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Rosen vermehren durch Stecklinge Titel

Rosen vermehren: Stecklinge im Wasser bewurzeln

Wenn Rosen vermehrt werden sollen, dann gibt es verschiedene Methoden. Einfach geht das Vermehren über Stecklinge, bei denen aus einem einzigen längeren Zweig des Rosenstrauchs mehrere neue Pflanzen gezüchtet werden können.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • bester Zeitpunkt für Stecklinge zwischen Juni und August
  • Steckhölzer sollten im späten Winter geschnitten werden
  • aus einem Rosenzweig können mehrere Teilstücke genutzt werden
  • fertiger Steckling hat nur eine Länge von drei bis vier Zentimetern
  • bis auf ein Laubblatt alle Blätter am Steckling entfernen

Richtiger Zeitpunkt

Je nachdem, um welche Rosensorte es sich handelt, werden Stecklinge oder auch Steckhölzer genutzt. Hierzu sind aber verschiedene Zeitpunkte ideal, um diese den Rosenpflanzen zu entnehmen. So sehen die Zeitpläne für die Entnahme von Steckhölzern oder aber Stecklingen wie folgt aus:

  • Steckhölzer im späten Winter
  • vor dem Austrieb
  • Stecklinge während der Vegetationszeit
  • von Juni bis August
Steckling von Rose abschneiden mit einer Gartenschere

Vorbereitung

Um die Zweige für die Stecklingsvermehrung zu schneiden, wird das richtige Werkzeug benötigt. Eine Rosenschere ist hierbei die richtige Wahl:

  • Schneidwerkzeug auf Schärfe prüfen
  • säubern und desinfizieren
  • ergibt glatte und saubere Schnittfläche
  • es entsteht kein Schaden an Pflanze und Trieben

Tipp: Auch wenn Sie die Rosenschere sauber im Gartenschuppen verstaut hatten, sollten Sie die Schneidefläche dennoch vor dem Schneiden nochmals desinfizieren, damit Sie sicher gehen können, dass sich keine Bakterien oder Pilze hier festgesetzt haben.

Triebe entnehmen

Je nach Rosensorte und Entnahme von Steckling oder Steckholz zum Vermehren der Rose werden diese zum passenden Zeitpunkt geschnitten. Danach müssen die Stücke für das Bewurzeln vorbereitet werden:

StecklingSteckholz
– halbverholzten Zweig nutzen– nur verholzte Triebe nutzen
– Blüte und Spitze oberhalb eines Blattes entfernen– Spitze oberhalb entfernen
– in etwa vier Zentimeter lange Stücke schneiden– Steckholz etwa bleistiftlang schneiden
– an jedem Steckling ein Blatt belassen– besitzt weder Blätter noch Knospen
– ins Wasser stellen– ins Wasser stellen
Rosen Steckling schneiden mit der Gartenschere

Hinweis: Damit Sie hinterher noch wissen, welche Stecklinge oder Hölzer zu welcher Sorte gehören, sollten Sie diese direkt nach Sorten getrennt in das Wasser stellen und gegebenenfalls das Glas beschriften.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Nachdem die Steckhölzer und Stecklinge geschnitten wurden und im Wasser auf die weitere Verwendung warten, wird hierbei weiter gemäß der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung vorgegangen.

1. Schale für Anzucht vorbereiten

Idealerweise steht eine Schale eines Minigewächshauses zur Verfügung. Ist dies nicht der Fall, werden einzelne kleine Töpfe genutzt:

  • grundsätzlich Anzuchterde verwenden
  • Schalen hiermit füllen
  • besitzt durchlässige und feine Struktur
  • wenig gedüngt
  • dadurch wachsen Wurzeln schneller
  • Substrat in Schale andrücken

Tipp: Wenn Sie die Anzuchterde in der Schale ein wenig andrücken, stehen die Triebstücke später stabil in der Erde. Zudem wird bei angedrückter Erde vorab das Stecken der Stücke erleichtert.

2. Bewurzelungspulver

Die im Wasser wartenden bereits vorbereiteten Triebe werden diesem jetzt entnommen. Damit das Bewurzeln noch schneller erfolgt, gibt es einen Trick:

Rosen Steckling in Bewurzelungspulver
  • untere Enden in Bewurzelungspulver tauchen
  • ist im gut sortierten Gartenfachhandel erhältlich
  • Pulver besteht aus Extrakt von Algen
  • fördert die Wurzelbildung auf natürliche Weise

3. Einstecken

Es können mehrere Stecklinge oder Steckhölzer in eine Anzuchtschale gesteckt werden. Diese sollten sich hier jedoch nicht berühren:

  • so tief einstecken, dass Blätter direkt über Erde sind
  • Blätter sollten sich nicht berühren
  • Steckhölzer etwa drei bis vier Zentimeter einstecken
  • mit der Wuchsrichtung nach oben
  • ein oberes Auge sollte herausschauen
Rosen Steckling in Blumentopf

Tipp: Damit die ausgewählten gesunden Triebe auch gesund bleiben sollten Sie es unbedingt vermeiden, mit den Fingern an die Schnittstellen zu fassen. Denn auch hierdurch könnten Bakterien oder Viren in die Hölzer gelangen und diese so schädigen, dass es nicht zu einem Bewurzeln kommt.

