Hunderurin zerstört Rasen

Hundeurin kann bei dauerhafter Einwirkung auf immer die gleichen Rasenstellen schnell unschöne Flecken verursachen. Besonders schnell geht das bei offenen Vorgärten, zu denen viele Hunde Zugang haben.

Schadbild

Grundsätzlich ist Urin, wie auch Kot als Dünger zu betrachten. Allerdings werden die Nährstoffe bei direktem Einfluss viel zu konzentriert auf einer Stelle ausgebracht und verbrennen den Rasen. Noch problematischer ist es, wenn die Hunde immer die gleiche Stelle nutzen, um sich zu erleichtern. Nachdem das Gras an dieser Stelle anfänglich kräftiger und schneller wächst, wird es schnell gelb. Die Halme sehen vertrocknet aus und die Wurzeln sterben ab.

Hundeurin im Rasen

Rettung für die Grünfläche

Solange häufig von Hunden frequentierte Stellen durch kräftiges Grün, längere Halme und schnelles Wachstum auffallen, kann noch gegengesteuert werden. Wässern sie den Bereich gründlich und durchdringend. Wenn Sie wissen, wann die betreffenden Hunde ungefähr an Ihrem Grundstück vorbeikommen, können Sie den Rasen auch genau dann bewässern. Mit etwas Glück unterlässt es der Hund, erneut seinen Urin zu verteilen, wenn er nasse Pfoten bekommt. Das Wasser verdünnt den Hundeurin und macht ihn damit weniger aggressiv. Nährstoffe werden verteilt und in tiefere Erdschichten gespült.

Hinweis: Wird Ihr Rasen häufig von Hunden besucht, vermeiden Sie es, ihn noch zusätzlich zu düngen.

Gelbe Flecken in Grünflächen entfernen

Sobald sich die Flecken im Rasen gelb färben, ist es zu spät, das Gras an dieser Stelle noch zu retten. Die Wurzeln und damit die Halme sterben ab. Jetzt hilft nur noch eine Aufbereitung und Neueinsaat der betroffenen Stellen.
Anleitung:

Wasserstrahl
  1. Entfernen Sie alle gelben, braunen und vertrockneten Pflanzen.
  2. Tragen Sie die oberste Erdschicht ab und geben Sie sie in den Hausmüll oder auf den Kompost im Garten.
  3. Wässern Sie den Bereich gründlich und großzügig.
  4. Nachdem die Stellen etwas abgetrocknet sind, lockern Sie die Erde mit einer Harke etwas auf. Geben Sie neue, möglichst nährstoffarme Erde auf den Fleck und vermischen Sie ihn mit dem bisherigen Erdreich.
  5. Ebnen Sie das Erdreich ein und verteilen Sie gleichmäßig neuen Rasensamen. Drücken Sie diesen gut an und bewässern Sie die Fläche.
  6. Halten Sie Ihren Rasen mindestens 4 Wochen gleichmäßig feucht, um die Keimung der Samen nicht zu gefährden.
  7. Beugen Sie neuen Flecken mit geeigneten Maßnahmen vor.

Vorbeugung

Hundeurin stört nicht nur in Rasenflächen, er kann auch andere Pflanzen im Garten beeinträchtigen. So zum Beispiel Heckenpflanzen oder Stauden. Eine Vorbeugung kann noch am einfachsten beim eigenen Hund erfolgen. Dieser kann lernen, an welchen Stellen er sich erleichtern darf und an welchen nicht. Erziehungsmaßnahmen benötigen jedoch sehr viel Geduld und Ausdauer. Danach können Sie sich jedoch relativ sicher sein, dass nicht der Urin Ihres Hundes für Flecken in der Grünfläche verantwortlich ist.

Einfriedungen

Handelt es sich um ein stark durch fremde Hunde begangenes Gartenstück, hilft am besten eine Einfriedung. Hecken sehen zwar schöner aus als Zäune, können jedoch auch durch Urin in Mitleidenschaft gezogen werden, dies gilt vor allem für Jungpflanzen. Ein fester Zaun ist dann besser geeignet. Soll die Einzäunung nur vorübergehender Natur sein, können Sie es mit einem elektrischen Zaun versuchen. Vergessen Sie dabei nicht, ihn entsprechend zu kennzeichnen, damit Hundebesitzer ihren Hund schützen können.

Zaun

Hundefernhaltemittel

Es gibt verschiedene Methoden, Hunde vom Grundstück fern zu halten, dazu zählen Mittel aus dem Fachhandel, die mit Wasser verdünnt auf die betreffenden Stellen gegossen oder gesprüht werden, Auch verschiedenen Pflanzen wird eine abschreckende Wirkung auf Hunde nachgesagt. Meist zielen alle Maßnahmen auf den Geruchssinn des Hundes. Ob sie wirklich helfen, können Sie nur ausprobieren. Bei einigen Hunden kann es funktionieren, andere interessieren sich nicht dafür.

Hinweis: Hundeurin mit Wasser zu verdünnen, den Garten also zu gießen, klappt noch am Besten. Auch dadurch riechen Hunde ihre Vorgänger schlechter und nutzen nicht alle die gleiche Stelle.

Steine im Wassernapf

Ist Ihr eigener Hund der Übeltäter und helfen Erziehungsmaßnahmen nicht, können Sie es mit so genannten Dog Rocks probieren. Das sind Steine, die Sie in den Wassernapfs Ihres Hundes legen und die dabei helfen, den Hundeurin zu neutralisieren. Insbesondere Nitrate werden dadurch abgebaut. Für Ihren Hund sind die Steine völlig unbedenklich. Hilfreich kann auch eine angepasste Ernährung sein, vermeiden Sie es, Ihrem Hund zu viele Proteine zu füttern. Beim Abbau im Verdauungstrakt entsteht sehr viel Nitrat. Lassen Sie sich dazu gegebenenfalls von ihrem Tierarzt beraten.