Gartenpumpe saugt kein Wasser mehr an: was tun? | 7 Tipps

Die Gartenpumpe ist ein essentielles Gerät, welches das Fördern von Wasser erleichtert. Wurden früher noch Schwengelpumpen eingesetzt, wird eine moderne Pumpe heute durch Strom betrieben und kann je nach Ausführung fest installiert oder mobil sein. Das macht die Anwendungsmöglichkeiten des Geräts äußerst umfangreich. Problematisch wird es, wenn das Gerät nicht mehr Wasser zieht und dadurch die Funktion eingeschränkt wird. Wenn Ihre Pumpe nicht mehr saugt, finden Sie hierzu hilfreiche Tipps.

Gartenpumpe saugt nicht mehr

Wenn sich plötzlich die eigenen Gartenpumpe verabschiedet, wird es problematisch, Wasser aus dem Brunnen oder den dafür vorgesehenen Leitung zu fördern. Wenn Sie nur vergessen haben, das Gerät an den Strom anzuschließen, lässt sich der Fehler leicht beheben. In den meisten Fällen liegt der Fehler aber woanders, abhängig von der Stromversorgung. Hier ist es wichtig, mögliche Ursachen miteinander zu vergleichen und entsprechend zu handeln. Weiter unten finden Sie 7 Tipps, durch die Sie schnell auf eine geeignete Lösung kommen. Davor ist es aber wichtig, über die zwei Typen der Gartenpumpen Bescheid zu wissen:

Pumpentypen

Saugpumpen

Saugpumpen nutzen einen Unterdruck, um das Wasser zu fördern. Unterdruckpumpen funktionieren nur ab und bis zu einer bestimmten Förderhöhe, was die gesamte Funktion ausmacht. Das kühle Nass wird aufgrund des Drucks angesaugt, nach oben transportiert und steht auf diese Weise dem Gärtner zur Verfügung. Die Gartenpumpe wird im Vergleich zu den Verdrängerpumpen außerhalb des Wassers positioniert.

Verdrängerpumpen

Dieser Pumpentyp ist den meisten Gärtnern als Tauchpumpe bekannt, da diese komplett ins Wasser getaucht werden müssen, um zu funktionieren. Ebenso sind damit Kreiselpumpen gemeint. Diese Variante fördert auf hydraulische Weise, indem die Flüssigkeit verdrängt wird. Es wird dadurch in die Förderleitung umgeleitet und kann genutzt werden. Genau diese Funktion kann die Ursache für mögliche Probleme sein.

Nun haben Sie einen guten Überblick über die verschiedenen Pumpentypen und können überprüfen, welche Form Sie selbst im Garten benutzen. Denken Sie daran: Saugpumpen funktionieren abseits des Wassers, während Sie Verdrängerpumpen direkt in dieses setzen müssen. Dadurch lässt sich noch leichter herausfinden, was für einen Pumpentyp Sie verwenden. Für beide finden sich nämlich spezielle Ursachen, die sie am Saugen hindern könnten. Aus diesem Grund ist der direkte Vergleich notwendig.

Gartenpumpe

Ursachen beheben

Luft

Luft ist eines der häufigsten Probleme in Bezug auf die Funktion der Pumpen. Über die Zeit sammelt sich Luft im Gerät an, wodurch kein Wasser mehr gezogen werden kann. In diesem Fall ist es wichtig, die Pumpe zu entlüften, um die Funktion zu ermöglichen. Das ist besonders wichtig, wenn Sie sich ein neues Modell zugelegt haben, weil sich im Förderschlauch nach dem Auspacken noch viel Luft befindet. Gehen Sie in diesem Fall wie folgt vor:

  • Gebrauchsanleitung der Förderpumpe nutzen
  • Anleitung zum Entlüften in der Gebrauchsanweisung suchen
  • unterscheidet sich von Hersteller zur Hersteller
  • Pumpen entlüften

Danach sollte diese wieder funktionsfähig sein. Ist dies nicht der Fall, kann ein Defekt oder ein anderes Problem vorliegen. Besonders wichtig ist das bei Modellen, die über eine automatische Entlüftung verfügen. Funktioniert diese nur ungenügend, ist die Pumpe beschädigt und Sie sollten diese reparieren.

Tipp: Wenn Sie noch stolzer Besitzer einer Schwengelpumpe sind, kann ebenso Luft in der Pumpe das Problem sein. Gehen Sie aus diesem Grund wie bei den anderen Pumpen vor und entfernen Sie die Luft aus dieser, um sie wieder nutzen zu können.

Dichtigkeit

Neben Problemen mit der Luft kann die Dichtigkeit mehrerer Komponenten der Pumpe das Problem sein. Ist eine der folgenden Komponenten gebrochen oder nicht mehr funktionsfähig, zieht das Gerät kein Wasser mehr:

  • Schlauch
  • Dichtungen
  • Ventile

Vor allem sind es die Saugschläuche, die beschädigt sind, wenn die Gartenpumpe nur schlecht saugt. Aus Rissen oder kleinen Löchern dringt das Wasser und es können aus diesem Grund nur geringe Mengen gefördert werden, was nicht ideal für den Einsatz im eigenen Garten ist. Besonders ärgerlich ist das, wenn Sie auf das Wasser dauerhaft angewiesen sind. Überprüfen sie also die einzelnen Komponenten und wechseln Sie diese je nach Notwendigkeit aus.

