Rasenkanten Alternativen - Titel

Damit der Rasen einen sauberen Abschluss hat, wird er häufig mit einer Rasenkante aus Randsteinen eingefasst. Allerdings ist das nicht jedermanns Geschmack. Es gibt noch einige weitere Varianten, die hier aufgezählt werden.

Auf den Punkt gebracht

  • Randsteine sind die übliche Vorgehensweise
  • flache Steine lassen sich mit einem Rasenmäher überfahren
  • Alternativen gibt es aus unterschiedlichem Material
  • darunter Gummi, Kunststoff und Holz
  • auch andere Steinvarianten sind möglich

Rasenkanten

Die Aufgabe von Rasenbegrenzungen ist, das Gras am Weiterwachsen zu hindern und dafür zu sorgen, dass der Rasen eine saubere Außenlinie hat. Rasenkanten ersparen die mühsame Arbeit des Rasenabstechens, die sonst anfallen würde oder des Entfernens von Gras aus den Wegen.

herkömmliche Rasenkante aus Beton

Randsteine

In den meisten Fällen werden Steinelemente verwendet, die rund um den Rasen in die Erde gegraben werden. Einige der Steine müssen für bessere Haltbarkeit einbetoniert werden. Je nach Bauweise sind die Randsteine mit dem Rasenmäher befahrbar und ermöglichen so eine glatte Schnittkante. Randsteine wirken wegen ihrer geometrischen Form zwar ordentlich, sind aber genau deshalb nicht für jeden Gärtner oder Garten geeignet.

Alternativen aus Stein

Flusssteine

Eine Einfassung aus Flusssteinen sieht natürlicher aus als Steinelemente. Allerdings müssen Sie dafür den Boden gründlich vorbereiten, sonst wächst das Gras durch die Steine. Der Mutterboden wird etwa spatentief abgetragen. Zur besseren Unkrautunterdrückung legen Sie in dem Graben eine Mulchfolie. Darauf schütten Sie die Flusssteine. Je nach Schütthöhe können die Flusskiesel noch mit dem Rasenmäher überfahren werden. Damit die Messer nicht so schnell stumpf werden, sollte genug Platz zwischen Messer und Steinen verbleiben. Die Grenze zwischen Rasen und Beeten oder Wegen ist nicht so streng wie bei Randsteinen und wirkt aufgelockerter. Flusskiesel gibt es in unterschiedlicher Größe als Schüttgut im Garten- oder Baumarkt.

Flusssteine können als Rasenkante verlegt werden

Palisaden

Steinpalisaden gibt es stückweise im Baumarkt, das Material ist entweder Naturstein oder Beton. Sie werden wie Begrenzungen aus Randsteinen einfach in die Erde eingegraben. An Stellen, wo starker Frost droht, der den Boden bewegen könnte, betonieren Sie die Steine besser ein. Steinpalisaden gibt es in verschiedenen Größen, rund oder eckig. Sie sind für unterschiedliche Höhenstufen geeignet.

Palisaden aus Stein

Pflanzringe

Pflanzringe eignen sich dort als Rasenkanten, wo eine zusätzliche Bepflanzung erwünscht ist und wo die wuchtigen Steine nicht stören. Nach dem Eingraben können die Steinringe mit verschiedenen Pflanzen, die mit wenig Platz zurechtkommen, bepflanzt werden. Die Steinringe eignen sich dann auch gut als Wurzelsperre. Mit mehreren Reihen Pflanzringen übereinander lassen sich auch größere Höhenunterschiede überwinden.

Pflanzring

Mähkanten

Im Gegensatz zu Pflanzringen sind die flachen Mähkanten viel unauffälliger. Nach dem bodenebenen Eingraben stören sie beim Mähen nicht. Trotzdem machen sie es dem Gras schwer, hindurch zu wachsen. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Größen im Gartenmarkt. Aufgrund der geschwungenen Linien sind sie auch für Kurven und größere Bögen geeignet.

herkömmliche Rasenkante

Hölzerne Alternativen

Palisaden

Ähnlich wie Steinpalisaden gibt es Holzpalisaden rund oder eckig. Sie werden rund um den Rasen in den Boden eingegraben und abschließend mit einem Hammer auf die gewünschte Höhe gebracht. Besonders langlebig als Rasenkante sind kesseldruckimprägnierte Hölzer.

