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Alocasia zebrina: Standort & Pflege

Alocasia zebrina: Standort & Pflege - Titelbild

Die Alocasia zebrina, wegen der Form und Größe ihrer Blätter auch als Pfeilblatt oder Elefantenohr bezeichnet, ist eine attraktive Zimmerpflanze. Damit die Alokasie kräftig wächst und gedeiht, braucht sie den richtigen Standort und eine spezielle Pflege.

Auf den Punkt gebracht

  • heller, aber nicht direkt sonniger Standort
  • mindestens fünf Stunden Sonne am Tag
  • keine Mittagssonne
  • Substrat leicht feucht halten, hohe Luftfeuchtigkeit
  • wöchentlich mit Grünpflanzendünger düngen

Standort

Heimisch ist die Alocasia zebrina in den subtropischen und tropischen Regenwäldern Südostasiens und kommt vor allem auf den Philippinen vor. Es handelt sich also um eine Waldpflanze, die sich an einem hellen, aber nicht direkt sonnigen Standort am wohlsten fühlt. Sie können sie an ein Fenster stellen, allerdings nicht gerade an ein Südfenster beziehungsweise mit mindestens 15 Zentimeter Abstand. Insbesondere die im Sommer sehr intensive Mittagssonne sollte gemieden werden, da diese Blattverbrennungen und damit unschöne braune Flecken verursacht.

  • optimal an ein nach Osten oder Westen gerichtetes Fenster
  • etwa fünf Stunden Sonneneinstrahlung täglich
  • bei Bedarf über Mittagszeit beschatten
  • Halbschatten, keinen Schatten
Alocasia zebrina
Quelle: Photo by David J. Stang, Alocasia zebrina 4zz, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0

Hinweis: Bei entsprechender Topfgröße und guter Pflege kann die Alocasia zebrina in Zimmerkultur bis zu zwei Meter hoch werden. Bieten Sie ihr also auch ausreichend Platz fürs Wachstum, etwa mit einem Stellplatz auf dem Boden oder einem Pflanzhocker.

Temperatur

Als Tropenpflanze verträgt die Alokasie zudem keine kalten Temperaturen, was Sie beim Pflegen beachten sollten. Während der Vegetationsperiode zwischen April und Oktober sind 20 bis 25 °C optimal, im Winter darf es hingegen ruhig etwas kühler sein. In dieser Zeit sollte die Pflanze sich in die Winterruhe begeben dürfen, zumal die Lichteinstrahlung in Mitteleuropa häufig nicht ausreichend ist.

  • im Winterquartier nicht kühler als 18°C
  • gute Winterquartiere: helles Treppenhaus, wenig beheizte Wohnräume
  • alternativ auch warme Zimmerkultur mit Pflanzlicht
  • im Winter nicht über oder in der Nähe einer Heizung

Tipp: Ein guter Platz für die Überwinterung ist beispielsweise das Schlafzimmer, da dieses wenig beheizt wird. Das gilt allerdings nur, wenn es nicht nach Norden ausgerichtet und deshalb zu dunkel ist. Auch das Badezimmer eignet sich bei guter Pflege als Standort der Alocasia zebrina.

Luftfeuchtigkeit

Charakteristisch für tropische Regenwaldpflanzen ist auch das Bedürfnis nach einer hohen Luftfeuchtigkeit. Damit sich die großen Blätter der Alokasie arttypisch kräftig entwickeln können, sollten Sie die Pflanze täglich mit kalkfreiem Wasser besprühen und pflegen. Nehmen Sie Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser, sonst gibt es unschöne Kalkflecken auf den Blättern. Auch sollte das Sprühwasser zimmerwarm und auf keinen Fall kalt sein. Außerdem können Sie das Pfeilblatt einmal in der Woche kräftig mit handwarmem Wasser abduschen. Das wirkt wie ein natürlicher Regenschauer und hat zudem den Effekt, dass die großen Blätter von abgelagertem Staub befreit werden.

Alokasien
Quelle: Rohit Naniwadekar, Plant Alocasia zebrina spadix P1110645 02, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0

Hinweis: Eine hohe Luftfeuchtigkeit sollte vor allem während der winterlichen Heizperiode eingehalten werden, da die Pflanze sonst aufgrund der Schwächung schnell von Spinnmilben befallen wird.

Substrat

Optimal für die Alokasie ist ein lockeres, nährstoffreiches Zimmerpflanzensubstrat. Wählen Sie ein vorgedüngtes Produkt, dann sparen Sie sich im ersten Jahr nach dem Eintopfen das Düngen. Damit Staunässe, die die Pflanze überhaupt nicht verträgt, sich gar nicht erst entwickeln kann, braucht der Pflanztopf ein Abflussloch am Boden. Zudem kommen als unterste Schicht einige Zentimeter Blähtonkugeln hinein, erst darauf füllen Sie die Erde. Vermischen Sie diese mit etwas Pinienrinde oder Granitgesteinsmehl, um den pH-Wert abzusenken. Alokasien stehen bevorzugt in leicht saurer Erde.

