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Gewürzpflanzen Liste – 20 Gewürze für Balkon & Garten

Gewürzpflanzen Liste Titel

Gewürze verleihen einem Gericht den letzten Schliff. Viele Gewürzpflanzen lassen sich auf dem Balkon oder im Garten anpflanzen. Der Pflegeaufwand ist gering und Sie haben immer frische Gewürze zur Hand.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • Gewürzpflanzen bevorzugen sonnige Standorte
  • während der Keimung und es Anbaus auf ausreichende Wasserversorgung achten
  • frostempfindliche mehrjährige Gewürzpflanzen wie Lorbeer frostfrei an einem hellen Standort überwintern
  • Wacholder-Beeren brauchen zwei Jahre bis zur Reife

Anis (Pimpinella anisum)

Anis (Pimpinella anisum)

Die getrockneten Anis-Samen werden als Gewürz für Brot verwendet. In der arabischen und indischen Küche ist Anis ebenfalls ein beliebtes Gewürz.

  • Standort: sonnig, humoser und durchlässiger Boden
  • Anbau: Direktsaat ab Mai
  • Düngung: nicht erforderlich
  • Wasserbedarf: konstant leicht feucht halten

Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum)

Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum)

Der Bockshornklee wird seit der Antike kultiviert. Er ist Teil vieler Gewürzmischungen und ist unter anderem im Curry zu finden.

  • Standort: warm, geschützt, nährstoffarmer Boden
  • Anbau: Direktsaat ab April
  • Düngung: keine Düngung erforderlich
  • Wasserbedarf: während der Keimung feucht halten, Pflanzen nur mäßig gießen

Bohnenkraut (Satureja hortensis)

Winter-Bohnenkraut (Satureja montana)

Bohnenkraut ist getrocknet nicht nur ein guter Begleiter für Bohnengerichte, sondern wird auch in der mediterranen oder französischen Küche genutzt.

  • Standort: warm, nährstoffarmer Boden
  • Anbau: Direktsaat ab Mitte Mai, Samen nicht mit Erde bedecken
  • Düngung: keine Düngung erforderlich
  • Wasserbedarf: während der Keimung feucht halten, Pflanzen nur mäßig gießen

Hinweis:

Es gibt unterschiedliche Arten beim Bohnenkraut. Das mehrjährige Bohnenkraut lässt sich über Stecklinge oder Teilung vermehren, während das einjährige Bohnenkraut jedes Jahr neu ausgesät werden muss.

Chili (Capsicum)

Chili (Capsicum)

Chili ist eines der wichtigsten Gewürze in der Küche, das getrocknet oft noch schärfer ist als im frischen Zustand. Es gibt mittlerweile unzählige Chili-Arten mit unterschiedlichen Schärfegraden.

  • Standort: warm, nährstoffreicher und humoser Boden
  • Anbau: Vorkultur ab Januar, Auspflanzen ab Mitte Mai
  • Düngung: Grunddüngung beim Auspflanzen, alle drei bis vier Wochen düngen
  • Wasserbedarf: immer leicht feucht halten

Currykraut (Helichrysum italicum)

Currykraut (Helichrysum

Das Aroma vom Currykraut erinnert an die Curry-Gewürzmischung. Die Pflanzen sind nicht frostfest, können aber geschützt überwintert werden.

  • Standort: sonnig und windgeschützt, mäßig nährstoffreicher und humoser Boden
  • Anbau: geschützte Vorkultur ab Februar, Auspflanzen ab Mitte Mai
  • Düngung: Grunddüngung beim Auspflanzen
  • Wasserbedarf: immer leicht feucht halten

Ingwer (Zingiber officinale)

Ingwer (Zingiber officinale)

Ingwer lässt sich problemlos aus Rhizomen aus dem Supermarkt ziehen. Eine Vorkultur ist im Winter erforderlich, damit er ertragreich ist.

  • Standort: sonnig und warm, nährstoffarmer Boden
  • Anbau: Vorkultur ab Dezember, Auspflanzen ab Mitte Mai
  • Düngung: Grunddüngung beim Auspflanzen, alle drei Wochen düngen
  • Wasserbedarf: immer leicht feucht halten

Kerbel (Anthriscus cerefolium)

Kerbel (Anthriscus cerefolium)

Vom Kerbel können sowohl die getrockneten Blätter als auch die Samen verwendet werden. Einmal im Garten vermehren sich die Pflanzen durch Selbstaussaat gut.

  • Standort: sonnig bis halbschattig, mäßig nährstoffreicher Boden
  • Anbau: Direktsaat ab April
  • Düngung: Grunddüngung ausreichend
  • Wasserbedarf: während der Keimung feucht halten, Pflanzen leicht feucht halten

Kümmel (Carum carvi)

Kümmel (Carum carvi)

Der Kümmel ist zweijährig und bildet erst im zweiten Jahr Samen. Die Erträge sind pro Pflanze eher gering, allerdings wird von dem Gewürz meist nur wenig benötigt.

