Terrassenüberdachung aus Polycarbonat - Titel

Eine Terrassenüberdachung aus Polycarbonat bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich. Wie sich das Material in der Anwendung gestaltet, erfahren Sie hier.

Auf den Punkt gebracht

  • einfache Anbringung und Bearbeitung
  • geringes Gewicht
  • hohe Schlagfestigkeit auch im Vergleich zu Glas
  • kann lichtdurchlässig oder undurchlässig sein
  • niedrige Kosten für die Anschaffung

Was ist Polycarbonat?

Bei diesem Baumaterial handelt es sich um Kunststoffe. Sie werden aus Polyestern der Kohlensäure gefertigt. Es handelt sich in der Regel um Scheiben. Aufgrund der guten Formbarkeit können aber auch gewellte Formate oder Doppelstegplatten gefertigt werden.

Schlagfestigkeit

Im Gegensatz zu Glas ist Polycarbonat deutlich schlagfester. Abhängig von dem jeweiligen Material kann es bis zu 200mal so schlagfest sein und erträgt daher beispielsweise Regen, Hagel und sonstige Einflüsse deutlich besser.
In Regionen mit einer sehr hohen Niederschlagsrate sollte es also bevorzugt werden. Auch dann, wenn eine besonders lange Lebensdauer gewünscht ist, bietet sich diese Substanz an.

Terrassenüberdachung aus Polycarbonat
Doppelstegplatten aus Polycarbonat werden oft als Terrassenüberdachung genutzt.

Formen

Die Formen der Terrassenüberdachung aus Polycarbonat werden grundlegend in drei Varianten unterteilt. Dabei handelt es sich um:

  • Doppelstegplatten
  • Scheiben
  • Wellenprofile

Doppelstegplatten haben den Vorzug, dass sie durch das Profil des Materials Hohlräume aufweisen. Dadurch ist gegeben, dass sich die Luft darin erwärmt. Diese Form fungiert also als eine Art Isolierung. Tagsüber hält sie die Hitze fern. Nachts gibt sie die Wärme hingegen ab. Scheiben sind einfach anzubringen und optisch wirken sie besonders modern. Doch die Fugen dazwischen und das Reinhalten der einzelnen Elemente kann sich umständlich gestalten. Optisch ist das Dach vor allem praktisch. Durch die Wellenform fließt Wasser problemlos ab und sonstiger Niederschlag kann davon abgleiten. Das ist vor allem dann günstig, wenn eine Regenrinne vorhanden ist und das Wasser gesammelt werden soll.

Vorzüge

Die Terrassenüberdachung aus Kunststoff bringt gleich mehrere Vorzüge mit sich. Darunter beispielsweise:

  • einfache Anbringung und Bearbeitung
  • geringer Preis
  • geringes Gewicht
  • große Auswahl bei der Gestaltung in Form und Farbe
  • hohe Schlagfestigkeit
  • simples Zuschneiden

Im Vergleich zu Glas oder Plexiglas ist es also die deutlich praktischere Basis.

Tipp: Neben dem Material sollte auch die Form überdacht werden. Denn diese entscheidet häufig über den Nutzen.

Doppelstegplatten aus Polycarbonat
Doppelstegplatten aus Polycarbonat lassen sich leicht an der vorgesehenen Konstruktion befestigen.

Potenzielle Nachteile

Mit der Zeit kann der Kunststoff durch UV-Strahlung oder Ausdehnung und Zusammenziehen sowie Niederschlag stumpf werden. Der Lichteinfall ist dann nicht mehr ideal. Hinzu kommt, dass der Kunststoff brüchig, rissig und damit durchlässig werden kann. das gilt sowohl für kalte Luft als auch für Regen und anderen Niederschlag. Wer abends lange auf der Terrasse sitzen möchte, kann mit anderen Belägen besser beraten sein. Denn der Kunststoff speichert Hitze nicht lange. Das Auskühlen erfolgt also unweigerlich.

Alternativen

Alternativen zu diesem Kunststoff stellen vor allem Glas und Acryl dar. Dachpappe und Ziegel sind aber ebenfalls valide Optionen. Als temporäre Terrassenüberdachung eignet sich auch ein Pavillon.

Erfahrungen

Profitieren Sie von den Erfahrungen, die andere bereits mit einer Terrassenüberdachung aus Polycarbonat gemacht haben. Wir haben für Sie recherchiert.

Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit, wurden kleine Rechtschreibfehler (Leerzeichen, Buchstabendreher, etc.) in den Zitaten korrigiert. Die genauen Quellen sind dabei unter der Angabe des jeweiligen Forums verlinkt.

[…] Polycarbonat ist wesentlich alterungsbeständiger als Plexiglas, verkratzt nicht so leicht, vergilbt nicht und ist hagelfester . Ich hab jetzt seit 8 Jahren Stegdoppelplatten aus Polycarbonat (Makrolon von BASF) auf meinem Wintergarten, und die sehen immer noch aus wie am ersten Tag. […]Quelle: www.haustechnikdialog.de; Nutzer: Georg 10; Datum: 04.05.2007

Seit einigen Wochen haben wir eine derartige Überdachung auf einer unserer Terrassen. Wir haben als Material Polycarbonatplatten gewählt. Es hat die gleichen Abmessungen und Formen wie Acrylglas, ist aber bei gleichem Gewicht wesentlich stärker. Polycarbonat ist der derzeit teuerste aber stabilste Werkstoff für diese Art der Bedachung (es werden aus diesem Material auch Autofensterscheiben gebaut, die überwiegend bei der Polizei zum Einsatz kommen) […]. Hagel oder Schnee können da keinen Schaden anrichten. Aufgrund des Gefälles von 7 % ist das Polycarbonat bei Regen selbstreinigend.

Quelle: www.hausgarten.net; Nutzer: irubis; Datum: 15.07.2008

Stegdoppelplatten haben etwas von Laubengarten Romantik mit Ästhetik haben Sie nichts zu tun. Sicherheitsglas ob mit Draht oder Klarglas 2 Scheiben mit Folie verklebt. Es sind Welten im Unterschied bei der Ansicht und auch bei der Wertsteigerung eines Hauses (oder Minderung )

Quelle: www.haustechnikdialog.de; Nutzer: meierle; Datum: 06.05.2007

Häufig gestellte Fragen

Warum lieber Polycarbonat als Glas oder Acryl?

Weil es leichter und beständiger ist. Der Kunststoff lässt sich zudem einfacher bearbeiten.

Wie lässt sich der Kunststoff verlegen?

Am besten auf einer Basis beziehungsweise einem Gerüst. Hier können die einzelnen Elemente festgeschraubt werden.

Ist eine spezielle Pflege erforderlich?

Nein. Es empfiehlt sich jedoch, die Elemente zu kontrollieren. Dieses Überprüfen sollte am besten regelmäßig erfolgen. Denn kleine Schäden lassen sich leichter ausgleichen als große Risse.