überwässerte Aloe-Vera

Wenn Sie ihre Aloe-Vera überwässert haben und die Pflanze nun verfault, müssen Sie entsprechende Maßnahmen und Hilfsmittel anwenden, um das Gewächs zu retten. Die wichtigsten Tipps gibt es hier.

Auf den Punkt gebracht

  • Staunässe zu vermeiden ist die beste Variante
  • Verfaulen kann auch auf Kälte oder Luftfeuchtigkeit zurückzuführen sein
  • Retten ist möglich
  • schnelles Einsetzen der Hilfsmittel erforderlich
  • Hilfsmaßnahmen im Idealfall kombinieren

Vorbeugung

Im Idealfall sind die Kulturbedingung so auf die Aloe-Vera abgestimmt, dass die Pflanze nicht verfault. Wichtig sind dafür:

Aloe-Vera überwässert
Eine Aloe-Vera Pflanze darf auf keinen Fall zu viel gegossen werden, sonst verfault sie.
  • geringe Luftfeuchtigkeit
  • nur nach Bedarf gießen
  • ausreichend warmer Standort
  • Abfluss sicherstellen, beispielsweise durch Drainageschicht
  • passendes Substrat wählen

Aloe-Vera überwässert: Maßnahmen

Haben die Aloe-Vera zu häufig oder in zu großen Mengen gewässert, dann ist schnelles Handeln gefragt. Wichtig sind die folgenden Schritte:

  1. Substratwechsel: Wenn das Gewächs verfault, sollten Sie zuerst die Erde wechseln. Dadurch werden die überschüssige Feuchtigkeit und Keime entfernt. Von entscheidender Bedeutung ist, dass Sie eine sterile Sukkulenten-Erde als Ersatz wählen. Alternativ kann ein durchlässiges, lockeres Substrat mit Sandanteil zum Einsatz kommen.
  2. Drainage einfügen: Eine Schicht aus Tonscherben oder Steinen stellt sicher, dass das Wasser gut abfließen kann und keiner erneuter Schaden durch zu viel Wasser entsteht.
  3. Verfaulte Abschnitte entfernen: Bevor Sie die Aloe in das frische Substrat setzen, sollten Sie alle verfaulten Pflanzenteile entfernen. Entscheidend ist dabei, saubere Schnittwerkzeuge zu verwenden und die Klingen nach jedem Schnitt zu reinigen. Anderenfalls können wiederum Krankheitserreger auf die offenen, feuchten Schnittflächen gelangen. Selbst wenn Sie die Pflanze dann nicht erneut überwässern, müssen Sie mit wiederkehrender Fäulnis rechnen.
  4. Die Schnittflächen abtrocknen lassen: Sowohl an den Wurzeln als auch an abgeschnittenen Blättern sollten die Schnittflächen abtrocknen und sich schließen können. Abhängig von dem Wetter, den Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit kann dieser Prozess wenige Tage aber auch bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Danach kann das Gewächs oder die Stecklinge wieder in die Erde eingesetzt werden.
  5. Sparsam mit dem Wasser umgehen: Haben Sie die Aloe-Vera wirklich überwässert, sollte das Substrat zunächst trocken bleiben. Zudem ist es empfehlenswert, die Gießmenge und -häufigkeit zu reduzieren.
Aloe-Vera bekommt matschige Blätter

Tipp: Das Substrat kann steril gemacht werden, indem es bei 100 bis 150 °C für etwa eine Stunde im Ofen oder für fünf bis zehn Minuten in der Mikrowelle erhitzt wird. Ideal ist es, das Erhitzen in Intervallen mit kurzen Pausen durchzuführen. Dadurch kann ein Verbrennen vermieden werden. Keime werden jedoch sicher abgetötet und nicht nur Fäulnis kann vermieden werden.

Temperatur

Ein Grund dafür, dass eine Aloe-Vera sehr einfach überwässert werden kann, ist eine zu geringe Temperatur. Die Pflanze hat ihren Ursprung in warmen, trockenen Regionen. Ebenso sollte sie auch kultiviert werden. Warme und sonnige Bereiche mit geringer Luftfeuchtigkeit sind daher ideal. Das Südfenster im Wohnzimmer ist optimal geeignet. Eine eher kalte Küche sollten Sie hingegen ebenso meiden wie ein ungeheiztes Badezimmer. Nahe einer oft genutzten Heizung an einem hellen Platz ist sie bestens aufgehoben.

Häufig gestellte Fragen

Wie warm sollte die Aloe-Vera stehen?

20 bis 25 °C sollten es sein. Ideal ist es, die Temperaturen ganzjährig möglichst gleich zu halten. Eine Überwinterung bei niedrigeren Temperaturen benötigt das Gewächs nicht. Wichtig ist, je kühler die Aloe steht, umso weniger Wasser sollte gegeben werden.

Wie oft muss die Aloe kontrolliert werden?

Am besten wöchentlich. Wurde sie überwässert, kann durch einen zeitnahen Erdwechsel verhindert werden, dass sie verfault. Es reicht bei der Kontrolle allerdings nicht, die Erde nur oberflächlich auf den Feuchtigkeitsgehalt zu überprüfen. Viel wichtiger ist, die Wurzeln und den Boden des Pflanzgefäßes anzusehen.

Verträgt die Aloe kalkhaltiges Wasser?

In geringen Mengen ist Kalk unproblematisch. Weiches Wasser ist allerdings die bessere Wahl und belastet die Pflanze nicht. Geeignet sind Regenwasser, abgestandenes Leitungswasser und Teichwasser.

Darf die Pflanze von oben gegossen werden?

Nein. Bereits der bloße Kontakt zu Wasser kann die Blätter faulen lassen. Das Gießen sollte daher immer von unten erfolgen. Aus diesem Grund ist auch das Besprühen der Blätter nicht angeraten.