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Ameisennest im Haus: was tun? | 8 Empfehlungen

Ameisennest im Haus: was tun? | 8 Empfehlungen

Ameisen können, wenn sie gehäuft oder in der Wohnung auftreten schnell zur Plage werden. Besonders schlimm ist es, wenn es sich um ein Ameisennest in ihrem Haus handelt. Wie es wieder verschwindet, steht in diesem Artikel.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • Ameisennester im Haus sind selten
  • dafür sind sie schwieriger zu finden und zu bekämpfen
  • es sollten nur für Menschen und Haustiere ungefährliche Mittel angewandt werden
  • Vorbeugen ist wichtig und notwendig

Ameisennest erkennen

Eine Ameise im Haus bedeutet noch nicht, dass sich darin auch ein ganzes Ameisennest befindet. Handelt es sich aber um mehrere Tiere oder gar um eine Ameisenstraße, ist Vorsicht geboten. Folgen Sie den Tieren oder der Straße, um herauszufinden, wo sie hinwollen oder wo sie herkommen. Am Ende befindet sich normalerweise die Nahrungsquelle, am Anfang das Nest oder der Zugang zur Wohnung.

Ein Nest im Haus ist häufig schwer zu erkennen, weil es nicht wie im Garten aus Erde gebaut wird. Folgende Hinweise können helfen:

  • Erde von Topfpflanzen und überwinternde Kübelpflanzen kontrollieren
  • Hohlräume im Mauerwerk, der Decke oder dem Fußboden inspizieren
  • besonders verdächtig: viele Insekten an einem Ort oder mehrere Ameisenstraßen laufen zusammen

Ungeeignete Methoden

Viele Empfehlungen zum Bekämpfen von Ameisennestern sind im Haus nur schwer oder gar nicht durchführbar. So soll kochendes Wasser sehr effektiv sein, doch lässt sich das in der Mietwohnung kaum nutzen. Ähnlich verhält es sich bei Fallen, die mit Lockstoffen wie Zuckerwasser ergänzt werden. Zwar lassen sich damit gut einzelne Tiere fangen, das Nest wird man damit aber nicht los.

Andere Hausmittel wie Backpulver, Natron oder Hirschhornsalz sind zwar effektiv, aber auch grausam für die Tiere. Sie fressen die Stoffe, die in ihren Magen auftreiben und sie regelrecht zum Platzen bringen.

Nest entfernen

Am einfachsten wird ein Ameisennest beseitigt, wenn es leicht erreichbar ist. Je nachdem, wo die Insekten sich niedergelassen haben, kann das Nest mit einer Kehrschaufel entfernt werden. Einzelne Ameisen saugt der Staubsauger zuverlässig auf.
Ist das Nest von außen unerreichbar, helfen nur Vertreibungsmittel.

Vertreibungsmittel

Geeignet sind in erster Linie stark riechende Kräuter oder Gewürze, die rund um das Ameisennest in ihrem Haus ausgebracht werden. Da sie über längere Zeit wirken müssen, wird am besten etwas ausgesucht, was man selbst gut riechen kann.

Lavendel getrocknet

Diese Kräuter, Gewürze oder Pflanzenteile eignen sich:

  • Lavendel
  • Minze
  • Thymian
  • Gewürznelken
  • Lorbeer
  • Chili
  • Zimt
  • Zitronenschalen
  • Farnwedel

Hinweis: Kräuter können frisch, getrocknet oder als Öl verwendet werden.

Ebenfalls störend für den Geruchssinn der Insekten ist Essig. Wischen Sie alle Ecken, die von den Tieren häufig besucht werden mit Essig aus. Das Gleiche gilt für die Ameisenstraßen. Außerdem können Sie Essig ins Wischwasser geben und damit die gesamte Wohnung reinigen.

