Kleearten bestimmen: Übersicht mit 15 Sorten | Bunter Klee

Kleearten bestimmen

Bunter Klee ist überall in der Natur sowie auf landwirtschaftlich genutzten Flächen zu finden. Etwa 245 verschiedene Sorten gehören zu der Pflanzengattung Trifolium. Im allgemeinen Sprachgebrauch zählen jedoch auch andere, verwandte Gattungen wie etwa der Sauerklee (Oxalis), der Hornklee (Lotus), der Steinklee (Melilotus) oder der Schneckenklee (Medicago) dazu, die nicht immer leicht auseinander zu halten und zu bestimmen sind. Die häufigsten Kleearten stellen wir Ihnen in diesem Artikel vor.

Kleearten

Im folgenden Artikel stellen wir 15 verschiedene Kleearten vor. So lässt sich Klee einfach bestimmen.

Alexandrinenklee

Dieser Klee stammt ursprünglich aus Ägypten, weshalb er manchmal auch als Ägyptischer Klee bezeichnet wird. Er gehört zu den Kleearten, die ausschließlich in Kultur zu finden sind, da die Pflanzen nicht winterhart sind und daher nur einjährig kultiviert werden. Der Alexandrinenklee (bot. Trifolium alexandrinum) wird dabei bevorzugt als Zwischenfrucht auf Feldern oder als Futterpflanze für Nutz- und Wildtiere angebaut. Er ist ein auf landwirtschaftlich genutzten Flächen häufig anzutreffender Ersatz für Rotklee.

  • Erscheinungsbild: krautig mit niederliegenden Stängeln, bildet Rasen aus
  • Blüte: langgestielt, endständig, kugelig, leichter Honigduft
  • Blütenfarbe: gelblich-weiß
  • Blütezeit: Mai bis September
  • Blätter: wechselständig, langgestielt, dreizählig gefiedert, Laubblätter verkehrt-eiförmig und fein gefiedert
  • Wuchshöhe: bis. ca. 100 Zentimeter
  • Verbreitung: Naher Osten, Nordafrika, seit den 1950er Jahren weltweit in Kultur
  • Standort: Rasen, Wiesen, Wegränder, landwirtschaftliche Flächen

Alexandrinenklee, Trifolium alexandrinum

Alpenklee

Der Alpenklee (bot. T. alpinum) gehört zu den schönsten Kleearten, die in Europa zu finden sind. Er bildet auffallend große und stark duftende Blüten aus. Die Art ist nicht nur in den Alpen endemisch, sondern kommt auch in anderen europäischen Gebirgen wie den Pyrenäen ab Höhen von 1700 Metern vor und ist eine wertvolle Futterpflanze für Wild- und Weidetiere.
Erscheinungsbild: ausdauernd, krautig, bildet bis zu einem Meter tief reichende Pfahlwurzel aus

  • Blüte: bis zweieinhalb Zentimeter lang, wenigblütige, locker zusammengesetzte Blütenköpfe
  • Blütenfarbe: purpurrot, stark duftend
  • Blütezeit: Juni bis August
  • Blätter: grundständig, bis zu fünf Zentimeter langer Blattstiel, dreiteilig gefiederte Laubblätter mit je bis zu zehn Zentimetern langen Teilblättern
  • Wuchshöhe: bis 20 Zentimeter
  • Standort: kalkarme Wiesen

Alpenklee, Trifolium alpinum

Arabischer Schneckenklee

Auch dieser Klee gehört zu den nicht in Deutschland heimischen Sorten. Die in der Literatur oft als Gefleckter Schneckenklee bezeichnete Art ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, allerdings inzwischen auf fast der ganzen Welt verbreitet. Vor allem im Süden Deutschlands gilt Medicago arabica als seltener, aber fest eingebürgerter Neophyt und ist hier seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zu finden.

