Monstera gelbe Blätter

Ihre spitz zulaufenden, großen Blätter präsentieren sich in einem saftigen Grün, überzeugen mit der tief eingeschnittenen Form und verwandeln jeden Wohnraum im Nu in einen urbanen Dschungel. Gleichzeitig besticht sie mit ihrem genügsamen Charakter. Aus diesem Grund gehört die Monstera, auch als Fensterblatt bekannt, zu den gern gesehenen Mitbewohnern. Treten bei der monumentalen Schönheit plötzlich gelbe Blätter auf, sind meist Pflegefehler Schuld, die der Pflanze zu schaffen machen.

Gelbe Blätter

Solange sich an der Monstera nur im unteren Bereich ein einzelnes gelbes Blatt bildet, handelt es sich um einen völlig normalen Wachstums- und Alterungsprozess. Zeigt sich dieses Schadbild jedoch vermehrt in der Belaubung, können dafür unterschiedliche Ursachen verantwortlich sein.

Staunässe

Viele Hobbygärtner lieben es, die Gießkanne zu schwingen, um ihre Pflanzen zu verwöhnen. Doch was gut gemeint ist, hat oft das Gegenteil zur Folge, denn die Monstera mag keine nassen Füße. Einzelne Ausrutscher beim Gießen verkraftet die Pflanze noch. Wenn aber grundsätzlich zu viel gegossen wird, beginnen in der Erde die Wurzeln zu faulen. Und schon bald welken darüber sichtbar die Blätter. Tatsächlich ist Staunässe mit Abstand die häufigste Ursache für gelbe Blätter bei der Monstera.

Abhilfe

Nehmen Sie die Monstera vorsichtig aus dem Topf und lassen den Ballen anschließend an einem warmen, halbschattigen Ort für einige Stunden abtrocknen. Kontrollieren Sie in jedem Fall, ob die Wurzeln nicht bereits beginnen, zu faulen oder zu schimmeln. Erkennen Sie einen modrigen Geruch oder matschige Wurzeln, muss die gesamte Erde entfernt und schadhaftes Gewebe großzügig herausgeschnitten werden. Anschließend pflanzen Sie das Gewächs in frisches Substrat.

  • Substrat: durchlässig (Pflanzerde mit Sand, Kies oder Blähton)
  • alternativ: hochwertige Kübelpflanzenerde
  • Pflanzgefäß mit Abzugslöchern
  • Drainage anlegen

Tipp: Sind die Wurzeln bereits sehr angegriffen, ist das Fensterblatt meist nicht mehr zu retten. Eventuell können Sie aus noch intakten Teilen Kopf- oder Stammstecklinge nachziehen.

Wassermangel

Gießkanne

Seltener als Staunässe ist Trockenheit Ursache für gelbe Blätter. Dennoch gehört zu sparsames Gießen ebenfalls zu den häufigen Pflegefehlern. Unter Wassermangel leidet die Pflanze auch bei sehr niedriger Luftfeuchtigkeit und wenn nur noch wenig Erde vorhanden ist, weil der Topf inzwischen zu klein für die doch beachtlich wachsende Monstera geworden ist.

Lösung

Wässern Sie die Pflanze großzügig und schütten Sie überschüssiges Gießwasser nach etwa zehn Minuten weg. Ab sofort sollte das Fensterblatt regelmäßig, allerdings nicht übermäßig, gegossen werden. Prüfen Sie vor der nächsten Wassergabe einfach mit dem Finger, ob die Erde noch feucht genug ist. Steht die Rankpflanze im Winter in der Nähe der Heizung, sollten Sie deren Blätter zudem gelegentlich mit Wasser einsprühen.

Überdüngung

Bei der Pflege der Pflanze kann es schnell einmal passieren, dass Sie es unbeabsichtigt mit dem Düngen übertreiben. Ein deutlicher Hinweis hierfür ist eine Salzkruste auf der Erde. Die Pflanze beginnt in diesem Fall, Wasser an das Substrat abzugeben, um den hohen Salzgehalt auszugleichen. Die Monstera bekommt gelbe Blätter und vertrocknet, obwohl sie genügend gegossen wurde.

