Welche Heckenpflanzen sind ungiftig? 10 nicht giftige Hecken

ungiftige Heckenpflanzen

Hecken lassen sich aus den unterschiedlichsten Pflanzen gestalten, allerdings sind viele davon giftig! Es gibt jedoch auch eine Vielzahl an Pflanzen, die nicht giftig sind und für Mensch als auch Tier keine Gefahr darstellen. Im folgenden Beitrag werden zehn ungiftige Hecken vorgestellt.

Ungiftige Heckenpflanzen

Heckenpflanzen werden sowohl in öffentlichen Bereichen, wie beispielsweise Parks oder Kindergärten, aber auch im hauseigenen Garten gepflanzt. Für diesen Zweck bietet sich eine Vielzahl unterschiedlichster Pflanzen an, von Beerensträuchern bis hin zu Nadelgehölzen. Darunter finden sich jedoch viele giftige Pflanzen, welche insbesondere für Kinder und Tiere eine potenzielle Gefahr darstellen. Allerdings gibt es auch etliche Heckenpflanzen, die ungiftig sind und somit auch problemlos im heimischen Garten angebaut werden können. Die folgenden Heckenpflanzen sind nicht giftig.

Alpen-Johannisbeere

Die Alpen-Johannisbeere ist nicht giftig und trägt auch, im Gegensatz zu anderen Ribes-Arten, keine Stacheln oder Dornen. Der sommergrüne Strauch ist dicht verzweigt und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 250 Zentimetern. Die Alpen-Johannisbeere blüht von April bis Mai und trägt im August kugelige, scharlachrote Beerenfrüchte. Diese sind für den Mensch zwar ungiftig und essbar, schmecken jedoch ziemlich fade. Allerdings erfreuen sich viele Vögel über die Beeren, weshalb die Alpen-Johannisbeere auch als Vogelnährgehölz gilt.

  • botanischer Name: Ribes alpinum
  • Synonyme: Berg-Johannisbeere
  • Gattung: Johannisbeeren (Ribes)
  • Familie: Stachelbeergewächse (Grossulariaceae)
  • Standort: anspruchslos, Sonne oder Schatten

Alpen-Johannisbeere, Ribes alpinum

Hinweis: Die Alpen-Johannisbeere ist sehr verträglich gegenüber Salz und Autoabgasen. Sie eignet sich daher ideal als Heckenpflanze, um das heimische Grundstück vom Straßenlärm abzuschirmen.

Feldahorn

Der Feldahorn ist nicht sonderlich anspruchsvoll, sollte jedoch regelmäßig geschnitten werden. Das heimische Gehölz wächst bis zu 45 Zentimeter pro Jahr und eignet sich somit hervorragend für hohe Hecken. Bei fachgerechter Pflege bildet der Feldahorn im Mai gelbe Blüten und färbt sein Laub in ein prachtvolles Gelb und/ oder Orange. Während viele Ahorn-Arten den gesundheitsschädlichen Stoff Hypoglycin A enthalten, ist der Feldahorn jedoch völlig ungiftig und daher für den Mensch unbedenklich.

  • Botanischer Name: Acer campestre
  • Synonym: Maßholder
  • Gattung: Ahorne (Acer)
  • Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
  • Standort: nährstoffreich, feucht bis wechseltrocken, warm und kalkhaltig

Feldahorn, Acer campestre

Gemeine Fichte

Die Gemeine Fichte ist eine der wenigen ungiftigen Nadelbäume, welche sich auch hervorragend als Hecke ziehen lässt. Denn sie überzeugt durch ihre Blickdichte und bietet somit einen effektiven Blickschutz. Bei Hecken wie diesen ist jedoch zu beachten, dass die Gemeine Fichte nicht zu schmal geschnitten werden sollte. Eine Mindestbreite von rund 80 Zentimetern und eine Mindesthöhe von 150 Zentimetern sind empfehlenswert.

  • botanischer Name: Picea abies
  • Synonyme: Gewöhnliche Fichte, Rotfichte, Rottanne
  • Gattung: Fichten (Picea)
  • Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
  • Standort: überall möglich, nicht zu heiß und zu trocken
  • Schnitt: jährlich, schmale Hecken 2x pro Jahr

Gemeine Fichte, Picea abies

Hainbuche

Die Hainbuche gilt als eine der besten Heckenpflanzen und ist zugleich ungiftig. Sie wächst freistehend als mittelgroßer Baum oder Strauch und findet sich vor allem in Europa und Westasien. Es kann durchaus vorkommen, dass der Baum Wuchshöhen von bis zu 25 Metern oder mehr erreicht. Ihren Standort schmückt die Hainbuche im Sommer mit einem gesunden, grünen Laub. Ihre Blätter behält sie teilweise auch über den Winter, allerdings färben sich diese in der kalten Jahreszeit gelb-bräunlich.

  • Botanischer Name: Carpinus betulus
  • Synonyme: Weißbuche, Hagebuche, Hornbaum
  • Gattung: Hainbuchen (Carpinus)
  • Familie: Birkengewächse (Betulaceae)
  • Standort: anspruchslos, Sonne oder Schatten

Hainbuchen sind robuste Heckenpflanzen

Himbeere

Beerensträucher eignen sich ebenfalls als Heckenpflanzen, wie beispielsweise die Himbeere, beweist. Sie blüht und fruchtet im 2. Jahr und trägt eine Vielzahl schmackhafter Früchte. Diese können, je nach Sorte, ab Juli bis in den Spätherbst geerntet werden. Denn Sommerhimbeeren werden ab Juli und September geerntet, wohingegen die Früchte von Herbsthimbeeren erst zwischen August und Oktober reif sind. Der immergrüne Scheinstrauch erreicht eine Wuchshöhe von 0,6 bis 2,0 Meter, verliert jedoch gerne seine Form. Es ist daher ratsam, sie regelmäßig zu schneiden.