  • Erscheinungsbild: einjährig, krautig mit meist niederliegenden Stängeln, Stängel sind behaart
  • Blüte: Blütentraube mit ein bis fünf Einzelblüten
  • Blütenfarbe: gelb
  • Blütezeit: April bis Juni
  • Blätter: wechselständig, zusammengesetzt aus je drei breit-eiförmigen bis herzförmigen Laubblättern
  • Wuchshöhe: bis 50 Zentimeter
  • Standort: Ödland und Wegränder mit nährstoffreichen und mäßig trockenen Lehm- und Kiesböden
  • Charakteristika: brauner Fleck auf der Oberseite der Blätter

Arabischer Schneckenklee, Medicago arabica

Aufrechter Sauerklee

Ursprünglich ist der Aufrechte Sauerklee (botanisch Oxalis fontana, auch Oxalis stricta) aus Nordamerika und Ostasien nach Mitteleuropa eingewandert, ist allerdings mittlerweile weit verbreitet. Es gibt eine rotblättrige Variante der Art (bot. Oxalis fontana var. ‚Rufa‘), die eine dekorative und pflegeleichte Zierpflanze ist und gern in Blumenbeeten angepflanzt wird.

  • Erscheinungsbild: einjährig, krautig mit zunächst aufrecht wachsendem und später niederliegendem Stängel, unterirdisch kriechendes Rhizom
  • Blüte: fünfzählig, stehen in lockeren Trauben zusammen
  • Blütenfarbe: hellgelb
  • Blütezeit: April bis Oktober
  • Blätter: hellgrün, dreizählig gefiedert, Blätter und Stängel sind behaart
  • Wuchshöhe: bis 40 Zentimeter
  • Standort: vornehmlich auf frischen, nährstoffreichen Lehmböden, auf Äckern, an Wegrändern, auf Friedhöfen und in Gärten

aufrechter Sauerklee, Oxalis stricta

Bastard-Schneckenklee

Bei dieser auch als Bastard-Luzerne (bot. Medicago sativa ssp. varia) bezeichneten Art handelt es sich um eine Hybride aus den verwandten Sorten Medicago sativa (Luzerne) und Medicago falcata (Sichelklee). Die Pflanze ist mittlerweile verbreiteter als ihre Elternarten und ist sowohl in Kultur als auch in ihrer verwilderten Form sehr häufig anzutreffen. Essbar sind sowohl die reifen Hülsenfrüchte sowie die Pfahlwurzel, zudem dient eine Anpflanzung der Befestigung von Böschungen sowie zur Bodenverbesserung.

  • Erscheinungsbild: ausdauernd, aufsteigend bis aufrecht, verzweigt bis strauchartig
  • Blüte: recht klein, in langgestielten Trauben
  • Blütenfarbe: blau- bis dunkelviolett, auch Varianten mit grünlich-gelben oder grünlich-weißen Blüten
  • Blütezeit: Juni bis August
  • Blätter: wechselständig, dreizählig gefiedert mit länglichen Teilblättern
  • Wuchshöhe bis 80 Zentimeter
  • Standort: vornehmlich auf Trockenrasen und Trockenwiesen, an Wegrändern, Ackerrändern und Gebüschsäumen

Bastard Schneckenklee, Medicago sativa ssp. varia

Bitterklee

Die auch als Fieberklee (bot. Menyanthes trifoliata) bezeichnete Art ist etwas ganz besonderes unter den Kleearten: Sie wächst vor allem auf Feuchtwiesen und bevorzugt feuchte bis nasse Lebensräume. Aus diesem Grund wird der an seinen natürlichen Standorten selten gewordene Bitterklee gern zur Bepflanzung von Gartenteichrändern genutzt.

  • Erscheinungsbild: ausdauernd, locker, teppichbildend
  • Blüte: traubig
  • Blütenfarbe: rosa, weiß
  • Blütezeit: Mai bis Juni
  • Blätter: oval, dreifach gefiedert
  • Wuchshöhe: bis 30 Zentimeter

Bitterklee, Menyanthes trifoliata

Feldklee

Der Feldklee (bot. T. campestre) gehört zu den als Futter- und Düngepflanzen weit verbreiteten Sorten der Gattung Klee. Die Art wird bevorzugt als Bodenverbesserer gepflanzt, kommt aber auch in der Natur an vielen Standorten vor. Hier finden Sie ihn vornehmlich auf Trocken- bis Halbtrockenrasen, auf Frischwiesen, auf Böschungen und entlang von Äckern. Feldklee ist eine so genannte Zeigerart, die einen mageren Boden kennzeichnet.

