gelbe Raupen - Titel

Die Identifizierung unbekannter Raupen ist nicht immer leicht. In diesem Beitrag finden Sie heimische Raupen-Arten mit gelber Farbe und ihren spezifischen Eigenschaften.

Auf den Punkt gebracht

  • Insgesamt gibt es in Deutschland über 3700 Schmetterlingsarten
  • Bekannte Schmetterlingsarten mit gelber Raupe sind der Blaukopf, der Kohlweißling, der Mondvogel oder der Stachelbeerspanner
  • Einige Raupen leben bevorzugt alleine, während andere Exemplare in Gruppen auftreten
  • gelbe Raupen werden in einzelnen Fällen über 60 mm groß, die meisten Exemplare weisen jedoch eine Größe von 35-50 mm auf

Gelbe Raupen

Raupen können verschiedene Farben haben. Die Farben Rot, Grün oder Gelb sind weit verbreitet. Die folgende Aufzählung enthält heimische Arten, die für ihren gelben Farbton bekannt sind.

Arten von A – G

Blaukopf (Diloba caeruleocephala)

Blaukopf, gelbe Raupe
Quelle: Ilia Ustyantsev from Russia, Diloba caeruleocephala (larva) – Figure of eight (caterpillar) – Синеголовка (гусеница) (40163801885), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 2.0
  • kommt in Europa vor
  • Raupe mit gelber, weißer und schwarzer Färbung
  • Name stammt vom typisch blauen Kopf
  • Flügelspannweite von ca. 40 mm
  • relativ dicke Raupen und Puppen
  • Raupen kommen im Frühjahr zum Vorschein
  • fressen bevorzugt frische Blätter

Braunwurz-Mönch (Shargacucullia scrophulariae)

Braunwurz-Mönch
  • Raupen erreichen eine Länge von ca. 50 mm
  • verschiedene Grundfarben der Raupe: einige Varianten haben eine gelbweißliche Farbe
  • Kopf ist gelb mit typisch schwarzen Punkten
  • Puppe ist ebenfalls braungelb
  • expansive Art, die stark im westlichen Europa verbreitet ist
  • Raupen des Braunwurzmönchs existieren von Juni bis August
  • essen bevorzugt Früchte, Knospen und Blüten

Erbseneule (Ceramica pisi)

Erbseneule, gelbe Raupe
  • Raupe mit gelbgrüner Farbe
  • hellgelbe Streifen befinden sich an Seite und Rücken
  • Raupen können bis zu 45 mm lang werden
  • Erbseneule lebt in Ostasien und Europa
  • fühlt sich in verschiedenen Umgebungen wohl
  • Raupen schlüpfen nach 10 Tagen aus den Eiern
  • essen bevorzugt Blüten und Blätter
  • weit verbreitete Raupenart

Arten von H – K

Haseleule (Colocasia coryli)

Haseleule, gelbe Raupe
Quelle: Ben Sale from UK, Nut-tree Tussock Caterpillar (35865171961), bearbeitet von Plantopedia, CC BY 2.0
  • die Raupen werden bis zu 35 mm groß
  • hellbraune Färbung, seltener kommen gelbe Raupen vor
  • Puppe der Raupe ist eher hellrot bis rotbraun
  • Raupen essen bevorzugt die Blätter diverser Laubbäume
  • lebt in Europa und Westasien

Jakobskrautbär (Tyria jacobaeae)

Jacobskrautbär Schmetterlingsraupe
  • unter den Namen Blutbär und Karminbär bekannt
  • Raupen werden bis zu 30 mm groß
  • leuchtend gelbe Farbe mit schwarzen Ringeln
  • einige weiße Haare auf der Raupe
  • schwarz-gelbe Farbe schützt als Warnung vor Fressfeinden
  • gesellige Raupenart, die häufig in größeren Gruppen vorkommt
  • ernähren sich vom Jakobs-Greiskraut, deren giftige Wirkung kann den Raupen nichts anhaben

Kleiner Fuchs (Aglais urticae)

Kleiner Fuchs Schmetterlingsraupe
  • helle Raupe wird bis zu 30 mm groß
  • schwarze Raupen mit zwei gelben Seitenlinien
  • essen bevorzugt die Brennnessel
  • die Raupen des Schmetterlings Kleiner Fuchs essen einen Monat, bevor sie sich verpuppen
  • Entwicklungszeit als Raupe zwischen ein und zwei Monaten
  • Raupen sind aufgrund ihrer auffälligen Färbung nicht von Vögeln bedroht

Königskerzen-Mönch (Cucullia verbasci)

Königskrautbär
  • die Raupe vom Königskerzenmönch hat eine weißlich-gelbliche Grundfärbung
  • leuchtend gelbe Querstreifen prägen die Optik
  • der Kopf der Raupe ist gelb
  • die Puppe ist ebenfalls braungelb und hat eine große Rüsselscheide
  • der Königskerzenmönch lebt in Nordafrika und ganz Europa
  • die Raupen ernähren sich vorwiegend von Arten der Königskerze
  • leben von Mai bis zur Verpuppung im Herbst

