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Hilfe: Aloe vera hat gelbe Spitzen und Blätter

Hilfe: Aloe vera hat gelbe Spitzen und Blätter

Sie ist Zierpflanze und Heilpflanze zugleich, die Aloe. Die dickfleischigen Blätter einer erwachsenen Pflanze können bis zu 100 cm lang werden. Aber was, wenn sich Blätter oder Blattspitzen der Aloe vera gelb verfärben?

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • Aloe vera speichert in ihren fleischigen Blättern Wasser und Nährstoffe
  • Krankheiten und schlechte Kulturbedingungen zeigen sich meist an den Blättern an bräunlichen oder gelben Verfärbungen
  • das eine oder andere gelbe Blatt an älteren Pflanzen, ein ganz natürlicher Vorgang
  • bei jüngeren Exemplaren meist ein Indiz für gravierende Fehler bei der Pflege

Ursachen für Gelbfärbung

Die gelben Blätter an ihrer Aloe vera kann verschiedene Ursachen haben.

Lichtmangel

Aloe Windschutz

Blattverfärbungen bei der Echten Aloe (Aloe vera) können unterschiedliche Ursachen haben wie z. B. Lichtmangel. An ihren natürlichen Standorten kann sie bis zu 12 Stunden Sonne täglich genießen. Da diese Pflanze hierzulande als Zimmerpflanze kultiviert wird, sollten die Bedingungen denen in der Natur angepasst werden.

  • Standort im Wohnzimmer warm und sonnig
  • an zu dunklen Plätzen gelbe Blätter und/oder gelbe Spitzen
  • gelbe Spitzen meist erstes Anzeichen
  • Blätter werden abgeworfen
  • sofortiger Standortwechsel empfehlenswert
  • sonniger Platz vor einem Südfenster optimal
  • etwa einen Meter von Fensterscheibe entfernt

Natürlich kann man Lichtmangel nicht bekämpfen, aber man kann ihn beheben. Damit die Pflanze rundum gut mit Licht versorgt wird, sollte man sie gelegentlich etwas drehen. Im Sommer steht sie auch gerne im Freien an einem Platz mit viel Sonnenlicht. Wurde die Pflanze neu gekauft, sollte man sie erst langsam an die Sonne gewöhnen, um derartige Blattschäden zu vermeiden.

Tipp:

Die Blätter der Aloe vera können bei zu intensiver Sonneneinstrahlung durchaus auch einen Sonnenbrand erleiden und gelb werden. Der äußerst sich meist an orangen bis rötlichen Verfärbungen, die bei einem Standortwechsel in der Regel verschwinden.

Ungeeignetes Substrat

Wenn sich gelbe Blätter an der Aloe zeigen, kann das auch an einem ungeeigneten Substrat liegen. Meist ist die Erde nicht durchlässig genug, es besteht die Gefahr von Staunässe. Die Wurzeln können sich nicht optimal ausbreiten bzw. entwickeln. Am besten topft man betroffene Pflanzen in besseres Substrat um.

  • Substrat sollte mineralisch, humusarm und nährstoffreich sein
  • handelsübliche Kakteen- und Sukkulentenerden bestens geeignet
  • sandiges, trockenes und kalkhaltiges Substrat ebenfalls bewährt
  • gegebenenfalls eine eigene Mischung herstellen
  • aus hochwertiger Kübelpflanzenerde, etwas Sand und grobkörnigen Anteilen wie Kies oder Blähton

Weniger gut geeignet ist reine Blumenerde, sie speichert sehr viel Wasser, was wiederum Staunässe und Wurzelfäule verursachen kann. Auch Blähtongranulat und Sand sind ungeeignet, beide enthalten selbst keinerlei Nährstoffe und bieten der Pflanze kaum Halt.

Zu viel Nässe

Gelbe Spitzen und gelbe Blätter an ihrer Aloe vera sind in den meisten Fällen die Folge von zu viel Nässe. Pflanzen wie die Aloe vera kommen über eine längere Zeit gut mit Trockenheit zurecht, sodass es schnell zu einer Verwässerung kommen kann. Meint man es beim Gießen zu gut, kann die Aloe nachhaltig geschädigt werden. Stellt man entsprechende Schäden fest, sollte die Pflanze unverzüglich in frisches und vor allem trockenes Substrat umgetopft werden.

  • Pflanze aus dem Topf nehmen
  • vernässtes Substrat entfernen
  • alle fauligen Teile der Wurzel herausschneiden
  • idealerweise den Ballen abspülen
  • Topf gründlich reinigen oder neuen verwenden
  • Drainagematerial auf den Topfboden geben
  • darauf frisches, trockenes Substrat
  • Pflanze einsetzen, Erde leicht andrücken
  • frühestens nach zwei bis drei Wochen wieder gießen

Die Folgen von zu viel Nässe lassen sich eigentlich nicht bekämpfen, aber auf jeden Fall vermeiden. Vorbeugen kann man ihr, indem man vor jedem Gießen die Fingerprobe macht und so den Gießbedarf testet. Restwasser, das sich nach dem Gießen in Untersetzern sammelt, sollte nach etwa zehn Minuten entfernt werden.