Gießen

Da die großen Blätter permanent Wasser abgeben, hat die Alocasia zebrina einen hohen Wasserbedarf, was Sie bei der Pflege beachten sollten. Das Substrat sollte stets leicht feucht gehalten werden und darf lediglich antrocknen. Ein Austrocknen sollten Sie unbedingt vermeiden. Gießen Sie jedoch nicht zu viel, damit keine Staunässe entsteht. Entwickeln die Blätter gelblichbraune Ränder, so gießen Sie in Zukunft weniger. Konkrete Gießempfehlungen können wir Ihnen nicht geben, da die Wasserbedarf individuell von der Pflanze, ihrem Standort, der umgebenden Luftfeuchtigkeit und Temperatur abhängt. Am besten gehen Sie folgendermaßen vor:

  • regelmäßig Fingerprobe durchführen

Ist das Substrat:

  • feucht: nicht gießen
  • angetrocknet: kleine Wassermenge geben
  • nach zwei Tagen trocken: etwas mehr gießen
  • nach einer Woche noch feucht: nächstes Mal weniger gießen
Alocasia zebrina
Quelle: Photo by David J. Stang, Alocasia zebrina 3zz, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0

Auf diese Weise tasten Sie sich allmählich an die optimale Wassermenge für Ihr Pfeilblatt heran und bekommen ein Gespür dafür, wie viel Wasser die Pflanze tatsächlich braucht. Dringender Wasserbedarf besteht, wenn die Stiele nicht mehr aufrecht stehen. Im Winter hingegen braucht die Alokasie weniger Wasser, darf aber trotzdem nicht austrocknen. Alokasien eignen sich sehr gut für eine Hydrokultur. Alternativ können Sie mit Tonkegeln (z. B. Blumat) oder einer anderen Bewässerungshilfe für einen optimalen Wasserhaushalt sorgen.

Tipp: Stellen Sie Alokasien stets auf einen wasserfesten Untergrund und nicht unbedingt auf die teure Wohnzimmerwand aus Holz, da bei guter Wasserversorgung stets etwas Wasser aus den Blättern tropft. Das ist vollkommen normal und lässt sich nicht vermeiden.

Düngen

Eine gesunde Alocasia zebrina zeichnet sich, bei guter Pflege, durch ein kräftiges Wachstum aus, weshalb Sie sie während der Wachstumsperiode zwischen April und Oktober wöchentlich düngen sollten. Optimal ist ein flüssiger Dünger für Grünpflanzen, welchen Sie gemäß der Herstelleranweisung mit dem Gießwasser verdünnen und der Pflanze verabreichen. Zwischen Oktober und März ist eine Düngung nicht notwendig. Auch nach dem Umtopfen in frisches, vorgedüngtes Substrat muss nicht gedüngt werden.

Pfeilblatt Stiel
Quelle: Photo by David J. Stang, Alocasia zebrina 5zz, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0

Schneiden

Mit der Zeit färben sich die unteren Blätter der Alokasie braun, was ebenfalls vollkommen normal ist. Ältere Blätter werden von der Pflanze nicht mehr versorgt, da diese ihre Energie in das Wachstum neuer Blätter steckt. Deshalb stirbt das alte Laub ab und sollte abgeschnitten werden. Dasselbe gilt für während der Winterruhe abgestorbene beziehungsweise stark verfärbte sowie kranke Blätter. Keine Sorge, die Alokasie bildet permanent neue Blätter aus, sodass sie nicht verkahlt. Deshalb können Sie besonders breite Blätter auch dann entfernen, wenn die Pflanze zu groß geworden ist. Ein Formschnitt ist hingegen nicht notwendig.

Umtopfen

Da die Alocasia zebrina recht schnell wächst, sollten Sie sie alle zwei bis drei Jahre in frisches Substrat und in einen größeren Topf umsetzen. Hierzu heben Sie die Pflanze einfach aus dem alten Topf heraus, entfernen vorsichtig die alte Erde und pflanzen die Alokasie in den vorbereiteten, neuen Pflanztopf wieder ein. Dieser sollte etwa zwei Nummern größer sein als der vorherige. Achten Sie darauf, beim Umpflanzen die Wurzeln möglichst nicht zu beschädigen. Sinnvoll ist es zudem, den Pflanztopf im Übertopf schließlich auf einen Einsatz zu stellen, damit die Wurzeln nicht im überschüssigen Gießwasser stehen.

Häufig gestellte Fragen

Warum bekommt meine Alocasia zebrina gelbe Blätter?

Verschiedene, teilweise sogar einander widersprechende Gründe können dazu führen, dass die Alokasie gelbe Blätter bekommt. So verursachen etwa sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser die Verfärbungen, weshalb Sie stets auf die Feuchtigkeit des Substrats achten sollten – ist dieses nass und die Blätter gelb, liegt es wahrscheinlich an Staunässe. Aber auch ein Nährstoffmangel, etwa aufgrund mangelhaften Düngens oder weil die Pflanze zu lange nicht mehr umgetopft wurde, können die Ursache sein.

Ist die Alokasie giftig?

Für Menschen ist die Alocasia zebrina ungefährlich, schließlich werden ihre Wurzeln in Südostasien sogar gekocht und als Gemüse gegessen. Vorsicht ist trotzdem geboten, denn der Pflanzensaft wirkt reizend auf Haut und Schleimhäute. Auch sollten weder Sie noch Ihre Haustiere rohe Teile der Pflanze verzehren, da dies zu Magenverstimmungen führen kann.

Wie kann ich die Alocasia zebrina selbst vermehren?

Die Alocasia zebrina lässt sich leicht durch Ableger vermehren, die bei ausreichender Topfgröße wachsen. Sobald diese Tochterpflanzen mindestens vier Blätter haben, können Sie sie von der Mutterpflanze abtrennen und separat einpflanzen. Am besten nehmen Sie diesen Schritt beim nächsten Umtopfen im Frühjahr vor.

Michelle ist mit vielen Haus- und Hoftieren auf dem Bauerngut ihrer Eltern aufgewachsen. Nebenbei kümmert sich die Vegetarierin hingebungsvoll um ihre Kräuter- und Gemüsebeete. Sie notiert ihr erworbenes Wissen und teilt es gerne mit den Plantopedia-Lesern und Leserinnen.

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