Tipp: Achten Sie bei einem Schlauch aus mehreren Elementen noch stärker auf die Dichtigkeit. Wenn die Verbindungsstellen nur mäßig geschlossen oder sogar gebrochen sind, kann die Pumpe kein Wasser mehr pumpen.

Verstopfung

Eine weitere, typische Ursache ist die mögliche Verstopfung des Förderschlauchs oder der Pumpe selbst. Vor allem Laub wird gerne angesaugt und verstopft aus diesem Grund die Gartenpumpe, während Schlamm oder Erde häufig direkt den Schlauch unbrauchbar machen. Liegt der Verdacht auf einer Verstopfung, sollten Sie die Gartenpumpe überprüfen und reinigen. Ziehen Sie sich hier ruhig Handschuhe an, denn selbst in gut gepflegten Gärten kann es vorkommen, dass es zu Verstopfungen aufgrund der merkwürdigsten Dinge kommen kann. Verstopfungen können nach einiger Zeit sogar zum Brechen der Schläuche führen.

Herbstlaub

Tiefe des Wassers

Mit der Wassertiefe ist der vorhandene Wasserstand gemeint, der ausreichend für den entsprechenden Pumpentyp sein muss. Gerade bei Tauchpumpen ist eine bestimmte Wassertiefe notwendig, damit das Gerät komplett im Wasser versinken und somit die vorgesehene Funktion ausführen kann. Je nach Größe der Pumpen ist eine andere Wassertiefe notwendig, denn kleinere Geräte benötigen weniger Wasser, um komplett bedeckt zu sein, ohne den Boden zu berühren. Die benötigte Tiefe ist in den meisten Fällen in der Gebrauchsanweisung verzeichnet. Erhöhen Sie als Lösung den Wasserstand etwas und schauen, ob das Gerät wieder saugt.

Tipp: Falls Sie eine Saugpumpe benutzen, überprüfen Sie, ob die Ansaugöffnung komplett bedeckt ist. Liegt die Öffnung zur Hälfte im Wasser, lässt sich nur eine entsprechend geringe Menge Flüssigkeit fördern.

Ansaugleitung

Ebenso wichtig wie die Wassertiefe ist die Ansaugleitung. Damit ist die unterstützte Länge des Förderschlauchs gemeint, die das Gerät in Bezug auf die Förderleistung ermöglichen kann. Je höher diese Leistung ist, desto länger kann der Förderschlauch sein, wodurch bestimmte Wassertiefen leichter zu überwinden sind. Hochwertige und effektive Geräte unterstützen Ansaugleitungen bis zu Tiefen von sieben bis neun Metern. Solch eine Ansaugleitung ist ideal, um selbst aus großen Tiefen Wasser zu schöpfen. Achten Sie darauf, dass die Ansaugleitung einzig durch die Förderleistung definiert wird. Falls Sie eine größere Förderleistung benötigen, müssen Sie wohl oder übel ein neues Gerät beschaffen.

Tipp: Ebenso kann ein Problem mit dem Fußventil vorliegen, wenn dieses beschädigt ist oder schlichtweg fehlt. Checken Sie das untere Ende des Saugschlauchs nach dem Fußventil und ersetzen Sie dieses, falls es undicht oder verschlissen ist, um die Pumpe wieder zum Laufen zu bringen.

Falscher Pumpentyp

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Gartenpumpe darauf, dass es sich auch wirklich um ein selbstansaugendes Gerät handelt. In vielen Fällen wählen Menschen das falsche Modell aus, um auf die verschiedenen Saugtypen zu achten. So gibt es zwei Typen:

1. Nicht selbstansaugend

Bei dieser Variante muss die Saugleitung die gesamte Nutzungsdauer über mit Wasser gefüllt sein, um die Funktion zu unterstützen. Fehlt die Flüssigkeit, zieht das Gerät nur ungenügend oder die Funktion bleibt aus. Als Konsequenz können Sie die Gartenpumpe nur unzureichend nutzen.

2. Selbstansaugend

Eine selbstansaugende Pumpe dagegen benötigt kein Wasser, um dieses zu fördern. Der Mechanismus zieht das kühle Nass von selbst und fördert es anschließend zur Nutzung.

Je nach Pumpentyp ist eine andere Installation der Pumpen notwendig. So sollten Sie die Ansaugleitung immer tief genug ins Wasser legen oder vor der ersten Anwendung mit Flüssigkeit befüllen. Eine selbstansaugende Gartenpumpe ist ideal, wenn Sie auf diese Arbeit verzichten wollen, in den meisten Fällen aber auch teurer. Überprüfen Sie noch einmal die Gebrauchsanweisung oder die Herstellerinformationen auf diese Funktion, denn dadurch lässt sich schnell herausfinden, warum die Pumpe nur ungenügend funktioniert.

Wasserpumpe im Garten

Filter

Abschließend müssen noch die Filter der Gartenpumpe angesprochen werden, denn diese haben ebenfalls Auswirkung auf deren Funktion. Diese sind vor allem beim Ansaugen notwendig, um das Eindringen von Schmutzpartikeln oder anderen Stoffen zu verhindern. Filter leiden unter starkem Verschleiß, da sie dauerhaft in Benutzung sind und aus diesem Grund schneller abnutzen. Brechen die Filter, verstopft die Gartenpumpe, was ein großes Problem darstellen kann. Achten Sie daher auf die Filter und überprüfen Sie diese, ob mit ihnen ein Problem vorliegt, welches sich lösen lässt. Meist benötigen Sie hierfür nur einen Wechsel des Filters.

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