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Erfahrungen mit Hibiskushecke: Pro & Kontra

Hibiskushecke - Titel

Der Gartenhibiskus ist ein beliebter Zierstrauch, der seine herrlichen Blüten den ganzen Sommer über zeigt. Lesen Sie, welche Vorteile für und welche Nachteile gegen das Pflanzen einer Hibiskushecke sprechen.

Auf den Punkt gebracht

  • Gartenhibiskus ausreichend winterhart für Hecke
  • viele große Trichterblüten in leuchtenden Farben
  • lange Blütezeit zwischen Juli und September
  • jedoch lichter Wuchs und extrem später Austrieb
  • Alternative: gemischte Blütenhecke mit verschiedenen Arten

Vorteile einer Hibiskushecke

Lange Blütezeit

Der wahrscheinlich beste Grund zum Pflanzen einer Hibiskushecke sind die zahlreichen großen Trichterblüten, die die Pflanzen ab Juli zeigen. Diese können je nach Hibiskusart und -sorte violett oder blau, rosa, rot, weiß und sogar gelb oder orange sein. Auffälliges Merkmal sind nicht nur die leuchtenden Blütenfarben, sondern auch die röhrenförmig verwachsenen Staubblätter mit dem herausragenden dreiästigen Griffel. Zudem blüht Hibiskus sehr lange: Wird Verblühtes regelmäßig geputzt, können Sie die Blütenpracht noch in den September hinein bewundern. Eine Hecke aus Hibiskussträuchern bedeutet dann eben auch, dass Sie sich über eine besonders üppige Blütenpracht freuen dürfen.

Gute Schnittverträglichkeit

Hibiskus gilt als gut schnittverträglich. Diese Eigenschaft ist für Heckenpflanzen immens wichtig, da sie früher oder später immer in ihrem Wuchs begrenzt werden müssen – und sei es nur, weil sie über Nachbars Gartenzaun wachsen. Tatsächlich müssen Sie Hibiskus sogar jedes Jahr im Frühjahr noch vor dem Austrieb schneiden, damit er kräftige neue Triebe bildet und dichter wächst.

Tipp: In sehr kalten Wintern kann der Hibiskus zurückfrieren. In diesem Fall schneiden Sie ihn radikal zurück, müssen dann jedoch ein paar Jahre warten bis die Pflanze wieder eine stattliche Größe erreicht hat.

Hibiskus kann recht einfach vermehrt werden

Nachteile einer Hibiskushecke

Langsames Wachstum

Gegen das Pflanzen einer Hecke aus Hibiskussträuchern spricht das sehr langsame Wachstum der Pflanzen: Nur bei optimalen Bedingungen und guter Pflege legen sie zwischen 15 und 30 Zentimeter im Jahr zu. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der jährliche Zuwachs deutlich darunter liegt. Damit aus einer Jungpflanze ein stattlicher Busch von zwei Metern Höhe und ebensolcher Breite wird, müssen Sie etliche Jahre warten. Um dieses Problem zu lösen, könnten Sie für einen entsprechenden Preis ältere Pflanzen mit einer Wuchshöhe von 80 bis 100 Zentimetern erwerben. Das allerdings ist nicht nur teuer, einen Sichtschutz haben Sie dann immer noch nicht.

Fehlender Sichtschutz

Überhaupt bleibt der fehlende Sichtschutz auch in späteren Jahren, wenn die Pflanzen eine annehmbare Wuchshöhe und -breite erreicht haben, ein Problem. Zum einen wächst Hibiskus nicht nur langsam, sondern auch eher sparrig und licht – ein schönes, dichtes Heckenwachstum werden die Pflanzen auch mit Schnittmaßnahmen nicht erreichen. Weitere Gründe, die neugierige Blicke durch die Hecke in den Garten erlauben:

  • Hibiskus ist sommergrün
  • heißt Hecke wirft im Herbst das Laub ab und bleibt über Winter kahl
  • extrem später Austrieb, häufig erst im Juni
  • heißt im Mai / Juni ist Hecke noch ohne Blätter

Insbesondere der späte Austrieb könnte als störend empfunden werden: Hibiskus ist häufig die letzte Gartenpflanze, die erste Anzeichen von grünen Blattknospen zeigt.

Hibiskushecke
Eine Hibiskushecke wächst nicht dicht genug um einen optimalen Sichtschutz zu bieten.

Intensive Pflege notwendig

Zudem ist der Hibiskus alles andere als pflegeleicht. Pflanzen Sie ihn an einen guten Standort mit viel Sonne und einem frischen, humosen Boden. Achten Sie auf eine ausreichende Drainage, da der Strauch zwar einerseits keine Trockenheit mag, übermäßige Feuchtigkeit oder gar Nässe allerdings auch nicht. Achten Sie auf eine gute Pflege, damit die Pflanzen gesund wachsen und gedeihen:

  • Jungpflanzen regelmäßig gießen
  • auch in Trockenphasen gießen, sonst fallen Blütenknospen ab
  • regelmäßig düngen (z. B. mit einem Langzeitdünger für Blühpflanzen)
  • im Frühjahr schneiden und auslichten

Zudem brauchen junge Hibiskuspflanzen – ohnehin gelten lediglich der Gartenhibiskus wie manche Sorten des Roseneibisch als ausreichend winterhart – einen Winterschutz aus Mulch, Laub und / oder Reisig. Die Winterhärte entwickeln die Pflänzchen erst im Laufe der nächsten Jahre.

