5 Schädlinge an Thuja-Hecken erkennen und bekämpfen

Schädlinge an Thuja-Hecken

Thuja oder Lebensbaum, wie das Gewächs auch genannt wird, gehört zu den robusten Pflanzen. Dennoch können Schädlinge an Thuja-Hecken erheblichen Schaden anrichten und Krankheiten begünstigen. Daher ist es entscheidend, Parasiten frühzeitig zu bekämpfen. Als Laie ist es jedoch nicht immer einfach, die betreffende Schädling-Art zu erkennen. Wir erklären, worauf geachtet werden muss und was gegen einen Schädlings-Befall unternommen werden kann.

Schädlinge an Thuja-Hecken

Ein Befall mit Schädlingen ist beim Lebensbaum eher selten. Fallen Schäden an Hecken oder Solitärpflanzen auf, kommen daher nur wenige Insekten in Frage. Zu diesen gehören:

  • Thuja-Miniermotte
  • Wacholder-Miniermotte
  • Borkenkäfer
  • Schildläuse
  • Spinnmilben

Thuja-Miniermotte

Die Falter lassen sich nur schwer unterscheiden. Sie fügen den Gewächsen allerdings auch keine Schäden zu, sondern legen nur ihre Eier daran ab. Schlüpfen die Larven, ernähren sich diese von den Blättern und Trieben. Die adulten Miniermotten fliegen zwischen Juni und Juli. Die Larven können zwischen August und September aber auch noch im folgenden Jahr schlüpfen. Ein Befall lässt sich an den folgenden Punkten feststellen:

  • Blätter und Triebe, die erst transparent und dann braun werden und absterben
  • schwarze Punkte durch Kotablagerungen
  • braune Raupen
  • Fraßgänge in den Blätter und an den Trieben
Thuja Miniermotte. Argyresthia thuiella
Thuja Miniermotte. Argyresthia thuiella

Wacholder-Miniermotte

Die Wacholder-Miniermotte kann sich ebenfalls auf die Thujen verirren und ist an den oben genannten Punkten zu erkennen. Lediglich die Flugzeit der Insekten unterscheidet sich. Sie sind bereits ab Mai aktiv. Dementsprechend können die Schäden bereits früher im Jahr auftreten. In Schadbild und Bekämpfung unterscheidet sie sich jedoch nicht von der Thuja-Miniermotte.

Wacholderminiermotte, Argyresthia trifasciata
Wacholderminiermotte, Argyresthia trifasciata

Miniermotten bekämpfen

Findet sich das beschriebene Schadbild an Hecken oder einzelnen Lebensbäumen, sollte zunächst der Gesamtzustand der Pflanzen überprüft werden. Bei ansonsten gesunden und kräftigen Pflanzen reicht es in der Regel aus, lediglich die befallenen Triebe abzuschneiden und zu entsorgen. Sie sollten jedoch nicht auf dem Kompost landen, da sich die Schädlinge von hier wieder ausbreiten könnten.

Bei bereits geschwächten Pflanzen oder einem starken Befall muss die Bekämpfung auf zwei Wegen erfolgen. Zum einen muss ein starker Rückschnitt durchgeführt werden, um möglichst viele der Raupen und weitere Eier sowie die bereits beschädigten Pflanzenteile zu entfernen. Zusätzlich muss ein entsprechendes Schädlingsbekämpfungsmittel aus dem Fachhandel eingesetzt werden.

Borkenkäfer

Ein weiterer Thuja Schädling ist der Borkenkäfer. Er befällt Thujen nur dann, wenn diese bereits geschwächt sind und unter Trockenheit leiden. Daher sollten auch Hecken bei Bedarf und vor allem kurz nach dem Pflanzen regelmäßig und reichlich gegossen werden. Die adulten Käfer bohren sich in die Rinde und legen ähnlich der Miniermotten hier ihre Eier ab. Die Folgen sind unter anderem:

  • abgestorbene Triebe
  • sichtbare Larven auf den Blättern
  • Bohrlöcher und Verfärbungen an der Rinde der Zweige
  • Fraßspuren an den Blättern

Die großen, braunen Borkenkäfer beziehungsweise ihre Larven können erheblichen Schaden an dem Lebensbaum erzeugen und ganze Hecken zerstören.

Fraßspuren des Borkenkäfers
Fraßspuren des Borkenkäfers

Borkenkäfer bekämpfen

Aufgrund des großen Schadenpotenzials sollte bei einem Befall mit Borkenkäfer-Larven umgehend gehandelt werden. Ähnlich wie bei der Bekämpfung der Miniermotten müssen betroffene Teile entfernt und vernichtet werden. Zudem sollte ein entsprechendes Pestizid eingesetzt werden, um eventuell verbliebene Eier und Larven abzutöten.
Zudem ist es wichtig, den Lebensbaum zu stärken und ausreichend zu gießen, um einem weiteren Befall vorzubeugen.

Schildläuse

Schildläuse treten nur selten an Thuja-Hecken auf und richten im Vergleich auch nur wenig Schaden an. Die kleinen Schädlinge sind mit bloßem Auge sichtbar und sitzen oftmals an der Unterseite der Blätter von Thuja-Hecken. Zudem verursachen sie Fraßspuren.
Zur Bekämpfung kommen einerseits entsprechende Pestizide in Frage. Zum anderen können jedoch auch natürliche Fressfeinde eingesetzt werden. Zu diesen gehören:

  • Marienkäfer
  • Florfliegen
  • Schlupfwespen
  • Schwebfliegen
  • Raubkäfer

Schildläuse

Extra-Tipp: Die Nützlinge beziehungsweise Fressfeinde sollten frühzeitig im Fachhandel oder online gekauft werden, da sie meist als Eier oder Larven erhältlich sind und somit ausreichend Zeit brauchen, bis sie die Parasiten bekämpfen können.

Spinnmilben

Ein Spinnmilbenbefall äußert sich durch weiße Gespinste zwischen den Blättern der Thuja. Die Schädlinge treten vor allem dann an Thuja-Hecken auf, wenn die Pflanzen warm und trocken stehen. Ein gutes Mittel zur Vorbeugung ist darum wieder das ausreichende Wässern von Hecken und Einzelpflanzen. Zusätzlich können sie gelegentlich mit Wasser besprüht werden, denn Feuchtigkeit bekommt den Spinnmilben nicht gut.

Spinnmilben-Befall
Spinnmilben-Befall

Ist es bereits zu einem Befall gekommen, können die betroffenen Pflanzenteile abgeschnitten und vernichtet werden. Wenn möglich sollten sie verbrannt oder über den Hausmüll entsorgt werden, damit sich die Parasiten nicht erneut ausbreiten können. Zudem können verschiedene Pflanzenbrühen zum Spritzen der Lebensbäume verwendet werden. Darunter:

Alternativ können auch fertige Mittel zum Besprühen der Pflanzen gegen Thuja Schädlinge im Fachhandel erworben werden. Gut geeignet sind beispielsweise Produkte mit Neemöl.

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