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Fette Henne: braune Flecken/gelbe Blätter: was tun?

Pflanzen, die unter der Bezeichnung Fette Henne zusammengefasst werden, sind im Allgemeinen äußerst robust gegenüber Krankheiten und Schädlingsbefall. Trotzdem kann es vorkommen, dass die Fette Henne gelbe Blätter oder braune Flecken bekommen.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • Fette Henne als Sammelbezeichnung für verschiedene Pflanzenarten
  • gelbe Blätter oder braune Flecken kommen selten vor
  • Pflegefehler oft ursächlich

Fette Henne

Die Bezeichnung „Fette Henne“ steht in erster Linie für die Pflanzengattung Sedum aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Zu den gut 420 Arten gehört beispielsweise der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre). Neben den Sedumarten findet sich der Begriff „Fetthenne“ aber auch als Trivialname für die Große Fetthenne (Hylotelephium telephium). Bei dieser Bezeichnung handelt es sich um eine Sammelart, die mehrere Kleinarten umfasst, die nah miteinander verwandt sind. Gemeinsames Kennzeichen aller fetten Hennen sind ihre dicken, fleischigen Blätter.

Prächtige Fetthenne (Hylotelephium spectabile)
Prächtige Fetthenne (Hylotelephium spectabile) als eine Unterart der Großen Fetthenne

Blattfleckenkrankheit

Bei der Blattfleckenkrankheit handelt es sich um eine Pilzinfektion. Sie tritt meist ab Juli auf. Hauptverursacher ist der Pilz Septoria sedi. Dieser zeigt sich in Form von braunen Flecken, deren Zentrum grau ist. Die Fleckengröße beläuft sich auf zwei bis drei Millimeter im Durchmesser. Kann sich der Pilz ungestört entwickeln, verbreitet er sich über Spritzwasser. Bei starkem Befall kommt es zum Laubabfall.

Gegenmaßnahmen

Da die Blattfleckenkrankheit kaum zu bekämpfen ist, sollten Sie alle befallenen Pflanzenteile abschneiden. Topfpflanzen sollten Sie isolieren. Ausgepflanzte Fette Hennen sollten Sie ausgraben, um die Verbreitung des Pilzes einzudämmen.

Blattfleckenkrankheit

Hinweis: Pflanzenteile, die mit der Blattfleckenkrankheit infiziert sind, dürfen nicht auf dem Kompost entsorgt werden, da sich die Pilzsporen von dort verbreiten können. Idealerweise geben Sie den Abfall eine Tüte. Diese verschließen Sie und entsorgen sie mit dem Hausmüll.

Sonnenbrand

Sonnenbrand bei der Fetten Henne zeigt sich in Form von unregelmäßigen, braunen Flecken auf den Blättern. Besonders groß ist die Gefahr für Exemplare, die drinnen überwintert haben. Diese müssen zu Beginn der warmen Jahreszeit erst an die direkte Sonne unter freiem Himmel gewöhnt werden:

  • ein bis zwei Wochen draußen an einen halbschattigen bis schattigen Platz stellen
  • etwas Morgen- oder Abendsonne wird vertragen

Nach der Eingewöhnungsphase kommt die Fette Henne an ihren endgültigen Standort im Freien. Dieser darf ruhig sonnig sein. Pralle Mittagssonne sollte jedoch vermieden werden, damit die Blätter in der Sonne nicht erneut verbrennen.

Hinweis: Braune Flecken, die durch zu starkes Sonnenlicht entstanden sind, bilden sich nicht mehr zurück.

Wurzelfäule

Ist die Erde durch gießen und Regen zu nass geworden, bildet sich Staunässe, die die Wurzeln der Fetten Henne verfaulen lässt. Oberirdische Zeichen für die Wurzelfäule bei der Fetten Henne sind braune Flecken oder gelbe Blätter.

Pflanze retten

Ob die Fette Henne noch zu retten ist, hängt vom Zustand der Wurzeln ab. Gehen Sie wie folgt vor:

  • Pflanze ausgraben
  • verfaulte Wurzelteile entfernen
  • Fette Henne an einem besseren Standort einsetzen
Prächtige Fetthenne (Hylotelephium spectabile)
Prächtige Fetthenne (Hylotelephium spectabile)

Tipp: Wurzelfäule bzw. Staunässe können Sie vorbeugen, indem Sie am Boden von Topf oder Pflanzloch eine Drainage aus Tonscherben und/oder Kies anlegen.

Häufig gestellte Fragen

Kann es sich bei braunen Flecken auch um tierische Schädlinge handeln?

Ein Befall mit Schädlingen, die als braune Flecken auf den Blättern zu erkennen sind, kommt bei Fetthennen eher selten vor. Bemerken Sie Fraßspuren in Form von runden Buchten hat sich der Dickmaulrüssler eingenistet. Da sich seine Nachkommen von den Wurzeln ernähren, sollten Sie die Pflanze ausgraben und in frisches Substrat bzw. an einem neuen Standort einpflanzen.

Wie gefährlich sind gelbe Blätter für die Fette Henne?

Welche Gefahr hinter gelben Blättern steckt, lässt sich pauschal nicht beantworten. Da die Blattverfärbung jedoch kein gutes Zeichen ist, sollten Sie nach der Ursache forschen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Wie kann ich Blattverfärbungen vorbeugen?

Die besten Mittel gegen Krankheiten und Schädlinge sind ein guter Standort und die richtige Pflege. Damit sorgen Sie dafür, dass die Fette Henne gesund und kräftig gedeiht. Dies macht Sie widerstandsfähiger.


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