Tipp: Damit der Hibiskus üppig blüht und immer wieder neue Blüten ausbildet, sollten Sie Verblühtes regelmäßig ausknipsen. Anderenfalls lässt die Blühfreude schnell nach.

Erfahrungen mit Hibiskushecke

Hibiskussträucher erfreuen jeden Gärtner mit bunter Blütenpracht. Doch eignen sich die Pflanzen für eine Hibiskushecke? Profitieren Sie von den Erfahrungen, die andere Hobby-Gärtner bereits mit einer Hibiskushecke und deren Pflege gemacht haben. Wir haben für Sie recherchiert.

trockene Zweige am Gartenhibiskus sollten abgeschnitten werden

Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit, wurden kleine Rechtschreibfehler (Leerzeichen, Buchstabendreher, etc.) in den Zitaten korrigiert. Die genauen Quellen sind dabei unter der Angabe des jeweiligen Forums verlinkt.

Ich hab eine 10 m Hibiskushecke. […] Ja, sie ist im Winter kahl. Aber dafür hat keiner in der Straße (und soviel ich weiß in der Stadt) so eine Blütenpracht! Mir war wichtig eine ungeschnittene Hecke zu bekommen, Sichtschutz im Winter benötige ich an dieser Stelle nicht so unbedingt. Gepflanzt im Sommer 2005 als ca. 20 cm hohe Pflänzchen ist sie jetzt zum Teil schon fast 2 m hoch. […]

Quelle: www.gartenforum.de; Nutzer: fliegerfliegen; Datum: 21.07.2008

[…] Allerdings würde ich mir nie eine Hibiskus-Hecke pflanzen. So schön die Pflanzen auch sind. Sie wachsen relativ langsam – meiner hat diese Breite nach 5 Jahren erreicht. Außerdem bekommen sie erst sehr spät Blätter. Dieses Jahr kamen die ersten Blätter erst im Juni bei mir, so daß bis dahin keinerlei Sichtschutz gegeben ist. Hole dir Hibiskus als einzelne Pflanze und nehme für die Hecke etwas anderes. Es gibt es viele schnellwüchsige, grüne und blühende Sträucher.


Quelle: www.hausgarten.net; Nutzer: Fanny; Datum: 01.09.2008

Hibiskus treibt ja sehr spät aus. Wenn der ganze Garten schon grün ist, besteht der Hibiskus nur aus ein paar Ästen. […] Übrigens, eine Hibiskushecke wird nicht besonders dicht.

Quelle: www.gartenforum.de; Nutzer: heutesonne; Datum: 05.07.2011

Häufig gestellte Fragen

Welche Arten eignen sich für eine Hibiskushecke?

Für die Verwendung als Hecke eignet sich vor allem der winterharte Gartenhibiskus, der auch als Strauchhibiskus bezeichnet wird. Die Namen Straucheibisch und Garteneibisch sind ebenfalls gebräuchlich und meinen dieselbe Pflanze, die mit botanischem Namen Hibiscus syriacus genannt wird. Alle anderen Arten und Sorten sind nicht oder nicht ausreichend winterhart für eine Gartenpflanzung.

Sind Gartenhibiskus und Roseneibisch dasselbe?

Nein, hierbei handelt es sich um verschiedene Arten, die jedoch alle zur Gattung Hibiskus (Hibiscus) innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae) gehören. Mit dem Gartenhibiskus ist die Art Hibiscus syriacus gemeint, mit „Roseneibisch“ können hingegen der Sumpfeibisch (Hibiscus moscheutos) oder der Chinesische Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis) gemeint sein. Beide Arten sind bei uns nicht winterhart, weshalb sie, wie im Falle von Hibiscus rosa-sinensis, als Zimmerpflanzen kultiviert werden.

Kann man Hibiskus auch mit anderen Sträuchern kombinieren?

Anstatt einer reinen Hibiskushecke können Sie einzelne Sträucher auch mit anderen blühenden Heckenpflanzen kombinieren und so die Nachteile minimieren. Geeignet sind etwa Weigelie, Forsythie, verschiedene Wildrosen, Deutzie oder Bauernjasmin. Auch Flieder oder Sommerflieder eignen sich gut für solche gemischten Blütenhecken.

Maria liebt die exotische Pflanzenwelt. Neben ihrem Zitronenbaum "John Lemon" findet man bei ihr Zuhause unter anderem auch ein Avocado-Bäumchen und eine Ananas-Pflanze.

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