Klebefallen

Alle Ameisenarten sind nur zu Fuß unterwegs, der Hochzeitsflug macht die einzige Ausnahme. Klebestreifen auf viel besuchten Wegen oder an Fenster und Türen halten die Tiere daher erfolgreich auf. Es gibt Klebefallen zu kaufen, es reicht aber auch doppelseitiges Klebeband. Gelbtafeln sind hingegen nutzlos, da die Tiere sich nicht an Farben orientieren.

Klebefalle bauen
Klebefalle selbst bauen

Mittel aus dem Handel

Jegliche Mittelchen aus dem Fachhandel zielen auf ein Abtöten der Insekten. Das ist mal mehr, mal weniger effektiv. Köderdosen locken die Tiere an, die das darin befindliche Gift in ihr Ameisennest im Haus tragen. Letztendlich sollen alle Tiere darin nach und nach sterben. Allerdings kann sich das über einen längeren Zeitraum hinziehen.

Insektenspray tötet vor allem herumlaufende Ameisen, die auf Futtersuche sind, ist ein Nest vorhanden ist das wenig effektiv. Bei all diesen Insektenbekämpfungsmitteln ist Vorsicht angebracht, denn sie müssen von anderen Bewohnern des Hauses ferngehalten werden.

Vorbeugen

  • Fenster und Türen mit Insektenschutzgitter verschließen
  • Insektenschutzgitter regelmäßig auf Beschädigungen kontrollieren
  • vor allem auf dichte Befestigung achten
  • bodennahe Löcher in und außerhalb des Hauses verschließen
  • besonders Keller kontrollieren

Besondere Vorsicht in der Küche

  • Küche und Vorratsraum werden häufig von Insekten heimgesucht
  • Lebensmittel immer dicht verschlossen, kühl und trocken lagern
  • Kühlschrankdichtung nicht immer ein Hindernis
  • heimische Ameisenarten überstehen tiefe Temperaturen problemlos
  • nach der Lebensmittelzubereitung Oberflächen gründlich säubern
  • alle Lebensmittelreste entfernen
  • benutztes Geschirr zeitnah reinigen
Schwarze Wegameise (Lasius niger)
Quelle: Katja Schulz from Washington, D. C., USA, Black Garden Ant tending Citrus Mealybug (15876781048), Bearbeitet von Plantopedia, CC BY 2.0

Hinweis: Abfälle für den Kompost oder die Biotonne nicht in der Wohnung lagern, das lockt die Insekten ganz besonders an!

Häufig gestellte Fragen

Warum bauen Ameisen ein Nest im Haus?

Wo genau die Tiere ihr Nest bauen hängt von den herrschenden Umweltbedingungen und der Ameisenart ab. Das es gerade ein Haus ist, ist jedoch meist Zufall. Weil sie ein Schlupfloch gefunden haben und einen Platz, der sich gut zum Nestbau eignet.

Kann ein Ameisennest umgesiedelt werden?

Das ist eher schwierig, auch wenn es entsprechende Empfehlungen gibt. Da es sich im Haus meist um versteckte Nester handelt, an die man nicht ohne weiteres herankommt, verlassen die Ameisen es nicht ohne Notwendigkeit. Vor allem ist es schwer, an die Königin heranzukommen.

Können Ameisen im Haus Schaden anrichten?

Die einheimischen Ameisenarten sind überwiegend für Häuser und die Einrichtung ungefährlich. Allenfalls schaden sie Pflanzen und natürlich Vorräten. Vorsicht ist bei der Holzameise angebracht, die in morschem Holz ihr Nest baut.

Wann ist ein Kammerjäger notwendig?

Immer dann, wenn sich das Ameisenproblem zu einer echten Plage entwickelt und das Nest nur schwer zugänglich ist, weil es sich zum Beispiel im Mauerwerk oder in einem Holzbalken befindet.

Autor
Maria liebt die exotische Pflanzenwelt. Neben ihrem Zitronenbaum "John Lemon" findet man bei ihr Zuhause unter anderem auch ein Avocado-Bäumchen und eine Ananas-Pflanze.
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