Kohlweißling (Pieris brassicae und Pieris rapae)

Kohlweißling Raupe
Quelle: Bernd Kirchberg, Kohlweissling raupen, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • großer und kleiner Kohlweißling
  • gelb-grünliche Färbung
  • Flügelspannweite von bis zu 60 mm
  • junge Raupen halten sich gerne in Gruppen auf, ältere Exemplare isolieren sich zunehmend
  • essen bevorzugt diverse Kohlarten
  • Lebenszeit von Juni bis Oktober
  • Überwinterung der Raupen in milden Jahren möglich

Kräuter-Mönch (Cucullia lucifuga)

Kräuter-Mönch, gelbe Raupe
Quelle: Hectonichus, Noctuidae – Cucullia lucifuga – 3rd instar, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • schwarze Färbung mit gelben Streifen an Seite und Rücken
  • bei erwachsenen Exemplaren werden die Streifen rot
  • kommen vorwiegend in Mitteleuropa vor
  • essen bevorzugt Blüten, Früchte und Knospen
  • Raupen des Kräutermönchs bewegen sich am Tag frei
  • keine Gefährdung durch Fressfeinde

Arten von L – S

Labkrautschwärmer (Hyles gallii)

Labkrautschwärmer
  • Raupen mit einer Größe bis zu 80 mm
  • verschiedene Farbvarianten, eine Variante ist schwarz mit auffälligen gelben Flecken
  • der Kopf der Raupen ist rot
  • Raupen kommen von Juli bis September vor
  • ernähren sich vorwiegend von Labkraut

Mondvogel (Phalera bucephala)

Mondvogel, gelbe Raupe
  • bei den Raupen des Mondvogels handelt es sich um gesellige Exemplare
  • schwarze Farbe mit gelben Quer- und Längsstreifen
  • Raupen leben von Juli bis August
  • essen die Blätter diverser Sträucher und Bäume
  • bis zu 50 mm groß

Schönbär (Callimorpha dominula)

Schönbär Schmetterlingsraupe
  • bis zu 40 mm lang
  • dunkelgrau mit gelben Streifen am Rücken und der Seite
  • Raupen kommen in Europa und Asien vor, leben bevorzugt in feuchten Gebieten
  • junge Raupen bewegen sich bevorzugt in Raupen
  • fressen verschiedene Blätter von unterschiedlichen Sträuchern

Stachelbeerspanner (Abraxas grossulariata)

Stachelbeerspanner Schmetterlingsraupe
Quelle: jean pierre Hamon (14), Caterpillar Abraxas grossulariata 01, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • variable Färbung der Raupe
  • meistens sind die Raupen weiß-gelblich
  • schwarze Flecken auf der ganzen Raupe
  • wird bis zu 32 mm lang
  • liebt warme Regionen
  • Eiraupen schlüpfen nach zwei Wochen
  • Lebenszeit von Juni bis August
  • ernähren sich überwiegend von den Blättern der Johannisbeere, Stachelbeere und weiteren Laubhölzern
  • Stachelbeerspanner überwintert in kleinen Spalten des Mauerwerks oder zwischen Blättern

Arten von T – Z

Totenkopfschwärmer (Acherontia atropos)

Totenkopfschwärmer, gelbe Raupe
  • Raupen werden bis zu 130 mm groß
  • farbliche Variationen von gelb über braun bis zu orange
  • Raupen treten in Gruppen auf
  • Analhorn mit gegabelter Spitze
  • Entwicklungszeit von vier Wochen bei günstigen Bedingungen
  • essen bevorzugt Blätter der Nachtschattengewächse

Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)

Zitronenfalter Schmetterlingsraupe
Quelle: Harald Süpfle, Gonepteryx rhamni – caterpillar 08 (HS), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0 DE
  • die Raupen haben eine mattgrüne bis gelbliche Färbung
  • helle Längsstreifen fungieren als Tarnung
  • ernährt sich bevorzugt vom Laub der Sträucher, beliebte Nahrung ist der Faulbaum
  • Lebenszeit von Mai bis Juni

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen dem kleinen und großen Kohlweißling?

Der kleine Kohlweißling erreicht eine Größe von max. 25 Millimeter. Demgegenüber kann der große Kohlweißling Größen von 40 Millimeter erreichen. Die dunklen Punkte sind zudem eindeutige Charakteristika, die vornehmlich die größeren Exemplare aufweisen. Die Raupen des kleinen Kohlweißlings sind grün mit gelben Streifen.

Wie viele Arten der Raupen gibt es?

In Deutschland sind über 3700 Arten der Schmetterlinge bekannt. Die Insekten durchlaufen verschiedene Entwicklungsstadien, bis diese von der Raupe nach der Verpuppung zum schönen Falter werden. Somit gibt es ebenso viele Raupenarten, die Ihnen das eindeutige Bestimmen erschweren.

Welche Raupe ist giftig?

Beim Jakobskrautbär handelt es sich um Raupen, die das giftige Jakobskraut essen. Das Gift selbst hat keinerlei Wirkung auf die Raupen. Allerdings nehmen diese das Gift auf und werden gefährlich für Fressfeinde wie Vögel.