  • Erscheinungsbild: einjährig, krautig, wächst aufrecht bis niederliegend
  • Blüte: klein, fünfzählig
  • Blütenfarbe: gelb
  • Blütezeit: Juni bis September
  • Blätter: klein, dunkelgrün, eiförmig, dreiteilig gefächert
  • Wuchshöhe: bis 30 Zentimeter

Feldklee, Trifolium campestre

Gelber Steinklee

Die auch als Echter Steinklee (bot. Melilotus officinalis) oder Honigklee bezeichnete Art ist in Europa weit verbreitet und vornehmlich an den Rändern von steinigen Wegen und Äckern vorzufinden. Es handelt sich um eine seit Jahrhunderten in der Volksmedizin genutzte Pflanze, die aber auch gern als Bienenweide in naturnah gestalteten Gärten angepflanzt wird.

  • Erscheinungsbild: mehrjährig, aufrecht und verzweigt
  • Blüte: traubig, bis zehn Zentimeter lang
  • Blütenfarbe: gelb
  • Blütezeit: Juni bis September
  • Blätter: wechselständig, unpaarig gefiedert, bildet Nebenblätter aus
  • Wuchshöhe: bis 100 Zentimeter, manchmal bis zu 200 Zentimeter

Gelber Steinklee, Melilotus officinalis

Hasenklee

Mit seinen an Weidenkätzchen erinnernden Blütenstand gehört der auch als Acker- oder Katzenklee bezeichnete Hasenklee (bot. T. arvense) zu den besonders attraktiven Kleearten. Der einjährige Klee wird vermutlich schon seit vorgeschichtlicher Zeit als Heilpflanze kultiviert und ist heute noch sehr zahlreich auf sandigen bis felsigen und trockenen Standorten in ganz Europa zu finden.

  • Erscheinungsbild: einjährig, krautig
  • Blüte: erinnert an Weidenkätzchen, lang behaart
  • Blütenfarbe: weiß-rötlich
  • Blütezeit: Juni bis Juli
  • Blätter: wechselständig, dreizählig, lanzettliche, gezähnte Fiederblätter
  • Wuchshöhe: bis 30 Zentimeter

Hasenklee, Trifolium arvense

Hoher Steinklee

Der Hohe Steinklee (bot. Melilotus altissimus) ist leicht mit dem Gewöhnlichen Steinklee zu verwechseln. Um die Art richtig zu bestimmen, ist ein Blick auf die Früchte besonders aufschlussreich: Die Früchte sind – im Gegensatz zu den kahlen Früchten des Echten Steinklees – mit weichen Haaren besetzt. Die Art war einst zwischen Europa und Japan weit verbreitet, ist mittlerweile jedoch eher selten geworden. Die Art wächst bevorzugt auf kalk- und stickstoffhaltigen, salzigen Böden.

  • Erscheinungsbild: zweijährig, krautig, verzweigt, aufrecht oder bogig
  • Blüte: traubig
  • Blütenfarbe: leuchtend gelb
  • Blütezeit: Juli bis September
  • Blätter: verkehrt-eiförmig und gezähnt, ungezähnte Nebenblätter
  • Wuchshöhe: bis 120 Zentimeter

Hoher Steinklee, Melilotus altissimus

Hornklee

In Deutschland ist der Gewöhnliche Hornklee (bot. Lotus corniculatus) weit verbreitet, zudem wird die Art gern als Futterpflanze und Bodenverbesserer angebaut. Die hübsche Pflanze ist zudem in Gärten des Öfteren zu finden, kann allerdings aufgrund ihrer starken Vermehrung schnell zum Problem werden. Die Art ist vor allem durch die namensgebenden, gekrümmten und schmalen Hülsenfrüchten zu bestimmen.

