Ist Apfelessig sauer oder basisch

Man könnte meinen, der Verfasser dieser Frage hätte noch nie Apfelessig probiert. Natürlich schmeckt er sauer. Im Körper wirkt die saure Flüssigkeit allerdings basisch. Erfahren Sie mehr über den beliebten Gesundheitstrunk.

Auf den Punkt gebracht

  • Apfelessig hat einen hohen Säuregehalt und schmeckt sauer
  • im Körper wirken die im Essig enthaltenen Mineralstoffe basisch
  • reguliert Säure-Basen-Haushalt und verhindert Übersäuerung des Körpers
  • traditionelles Heilgetränk
  • ganz einfach selbst herzustellen

Apfelessig

Viele Menschen schwören auf ein Glas Apfelessigwasser am Morgen. Das Getränk wird aus zerkleinerten Äpfeln gewonnen. In einem Fermentationsprozess entsteht unter Beteiligung von natürlichen Hefepilzen und Bakterien zunächst Alkohol und später Essig. Mit Wasser verdünnt schmeckt Apfelessig frisch, angenehm sauer und fruchtig.

Apfelessig zu Weißkraut geben
Auch in Salaten oder anderen Speisen kann der schmackhafte und gesunde Apfelessig eingesetzt werden.

Überrascht reagieren viele Menschen auf die Information, dass der saure Essig nicht nur gesund ist, sondern zusätzlich gegen Übersäuerung des Körpers wirkt. Wie kann das sein?

Saure-Basen-Haushalt

Mehr als fünfzig Prozent der Deutschen sind übersäuert. Krankheiten wie

  • Diabetes
  • Rheuma
  • Osteoporose
  • Neurodermitis

können durch eine Übersäuerung des Körpers verstärkt werden. Wer gesund bleiben will, sollte auf den Säure-Basen-Haushalt achten und eine basische Ernährung bevorzugen.

Basen- und Säurebildner

Unterschieden werden basische und saure Lebensmittel. Entscheidend für die Bewertung ist nicht der Säuregehalt des Lebensmittels, sondern seine Wirkung im Körper. Basische Nahrungsmittel aktivieren die Basenbildung im Körper oder führen ihm basische Mineralstoffe zu.

Zitrone
Auch die Zitrone enthält viel Säure.

Apfelessig ist ebenso wie die Zitrone ein Nahrungsmittel mit einem hohen Säuregehalt. Im Körper werden die Fruchtsäuren schnell abgebaut. Zurück bleiben die im Essig enthaltenen Mineralstoffe

  • Kalium
  • Magnesium
  • Calcium
  • Natrium
  • Schwefel
  • Phosphor

Diese wertvollen Mineralstoffe wirken basisch, sodass Apfelessig in die Gruppe der Basenbildner eingestuft wird.

Zu den basenbildenden Lebensmitteln zählen zum Beispiel auch:

  • die meisten Gemüsesorten,
  • Pilze,
  • Kräuter,
  • Nüsse und
  • Mandeln.

Die Ernährung der Menschen in hochentwickelten Ländern wird durch säurebildende Lebensmittel bestimmt. Fleisch, Milch- und Weißmehlprodukte sowie Süßigkeiten gehören zu den wichtigsten Säurebildnern. Sie gelten als Verursacher der typischen Wohlstandskrankheiten.

Hinweis: Zusätzlich zu den basischen Mineralien enthält das Essiggetränk die Vitamine B und C, Beta-Carotin und Folsäure.

Apfelessig selber machen

Heute ist Apfelessig in jedem Supermarkt zu finden. Das gesunde Getränk lässt sich aber auch einfach selber machen.

Apfelessig selber herstellen
Diese Zutaten & Utensilien brauchen Sie, um Apfelessig selber herzustellen.