Erste Hilfe

Auch Profis kann es passieren, dass sie versehentlich einmal zu viel Dünger verabreichen. Sollten Sie den Flüssigdünger womöglich zu großzügig oder gar unverdünnt verwendet haben, müssen Sie das Substrat mit viel Wasser durchspülen, um die überschüssigen Nährstoffe auszuschwemmen.

  • Ballen mehrfach in einen Bottich mit Wasser tauchen
  • zwischendurch abtropfen lassen
  • bei jedem Tauchgang Wasser wechseln
  • erst nach einigen Tagen wieder gießen

Tipp: Nützt diese Prozedur nichts, heißt es umtopfen. Tauschen Sie so viel versalzenes Substrat wie möglich gegen Frisches aus.

Nährstoffmangel

Monstera gelbe Blätter
Forest & Kim Starr, Starr 070306-5202 Monstera deliciosa, Zuschnitt von Plantopedia, CC BY 3.0

Probleme können durch Überdüngung, aber auch durch zu wenig Nährstoffe auftreten. Sollten Sie ihre Monstera regelmäßig mit Flüssigdünger oder auch Düngestäbchen versorgt haben, kann auch ein zu hoher pH-Wert ursächlich für einen Mangel sein. Das kommt bei Zimmerpflanzen häufig vor, wenn Sie mit normalem Leitungswasser statt kalkarmem Regenwasser gießen. Der hohe pH-Wert verhindert, dass bestimmte Nährstoffe wie Eisen aufgenommen werden können. Als Ursachen für Nährstoffmangel kommen infrage:

  • lange nicht gedüngt
  • nicht regelmäßig umgetopft
  • zu kleines Gefäß
  • kalkhaltiges Gießwasser

Abhilfe

Wie bei vielen anderen Ursachen hilft hier umtopfen. Entfernen Sie so viel alte Erde aus den Wurzeln wie möglich und füllen diese mit frischer auf. Eventuell ist auch ein größerer Topf notwendig.

Sonnenbrand

Hat das Fensterblatt die volle Mittagssonne abbekommen, können seine Blätter verbrennen. Ist ein Sonnenbrand die Ursache, zeigt sich dies zunächst in silbrig-grauen Stellen an der dem Licht zugewandten Seite. Später färben sich die Blätter gelb.

Abhilfe

In diesem Fall liegt die Lösung des Problems auf der Hand. Das Fensterblatt braucht bessere Standortbedingungen. Ist kein anderer Standort möglich, sorgen Sie für Beschattung in den Mittagsstunden.

Kalte Temperaturen

Die großblättrige Pflanze stammt ursprünglich aus den Wäldern Mittel- und Südamerikas. In den tropischen Regionen liegen die Temperaturen das ganze Jahr über um die 25 Grad. Bekommt die Pflanze gelbe Blätter, sollten Sie deshalb auch die Temperaturen im Zimmer als Ursache in Betracht ziehen. Selbst ein gekipptes Fenster oder ein zugiger Hausflur können dafür verantwortlich sein.

  • optimale Temperatur: ganzjährig 20 bis 25 Grad
  • im Winter: minimal 16 bis 18 Grad

Abhilfe

Hat das Tropengewächs durch Kälte oder Zugluft Schaden genommen, können Sie dagegen nicht viel ausrichten. Es gilt abzuwarten und gegebenenfalls abgestorbene Blätter zu entfernen.

Schädlinge

Schildläuse
Schildläuse (Coccoidea). Quelle: Amada44, Coccoidea – 8670, Zuschnitt von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Gelegentlich leidet die Monstera unter dem Befall von Schildläusen oder auch Spinnmilben. Das kommt bei der robusten Pflanze jedoch nur sehr selten vor. Die Schädlinge sind oft auf den ersten Blick nicht zu erkennen, da sie sich vorwiegend an den Blattunterseiten ansiedeln.

Erste Hilfe

Je früher Sie einen Befall erkennen, umso einfacher ist es, die Schädlinge zu bekämpfen. Entfernen Sie zunächst größere Nester manuell und brausen Sie die Pflanze nach Möglichkeit unter der Dusche ab. Anschließend sprühen Sie die Blätter, vor allem die Unterseiten, mit einer Lösung aus Wasser und Alkohol mit einem Spritzer Spülmittel ein.