  • Erscheinungsbild: krautig
  • Blüte: schmetterlingsartig, in Dolden angeordnet
  • Blütenfarbe: leuchtend gelb
  • Blütezeit: Juni bis August
  • Blätter: unpaarig gefiedert, verkehrt eiförmig bis längliche Fiederblätter
  • Wuchshöhe: bis 40 Zentimeter
  • Standort: Heiden, Weiden, Wegränder, Kiefernwälder, an Meeresküsten

Hornklee, Lotus corniculatus

Hornsauerklee

Im Gegensatz zu anderen, erwünschten Kleearten kann der Gehörnte Sauerklee im Garten zum Problem werden. Denn der Hornklee (bot. Oxalis corniculata) macht sich vor allem in Rasenflächen breit und ist nur schwer daraus zu entfernen.

  • Erscheinungsbild: einjährig bis mehrjährig, kurzer Hauptspross mit kriechenden Seitensprossen
  • Blüte: fünfzählige Blütensterne
  • Blütenfarbe: gelb
  • Blütezeit: Mai bis Oktober
  • Blätter: wechselständig, dreiteilig gefiedert, typische Kleeblätter
  • Wuchshöhe: bis 20 Zentimeter

Blüte von Hornsauerklee

Weißer Steinklee

Melilotus albus ist ein in ganz Europa weit verbreiteter Klee, der dabei häufig zusammen mit dem gelb blühenden Echten Steinklee zu finden ist. Er wächst vornehmlich an Wegrändern, entlang von Bahnanlagen, in Kiesgruben und auf Schuttplätzen. Die Art ist während der Blütezeit leicht an ihrer charakteristischen Blütenform zu bestimmen.

  • Erscheinungsbild: zweijährig, krautig
  • Blüte: lange, aufrecht stehende Trauben mit zahlreichen Einzelblüten
  • Blütenfarbe: weiß
  • Blütezeit: Juli bis September
  • Blätter: wechselständig, dreifingrig, länglich-lanzettliche, gezähnte Fiederblätter
  • Wuchshöhe: bis 150 Zentimeter

Weißer Steinklee, Melilotus albus

Weißklee

Der Weiß- oder auch Kriechklee (bot. Trifolium repens) gehört neben dem Rotklee ebenfalls zu den am häufigsten vorkommenden und wahrscheinlich auch bekanntesten Klee-Sorten. Die Art wächst bevorzugt auf stickstoffhaltigen Böden auf Wiesen und Feldern sowie entlang von Wegrändern an. Des Weiteren ist dieser Klee nicht nur eine wichtige Futterpflanze, sondern lässt sich aufgrund seiner Trittfestigkeit auch gut als Rasenersatz verwenden.

  • Erscheinungsbild: ausdauernd, krautig, bis 70 Zentimeter tiefe Pfahlwurzel
  • Blüte: kugelig mit bis zu 80 winzigen Einzelblüten, duftend
  • Blütenfarbe: weiß
  • Blütezeit: Mai bis Oktober
  • Blätter: dreizählig mit fein gezähntem Rand
  • Wuchshöhe: bis 20 Zentimeter
  • Charakteristika: typische Blattzeichnung mit schmalen, bogenförmigen und weißgrauen Streifen auf dunkelgrünem Grund

Weißklee, Trifolium repens

Wiesenklee / Rotklee

Ein ausgesprochen bunter Klee ist der häufig als Futterpflanze angebaute Rotklee (bot. Trifolium pratense), bei dem es sich um eine Kulturform des in Europa weit verbreiteten Wiesenklees handelt. Die Art wächst vornehmlich auf Fettwiesen, in lichten Wäldern sowie auf Feldern und bevorzugt frische, nährstoffreiche Lehm- und Tonböden.

  • Erscheinungsbild: ausdauernd, krautig, aufrecht
  • Blüte: kugelförmige, vielblütige Blütenstände
  • Blütenfarbe: rötlich-violett
  • Blütezeit: Juni bis September
  • Blätter: wechselständig, dreiteilig gefiedert, leicht behaart
  • Wuchshöhe: bis 80 Zentimeter

Rotklee, Trifolium pratense