  • botanischer Name: Rubus idaeus
  • Synonyme: Hintperi, Mollbeere
  • Gattung: Rubus
  • Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
  • Standort: halbschattig bis sonnig, lockerer und humusreicher Boden

Himbeeren, Rubus idaeus

Hinweis: Wer Himbeeren als Hecke anbauen möchte, benötigt pro Meter etwa zwei bis drei Himbeerstauden.

Kanadische Hemlocktanne

Die immergrüne Kanadische Hemlocktanne ist in hiesigen Regionen winterhart, weshalb sie sich perfekt als Sichtschutzhecke eignet. Ebenso stellt sie keine Gefahr für Kinder oder Tiere da, denn die Kanadische Hemlocktanne ist nicht giftig. Während sie ganzjährig ihre grünen Nadeln trägt, bildet sie im Mai unscheinbare Blüten und trägt gestielte, eiförmige Zapfen. Letztere erreichen eine Länge von etwa 1,5-2,5 Zentimetern und einen Durchmesser von 1-1,5 Zentimetern.

  • botanischer Name: Tsuga canadensis
  • Synonyme: Kanadische Schierlingstanne
  • Gattung: Hemlocktannen (Tsuga)
  • Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
  • Standort: sonnig bis halbschattig, frischer bis feuchter Boden

Kanadische Hemlocktanne, Tsuga canadensis

Hinweis: Die Kanadische Hemlocktanne erreicht ihre Blühfähigkeit erst mit 20 bis 40 Jahren.

Muriel-Bambus

Der Muriel-Bambus zählt ebenfalls zu den ungiftigen Heckenpflanzen und stellt somit weder für Kinder noch für Tiere eine Gefahr dar. Er bildet eine Vielzahl aufrecht wachsender Halme aus, welche eine Wuchshöhe von einem bis fünf Metern erreichen können. Die immergrüne Heckenpflanze ist winterhart und kommt dabei auch problemlos mit Temperaturen von bis zu -20 °C zurecht.

  • botanischer Name: Fargesia murielae
  • Gattung: Fargesia
  • Familie: Süßgräser (Poaceae)
  • Standort: halbschattig oder sonnig

Fargesia murielae, Schirmbambus, Muriel-Bambus

Hinweis: Der Muriel-Bambus ist bereits nach wenigen Jahren gut blickdicht, weshalb nur wenige Exemplare benötigt werden.

Purpur-Weide

Die Purpur-Weide ist ein großer, aufrecht wachsender Strauch, der eine Wuchshöhe von bis zu sechs Metern erreichen kann. Die Blütezeit der Purpur-Weide ist von März bis April, in der sie weibliche und männliche „Kätzchen“ bildet. An letztere ist übrigens der Name angehaucht, denn die männlichen Weidenkätzchen färben sich rötlich, wohingegen die Blätter der Purpur-Weide mattgrün sind.

  • botanischer Name: Salix purpurea
  • Gattung: Weiden (Salix)
  • Familie: Weidengewächse (Salicaceae)
  • Standort: sonnig oder halbschattig

Hinweis: Die Purpur-Weide lockt zahlreiche Insekten an, so ist sie unter anderem für Honig- und Wildbienen eine willkommene Nahrungsquelle.

Rosen

Heckenpflanzen fungieren oftmals als Sichtschutz, können jedoch auch äußerst dekorativ sein! Denn Rosen sind hervorragende Heckenpflanzen, welche nicht nur dicht wachsen, sondern auch durch ihre wunderschöne Blütenpracht überzeugen. Wenn die Rosen als Heckenpflanzen kultiviert werden, sollten diese mindestens 180 Zentimeter hoch sein. Deshalb ist es ratsam, stärkerwüchsige Rosen anzupflanzen, wie beispielsweise Wild-, Strauch- und/ oder Parkrosen.

  • botanischer Name: Rosa
  • Synonyme: Königin der Blumen
  • Gattung: Rosen
  • Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
  • Standort: sonnig und luftig, nährstoffreicher und humoser Boden

Hinweis: Rosen sind zwar ungiftig, allerdings bilden die Gewächse Stacheln aus. Da für Kinder und Tiere somit Verletzungsgefahr besteht, ist hier stets Vorsicht geboten!

Straucheibisch

Der Straucheibisch ist ein mittelstark wachsendes Gehölz, das sowohl in Einzelstellung als auch in Gruppen ideal zur Geltung kommt. Er wächst aufrecht und erreicht eine Wuchshöhe von ein bis vier Metern. Der laubabwerfende Strauch bildet von Juli bis September zahlreiche Blüten, welche die unterschiedlichsten Farben haben können. Ebenso gibt es einige Sorten, die mehrfarbig sind und beispielsweise eine andersfarbige Blütenmitte haben.

  • botanischer Name: Hibiscus syriacus
  • Synonyme: Garteneibisch, Festblume, Scharonrose, Syrischer Eibisch
  • Gattung: Hibiskus (Hibiscus)
  • Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
  • Standort: vollsinnig, nahrhafter und durchlässiger Boden

Hibiscus syriacus, Gartenhibiskus, Straucheibisch

Sie sind sich nicht sicher, ob Ihre Heckenpflanze giftig ist? Eine Liste mit 10 giftigen Heckenpflanzen finden Sie hier.

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