf das Gehen und den langsamen Trab. 

Spurenmerkmale je nach Gangart

Die Pfotenabdrücke eines Fuchses können sich mit zunehmend schnellerer Gangart in ihrem Aussehen wie folgend beschrieben verändern:

  • schnelleres Traben: Hinterpfoten treten nacheinander über Kreuz in entgegengesetzte Vorderpfotenabdrücke; Abdruck-Abstände circa 30 Zentimeter
  • Rennen: verschiedene Spurenbilder mit unterschiedlichen Schrittlängen; meist aber deutlich längere Abdruck-Abstände als im Trab oder Gehen; je nach Schneehöhe tiefere Abdrücke
Fuchs rennt im Schnee

Tipp: Das Rennen von Füchsen wird in der Regel durch das Fluchtverhalten oder die Jagd ausgelöst. Dem voran geht normalerweise eine langsamere Gangart, durch welche die Spuren im Schnee gegebenenfalls dem Fuchs besser zuzuordnen sind und deshalb den Rennspuren bis dahin nachgegangen werden sollte.

Fuchsspuren Verwechslungsgefahr

Der Fuchsspur sehr ähnlich ist der Pfotenabdruck im Schnee eines kleineren Hundes. Aufgrund einiger Gleichstellungsmerkmale kommt es oftmals zu einer Verwechslung der beiden Tierarten. Wer genau hinschaut und die folgenden Unterschiede zwischen den Abdrücken von Hund und Fuchs im Schnee kennt, kann die Identifizierung zuverlässig vornehmen:

  • Pfotengröße: Fuchs bis maximal 5 x 4 Zentimeter – Hund bis maximal 8 x 7 Zentimeter (Länge x Breite)
  • Hauptballen: Fuchs rundlich – Hund meist herzförmig
  • Ballenabstände: Fuchs weiter hinten liegenden Hauptballen, deshalb mehr Abstand zu Zehenballen als beim Hund
  • Laufspurform: Fuchs schmal, länglich bis oval – beim Hund insgesamt breiter
  • Schrittlänge: Fuchs zwischen 25 und maximal 80 Zentimeter – Hund zwischen sieben und 120 Zentimeter
  • Abstand Vorder- und Hinterläufe: Fuchs etwa 30 Zentimeter; beim Hund in Abhängigkeit von Körpergröße/-länge deutlich kleiner oder größer
  • Vorder- und Hinterlaufspuren: Fuchs versetzt bis in Vorderspuren hinein – beim Hund nahezu auf gleicher Linie oder leicht innenliegend; rennend Hinterlaufspuren mittig zwischen Vorderlaufspuren und treten meist nicht in Vorderspuren wie beim Fuchs
Hundespuren im Schnee

Hinweis: Oberflächlich betrachtet, können auch die Pfotenabdrücke einer Katze im Schnee an die eines Fuchses erinnern. Allerdings sind Katzenspuren schnell durch die kleinere Größe, die rundliche Form und die fehlenden Krallenabdrücke von den Fuchsspuren zu unterscheiden.

Häufig gestellte Fragen

Wann kommen Füchse im Winter in den Garten?

Der Fuchs fällt nicht in den Winterschlaf oder die Winterruhe, sodass er theoretisch zu jeder Zeit durch Gärten ziehen kann. Vor allem der Hunger treibt ihn dorthin, der ihn auch nicht vor belebteren Gebieten beispielsweise in Städten Halt machen lässt. Das ist auch der Grund, warum der ansonsten dämmerungs- und nachtaktive Fuchs auch häufiger tagsüber aus seinem Versteck kommt. Besonders aktiv sind Füchse während der Paarungszeit im Januar und Februar.

Wie lange kann ein Fuchs ohne Erfrierungen durch kalten Schnee laufen?

Diesbezüglich gibt es keine Einschränkungen, weil Füchse über ein dickes Winterfell und ein erstaunlich gutes Wärmeaustauschsystem verfügen. Wenngleich das Winterfell an Beinen und Pfoten dünner ist und Letztere „nackt“ sind, sorgt die Nähe von Arterien und Venen für eine schnelle Aufwärmung des zurückfließenden kalten Blutes aus den Pfoten. Auf diese Weise sind eine konstante Körpertemperatur zu halten und durch den Durchfluss von warmem Blut die Pfoten vor Erfrierungen zu schützen.

Sind Fuchsspuren von mehreren Tieren im schneebedeckten Garten möglich?

Füchse zieht es meist wegen der Nahrungssuche in Gärten. In der Regel sind sie dann allein unterwegs und andere Füchse meiden das Revier des anderen, sodass Sie auch nur die Spuren von einem Fuchs vorfinden. Eine Ausnahme stellt die Paarungszeit dar, wo sich Männchen und Weibchen in Ihrem Garten treffen können. Zieht der Fuchs/das Fuchspaar aber ab, können natürlich weitere Füchse folgen und durch den Schnee in Ihrem Garten laufen.


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