Und so geht’s:

Anleitung

  1. Sterilisieren Sie zunächst ein großes Einkochglas oder einen Tontopf in kochendem Wasser.
  2. Geben Sie klein geschnittene Äpfel und Apfelschalen hinein, so dass vier Fünftel des Gefäßes gefüllt sind.
  3. Fügen Sie pro Kilogramm Äpfel zwei Esslöffel Zucker hinzu.
  4. Füllen Sie nun das Gefäß mit Wasser auf, so dass die Apfelstücke vollständig bedeckt sind.
  5. Decken Sie jetzt das Gefäß zum Schutz vor Insekten mit einem Leinentuch ab.
  6. Rühren Sie die Mischung anschließend alle zwei bis drei Tage mit einem sauberen Löffel um.
  7. Abschließend gießen Sie den fertigen Essig nach sechs Wochen durch ein feines Sieb in sterile Flaschen.

Hinweis: Der Zucker hat die Aufgabe, die Gärung zu beschleunigen. Der Prozess gelingt auch ohne Zuckerzusatz, dauert dann allerdings länger.

Der Gesundheitstrank

Wir empfehlen, zwei bis drei Esslöffel Essig mit einem Glas Wasser zu verdünnen. Trinken Sie jeden Tag ein Glas zum Frühstück und Sie fühlen sich frischer, munterer und gesünder.

Frau hält sich Bauch vor Schmerzen
Bei Verdauungsbeschwerden oder Sodbrennen ist Apfelessig ein beliebtes und bewährtes Hausmittel.

Das saure Getränk kommt bei vielen Beschwerden zur Anwendung:

  • Verbesserung der Verdauung: Menschen, die häufig unter Verstopfung leiden, können mit einem Apfelessigtrunk am Morgen die Verdauung ankurbeln.
  • Hilfe bei Sodbrennen: Die basische Wirkung des Essigs kann bei Sodbrennen Linderung verschaffen.
  • Unterstützung von Diäten: Viele Menschen schwören auf die unterstützende Wirkung des Apfelessigs bei Diäten und Entschlackungskuren. Untersuchungen mit Mäusen konnten den Ruf des Apfelessigs als Fatburner untermauern.
  • Senkung des Blutzuckerspiegels: Ein Glas Apfelessigwasser am Morgen reguliert den Blutzuckerspiegel. Personen, die an Diabetes leiden, können auf diese Weise sogar den Blutzuckeranstieg nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten deutlich reduzieren.
  • Senkung des Cholesterinspiegels: Menschen, die mit einem hohen Cholesterinspiegel zu kämpfen haben, können mit dem sauren Getränk Verbesserungen erzielen. Die Grundlage für den Erfolg bleibt jedoch die gesunde, vitalstoffreiche Ernährung.
  • Vorbeugend gegen Krebs: Bei der Fermentation von Äpfeln werden Stoffe gebildet, die die Tumorbildung hemmen können. Somit kann der regelmäßige Genuss des Apfelessigs die Entstehung von Krebs verhindern.

Häufig gestellte Fragen

Ist klarer Apfelessig ebenso gesund wie naturtrüber?

Die klare Qualität entsteht durch Filterung. Auf diese Weise werden wertvolle Inhaltsstoffe entnommen. Wir empfehlen Essig in der naturtrüben Form.

Sollte man Essig aus Äpfeln mit kaltem oder heißem Wasser trinken?

Gewöhnlich wird das Apfelessigwasser kalt zubereitet. Wir empfehlen, dabei warmes Wasser zu verwenden. Der Genuss von warmen Mahlzeiten und Getränken gilt in der traditionellen chinesischen Medizin als wichtige Voraussetzung für einen gesunden Start in den Tag.

Welche anderen Obstsorten eignen sich zur Essigherstellung?

Sie können aus allen Obstsorten, aus denen gewöhnlich Wein hergestellt wird, auch Essig selber machen. Probieren Sie beispielsweise Birnenessig, Pflaumenessig oder verwenden Sie gemischte Beeren.