Weitere Anleitungen zum Umtopfen der Aloe vera:

Wassermangel

Aloe-Vera überwässert

Die Aloe vera benötigt in der Regel nur wenig Wasser, denn sie kann es wochenlang in ihren dickfleischigen Blättern speichern. Trotz allem kann sie bei länger andauernder Trockenheit Schaden nehmen. Erste Anzeichen sind schlaffe, gelbe Blätter. Um Abhilfe zu schaffen, sollte man zunächst sicherstellen, dass sie an einem geeigneten Standort steht. Dann sollte man langsam wieder mit dem Gießen beginnen. Am besten nimmt man sie vorsichtig aus dem Topf und stellt sie für einige Minuten in ein mit Wasser gefülltes Gefäß. Das Wasser sollte dabei nicht zu kalt sein. Nach dem Tauchen das Wasser gut ablaufen lassen. Steht die Aloe draußen in der Sonne, benötigt sie in der Regel etwas mehr Wasser.

Kalkchlorose

Gelbe Spitzen und Blätter können auch Hinweis auf eine sogenannte Kalkchlorose sein, die durch das Gießen mit kalkhaltigem Wasser begünstigt wird. Das lässt den Kalkgehalt im Boden stark ansteigen, was wiederum dazu führt, dass die Pflanze keine Nährstoffe mehr aufnehmen und in die Blätter transportieren kann. Um eine Kalkchlorose zu bekämpfen, ist der komplette Austausch des Substrates notwendig, denn das ist am wirksamsten. Indem man zum Gießen ausschließlich kalkfreies Wasser verwendet, kann man einer erneuten Erkrankung vorbeugen. Darüber hinaus ist es ratsam, ausschließlich mit kalkfreiem Regenwasser zu gießen. Ist das nicht möglich, kann man gegebenenfalls auch mit Leitungswasser gießen, dass mindesten drei Tage abgestanden sein sollte.

Überdüngung

Eine weitere Ursache für gelbe oder bräunliche Spitzen und Ränder kann eine Überdüngung sein. Die Aloe vera ist eine Pflanze, die mit sehr wenig Dünger auskommt. Auch in der freien Natur gedeiht sie auf nicht fruchtbaren Böden. Meint man es zu gut mit dem Dünger, kann es schnell zu einer Überdüngung kommen. Ist das der Fall, sollte auch hier am besten in frisches Substrat umgetopft werden. Künftig reicht es aus, einmal im Frühjahr etwas Dünger zu verabreichen, bestenfalls einen handelsüblichen Kakteen-Dünger.

Tipp: Wer zum Düngen zu einem Universaldünger greift, sollte diesen entsprechend verdünnen. In der Regel ist ein Viertel der empfohlenen Dosis ausreichend.

Weitere Informationen rund um die Aloe vera

Häufig gestellte Fragen

Können Feuchtigkeitsmesser zu viel Nässe vorbeugen?

Ein Feuchtigkeitsmesser oder auch Hydrometer kann den aktuellen Feuchtigkeitsgehalt des Substrates schnell und präzise ermitteln und somit eine Verwässerung aber auch einen zu trockenen Boden zuverlässig verhindern.

Kann man gelbe und trockene Blattspitzen einfach abschneiden?

Sind nur die Spitzen einiger Blätter von Verfärbungen und Welke betroffen, ist es problemlos möglich diese Stellen abzuschneiden. Allerdings sollte sich der Schnitt noch innerhalb der Verfärbung befinden und nicht bis ins Grüne, bzw. gesunde Gewebe geschnitten werden. Ansonsten würde man der Aloe eine neue Wunde zufügen, die ihr viel Energie zur Wundheilung abverlangt.

Können gelbe Spitzen oder gelbe Blätter auch die Folge von Zugluft sein?

Die Möglichkeit besteht, denn die Aloe mag weder kalte Luft noch Zugluft. Zudem sollte man sie keinen starken Temperaturschwankungen aussetzen. Die Raumtemperatur sollte idealerweise zwischen 22 und 25 Grad liegen und im Winter nicht unter fünf Grad fallen.

Autor
Maria liebt die exotische Pflanzenwelt. Neben ihrem Zitronenbaum "John Lemon" findet man bei ihr Zuhause unter anderem auch ein Avocado-Bäumchen und eine Ananas-Pflanze.
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