Buchsbaum ist ein idealer Sichtschutz

Der Buchsbaum gehört zu den häufigsten und beliebtesten immergrünen Sträuchern in heimischen Gärten. Der relativ pflegeleichte und anspruchslose Strauch wird in Parks, Schlossgärten und auch Bauerngärten gern gepflanzt. Dabei kommen von den zahlreichen Arten vor allem zwei zum Einsatz: Buxus sempervirens (der Gewöhnliche Buchsbaum) und Buxus microphylla (der Kleinblättrige oder Japanische Buchs). Sie eignen sich zum Pflanzen einer Buchsbaumhecke, einige Sorten auch zum Einsatz als Bodendecker.

Wachstum

Wie groß können Buchsbäume werden?

Wie groß ein Buchsbaum werden kann, hängt maßgeblich von der Sorte ab, aber auch vom Alter der Pflanze. Manch ein Buchsbaum trägt die Bezeichnung Baum zu Recht in seinem Namen. So kann der Gewöhnliche Buchsbaum bis zu acht Meter hoch werden, unter tropischen Bedingungen sogar bis zu 20 Meter. Dafür braucht er allerdings etwa 100 Jahre. Andere Buchsbäume bleiben dagegen von Natur aus deutlich kleiner.

Wie schnell wächst ein Buchs?

Die Buchsbäume gehören zu den langsam wachsenden Sträuchern. In der Regel wächst der Gewöhnliche Buchsbaum etwa 10 bis 15 Zentimeter pro Jahr, der Buxus sempervirens „Handworthensis“ jedoch bis zu 25 cm. Einige Sorten des Japanischen Buchsbaums wachsen besonders langsam, pro Jahr nur ca. acht bis zehn Zentimeter. Zu den extrem langsam wachsenden Buchsbäumen gehören der Buxus sempervirens Elegantissima und der „Blaue Heinz“ mit einem Zuwachs von lediglich etwa vier bis sechs Zentimetern im Jahr.

Ilex Crenata Japanische Stechpalme Buchsbaum

Sorten

Kleinbleibende Sorten

Die Sorte Buxus microphylla Herrenhausen gehört zu den besonders niedrig wachsenden Arten. Seine maximale Wuchshöhe liegt bei etwa 30 bis 60 cm. Dieser Buchs wächst etwas mehr in die Breite als in die Höhe und eignet sich daher sehr gut als Bodendecker, ebenso gut aber auch für die Pflanzung einer niedrigen Hecke oder Beeteinfassung. Eine ähnliche Größe erreicht der Buxus sempervirens Globosa, eine Zuchtform des Gewöhnlichen Buchsbaums mit dunkelgrünen bis bläulichen Blättern.
Einer der kleinsten Buchsbäume dürfte jedoch der „Blaue Heinz“ mit bläulichen Blättern sein. Er wächst schon von Natur aus kugelig und kompakt. Daher muss er nicht so häufig beschnitten werden. Dies sollte jedoch besonders sorgfältig geschehen. Bis Schnittfehler „herauswachsen“ dauert es einige Zeit, denn der „Blaue Heinz“ wächst sehr langsam. Seine maximale Höhe liegt bei 40 bis 50 cm.

Einige niedrige Buchsbaumsorten:

  • Herrenhausen Buxus microphylla: hellgrünes, dichtes Laub, maximale Höhe 30 – 60 cm
  • Elegantissima Buxus sempervirens: buntes Laub (cremefarbener Blattrand), dicht verzweigt, maximale Höhe 50 bis 100 cm
  • Globosa Buxus sempervirens: dunkelgrünes bis bläuliches Laub, verträgt auch volle Sonne, besonders langsam wachsend, maximale Höhe ca. 60 cm
  • „Blauer Heinz“ Buxus sempervirens : bläulich schimmerndes Laub, kugelige Wuchs, maximale Höhe 40 -50 cm

Buchsbaum ist sehr giftig

Buchsbaumhecken

Welche Buchsbäume eignen sich besonders gut für Hecken?

Für die Pflanzung einer Hecke können Sie fast jeden Buchs verwenden, entscheidend für eine gute Wahl ist jedoch, welche Art von Hecke Sie gern haben wollen. Für eine niedrige Beeteinfassung wählen Sie eine der besonders klein bleibenden Sorten, für eine Sichtschutzhecke dagegen einen hoch wachsenden Buchs wie die Sorte Buxus sempervirens „Handworthensis. Er lässt sich bei Bedarf sehr gut in Form schneiden und wird etwa zwei bis drei Meter hoch.

Der Buxus sempervirens Rotundifolia wächst etwas sparrig, lässt sich aber gut in Form schneiden. Mit einem jährlichen Zuwachs von bis zu 30 cm gehört er zu den etwas schneller wachsenden Buchsbäumen. Er wird etwa zwei bis vier Meter hoch. Auch die europäische Wildart des Gewöhnlichen Buchsbaums kommt für hohe Hecken in Frage.

Tipp: Schneiden Sie Ihre Buchsbaumhecke am besten in der Zeit von April bis September. So können Neutriebe bis zu Winter ausreifen und erfrieren nicht so leicht.

Eine niedrige Grab- oder Beeteinfassung gestalten Sie am besten mit einer schwach wachsenden Sorte. Der Buxus sempervirens Suffruticosa trägt sogar den Beinamen „Einfassungs-Buchsbaum“. Er hat einen sehr dichten Wuchs und hellgrünes Laub. Seine maximale Wuchshöhe liegt bei etwa 75 bis 100 cm. Alternativ empfiehlt sich die Sorte Buxus semp. „Blauer Heinz“ mit einer maximalen Höhe von 40 bis 50 cm.

Tipp: Beschneiden Sie eine Hecke aus besonders langsam wachsenden Buchsbäumen nur einmal im Jahr, idealerweise im Juni. Das ist völlig ausreichend.

Rückschnitt

Schadet ein Rückschnitt dem Wachstum meiner Buchsbaumhecke?

Buchsbäume sind in der Regel recht gut schnittverträglich. Auch ein Rückschnitt bis ins alte Holz schadet dem Buchs nicht. Daher können viele Arten gut für Formschnitte und Hecken genutzt werden. Vor allem aus den größeren und kompakt wachsenden Sorten lassen sich die verschiedensten Formen entwickeln, wie zum Beispiel Kugeln, Spiralen, Pyramiden oder auch Tierformen.
Ein Rückschnitt schadet Ihrer Hecke keineswegs, er sorgt eher für ein dichtes und kompaktes Erscheinungsbild. Es braucht jedoch einige Zeit, bis ein stark zurück geschnittener Buchs wieder seine alte Größe erreicht. Darum sollten Fehler möglichst vermieden werden. Schneiden Sie lieber vorsichtig. Bei einer Buchsbaumhecke ist das langsame Wachsen jedoch nicht unbedingt ein Nachteil, da die Hecke so nur selten geschnitten werden muss.

Buchsbaum schneiden

Wachstum beeinflussen

Auch unter den besten Bedingungen wächst ein Buchsbaum nicht wirklich schnell, aber zumindest etwas zügiger und zuverlässiger. Halten Sie den Boden leicht feucht und lockern Sie zu festen Boden ein wenig auf. Dadurch kann Ihr Buchs besser einwurzeln und verträgt eine Trockenperiode besser. Zu mageren und/oder sandigen Boden reichern Sie mit reifem Kompost etwas an, das fördert das Wachstum des Strauchs. Ein regelmäßiger Rückschnitt sorgt für ein besonders kompaktes und dichtes Wachstum vor allem bei den stärker wachsenden Buchsbäumen.

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