Hinweis: Bei individuellen Wünschen können Sie unbehandelte Palisaden in Ihrer Wunschfarbe streichen.

Holzpalisade

Beeteinfassungen

Meist bestehen hölzerne Beeteinfassungen aus mehreren einzelnen Palisaden, die zu einem Rollboard vernagelt wurden. Einige Rollborde sind so verarbeitet, das einzelne Palisaden länger sind und spitz zulaufen. Diese müssen Sie lediglich in den Boden schlagen, damit die Beetumrandung steht.

Mulch

Rindenmulch ist im Gegensatz zu anderen Alternativen nicht besonders langlebig, eignet sich aber besonders bei Hecken oder naturnah gestalteten Beeten als Rasenkante. Sie können den Rindenmulch wie Flusskiesel verlegen. Sie erneuern ihn, wenn er sich zersetzt hat.

Hinweis: Rindenmulch ist billiger als andere Alternativen. Daher können Sie ihn gut als Übergangslösung verwenden, wenn die endgültige Grenze des Rasens noch nicht feststeht.

Rindenmulch im Garten

Weitere Materialien für Rasenkanten

Gummi

Gummieinfassungen sind flexibel und langlebig. Beim Material ist darauf zu achten, dass es witterungsbeständig ist, sonst büßt die Einfassung nach und nach ihre guten Eigenschaften ein. Verarbeiten lässt sich eine Gummikante einfach. Sie heben ein Graben aus, rollen das Gummiband aus und heben es hinein. Danach drücken Sie die Erde rundherum nur noch fest an.

Kunststoff

Ähnlich wie Gummi ist auch Kunststoff leicht zu verarbeiten. Ein weiterer Vorteil ist das geringe Eigengewicht des Materials. Allerdings gibt es gerade bei Kunststoff-Rasenkanten enorme Qualitätsunterschiede. Billiger Kunststoff wird schnell spröde und kann brechen. Stecksysteme erleichtern das Verlegen der Umrandung. Sie wird nur zusammen und anschließend in den Boden gesteckt. Bei Gummi- oder Kunststoff-Rasenkanten müssen Sie beim Mähen vorsichtiger arbeiten.

Rasenkante aus Kunststoff

Metall

Auch mit Metall lässt sich der Rasen gut abgrenzen. Je nach Vorliebe oder Verwendung kann das Metall sowohl ebenerdig als auch herausstehend eingegraben werden.

Vorteile bei ebenerdiger Verarbeitung:

  • kaum zu sehen
  • gegen Witterung geschützt
  • keine Stolperfalle
  • mit dem Rasenmäher überfahrbar

Vorteile der herausstehenden Verarbeitung:

  • hält Mulch in Beeten
  • verhindert oberirdisches Überwachsen
  • dekoratives Zierelement im Garten
Rasenkante aus Metall

Am besten wird rostfreies oder verzinktes Metall verwendet. Zum Verlegen wird einfach ein schmaler Graben ausgehoben. Bei leichten Böden reicht sogar ein Auflockern des Erdreiches. Mit einem Hammer schlagen Sie das Metallelement dann in den Boden.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft müssen Rasenkanten ersetzt werden?

Das kommt auf das jeweilige Material an. Metall und Stein sind sehr langlebig, sie müssen eventuell nie ersetzt werden. Holz verrottet mit der Zeit und Gummi kann sich durch das Mähen abnutzen, genau wie Kunststoff. Kunststoff hat außerdem den Nachteil, dass es mit der Zeit häufig unansehnlich wird.

Wie häufig sollte die Rasenkante abgestochen werden?

Wird auf eine Begrenzung verzichtet, muss der Rasen etwa zweimal im Jahr am Weiterwachsen gehindert werden, in dem er abgestochen wird.

Ist eine Rasenkante überhaupt notwendig?

Sie sorgt für eine saubere Begrenzung, ist für den Rasen jedoch nicht zwingend notwendig. Ohne Kante fällt häufig mehr Arbeit an, weil der Rasen ungehindert in Beete oder auf Wege wächst.

Wie stabil muss das verwendete Material sein?

Das Material sollte zum einen problemlos jegliche Witterung inklusive Frost aushalten und zum anderen es nicht übelnehmen, wenn es mit den Messern des Rasenmähers in Berührung kommt. Bei Gummi und Kunststoffen ist zusätzlich darauf zu achten, dass sie keine schädlichen Stoffe ins Erdreich abgeben.