4. Weitere Pflege

Nachdem die Rosenstecklinge in die Erde gesteckt wurden, bedarf es einiger Pflege, damit die Triebe bewurzeln und sich neue Rosen hieraus bilden können:

  • mit Wasser aus der Sprühflasche gut befeuchten
  • transparente Haube der Anzuchtschale überstülpen
  • einzelne kleine Töpfe unter abgeschnittene PET-Flasche setzen
  • hellen Platz wählen
  • keine direkte Sonne
  • heizt sonst zu sehr auf
  • regelmäßig lüften
Rosen Steckling befeuchten mit Sprühflasche

Tipp: Auch wenn die Anschaffung ein wenig teurer ist, eignet sich die Anzuchtschale für das Vermehren von Rosen besonders gut. Denn im Deckel ist in der Regel ein Schieber verbaut, mit dem sich die Luftfeuchtigkeit im Inneren regulieren lässt und somit ein gutes Klima für den Wuchs geschaffen wird.

5. Vereinzeln

Wenn die Rosenstecklinge und Steckhölzer Wurzeln gebildet haben, dann werde diese vereinzelt:

  • Bewurzelung dauert ca. acht Wochen
  • aus Blattachse oder Auge hat sich neuer Trieb entwickelt
  • vorsichtig die kleinen Rosen entnehmen
  • in einzelne Töpfe mit Rosenerde setzen
  • alternativ auch direkt ins Beet
  • muss vor Sonne weiterhin geschützt werden
  • einem sonnigen Beet daher Schatten bieten
  • Töpfe an hellen Platz ohne direkten Sonneneinfall
Rose pflanzen

Stecklinge ins Gartenbeet

Die geschnittenen Triebe können alternativ auch sofort ins Gartenbeet gesetzt werden. Hierzu sollte ein schattiger und leicht geschützter Standort gewählt werden:

  • lockere und humusreiche Erde ideal
  • direkt einstecken
  • mit Handschaufel Löcher vorstechen
  • unteren Teil in Bewurzelungspulver tauchen
  • Stecklingsbeet gut angießen
  • mit Folientunneln abdecken
  • Rosen weiter gleichmäßig feucht halten
  • der Austrieb beginnt hier erst im nächsten Frühjahr

Im Herbst wurden genügend Wurzeln gebildet, um die Rosen an den gewünschten Standort im Garten umzusetzen.

Tipp: Gerade die Steckhölzer sind gut dafür geeignet, direkt in ein Beet gesetzt zu werden.

Häufig gestellte Fragen

Ich möchte verschiedene Sorten vermehren, wie erkenne ich die Rosenstecklinge später?

Wenn Sie verschiedene Sorten Rosen in Ihrem Garten haben und mehrere hiervon mit Stecklingen vermehren möchten, dann gibt es einen einfachen Tipp, um die Stecklinge, an denen weder Blätter noch Blüten sind, gut zu erkennen. Schreiben Sie kleine Schildchen mit der Sorte und hängen diese an einen kleinen Stab den Sie jeweils neben den Steckling in den Topf geben. Alternativ können Sie auch kleine Steine oder anderes mit dem Namen der Rosenart beschriften.

Welche Rosensorten kann ich mit Stecklingen vermehren?

Bodendeckerrosen, Wildrosen und Zwergrosen eignen sich sehr gut für die Stecklingsvermehrung. Ebenso können Kletterrosen, Zwergrosen und die großen Strauchrosen gut mit Steckhölzern vermehrt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Stecklingen und Steckhölzern?

Bei den Stecklingen handelt es sich um halb verholzte Triebe, die noch mindestens ein Blatt besitzen. Diese werden während der Vegetationszeit geschnitten. Bei den Steckhölzern handelt es sich um komplett verholzte Triebe ohne Blätter. Diese werden während der Ruhezeit im späten Winter von der Pflanze entnommen.

Welche Triebe sind die besten für Rosenstecklinge?

Wenn im Sommer die Triebe entnommen werden, dann sollten Sie hier die diesjährigen Triebe nutzen. Das beste Material für die Vermehrung befindet sich hierbei in der Mitte eines Triebes. Die Zweigspitze sollten Sie immer entfernen, weil diese zu weich ist und faulen könnte.


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