  • Standort: sonnig, humoser und kalkhaltiger Boden
  • Anbau: Direktsaat ab April
  • Düngung: mäßige Düngung
  • Wasserbedarf: während der Keimung feucht halten, Pflanzen immer leicht feucht halten

Lorbeer (Laurus nobilis)

Lorbeer (Laurus nobilis)

Der Lorbeer ist frostempfindlich. Er kann geschützt im Haus überwintert werden.

  • Standort: sonnig und windgeschützt, nährstoffreicher und humoser Boden
  • Anbau: Aussaat aufwendig und meist mäßig erfolgreich, Vermehrung über Stecklinge bevorzugen
  • Düngung: alle drei bis vier Wochen düngen
  • Wasserbedarf: leicht feucht halten, kurze Trockenperioden möglich

Kurkuma (Curcuma longa)

Kurkuma (Curcuma longa)

Kurkuma lässt sich über Rhizome einfach vermehren. Die getrocknete Wurzel wird gemahlen und färbt intensiv gelb.

  • Standort: sonnig, nährstoffreicher Boden
  • Anbau: Vorkultur ab Dezember, Auspflanzen ab Mitte Mai
  • Düngung: alle drei bis vier Wochen düngen
  • Wasserbedarf: immer leicht feucht halten

Lavendel (Lavandula angustifolia)

Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) im August pflanzen

Vom Lavendel lassen sich nicht nur die Blüten, sondern auch die getrockneten Blätter als Gewürz verwenden. Besonders aromatisch ist Lavandula angustifolia.

  • Standort: sonnig und warm, nährstoffarmer Boden
  • Anbau: Aussaat ab Anfang Mai, Vermehrung über Stecklinge einfacher
  • Düngung: keine Düngung erforderlich ist
  • Wasserbedarf: verträgt längere Trockenperioden

Erfahren Sie mehr über die Pflege von Lavendel:

Majoran (Origanum majorana)

Majoran (Origanum majorana)

Majoran ist mit dem Oregano eng verwandt, hat allerdings andere Ansprüche vor allem bei der Nährstoffversorgung. Er ist in gemäßigten Klimazonen nur einjährig und reagiert empfindlich auf Frost.

  • Standort: sonnig und warm, nährstoffreicher und humoser Boden
  • Anbau: geschützte Vorkultur ab April empfehlenswert, Direktsaat ab Mai möglich
  • Düngung: Grunddüngung beim Auspflanzen, alle vier bis fünf Wochen düngen
  • Wasserbedarf: immer leicht feucht halten

Oregano (Origanum vulgare)

Oregano (Origanum vulgare)

Oregano darf auf der Pizza nicht fehlen und ist teil vieler mediterraner Gerichte. Diese Gewürzpflanze ist pflegeleicht, allerdings wird sie gelegentlich von Rostpilzen befallen.

  • Standort: sonnig bis halbschattig, mäßig nährstoffreicher Boden
  • Anbau: Direktsaat ab Ende April, Vermehrung durch Teilung einfacher
  • Düngung: nur mäßig düngen
  • Wasserbedarf: während der Keimung feucht halten, benötigt keine zusätzliche Wasserversorgung im Beet

Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Rosmarin ist nur bedingt frostfest. In rauen Lagen kann er in einem unbeheizten Gewächshaus überwintert werden.

  • Standort: warm, nährstoffarmer Boden
  • Anbau: Aussaat möglich, bevorzugt über Stecklinge vermehren
  • Düngung: keine Düngung erforderlich
  • Wasserbedarf: mäßig feucht halten

Safran (Crocus sativus)

Safran (Crocus sativus)

Der Anbau von Safran gelingt problemlos im gemäßigten Klima. Wichtig ist ein Standortwechsel alle zwei bis drei Jahre.

  • Standort: sonnig und geschützt, nährstoffreicher Boden
  • Anbau: Zwiebeln ab September pflanzen, mindestens 12 cm tief pflanzen
  • Düngung: Grunddüngung beim Pflanzen
  • Wasserbedarf: geringer Wasserbedarf, bei längeren Trockenperioden gießen

Sesam (Sesamum indicum)

Sesam (Sesamum indicum)

Der Anbau von Sesam ist in Mitteleuropa nicht verbreitet, aber möglich. Im heimischen Garten kann der Ertrag gesteigert werden, wenn der Sesam im April bereits vorgezogen wird.

  • Standort: warm, nährstoffarmer Boden
  • Anbau: Direktsaat ab Mitte Mai
  • Düngung: mäßig düngen
  • Wasserbedarf: leicht feucht halten, Sesam verträgt kurze Trockenperioden

Thymian (Thymus vulgaris)

Thymian (Thymus vulgaris)

Obwohl der Thymian eine eher unscheinbare Pflanze ist, hat er viel Aroma. Es gibt unterschiedliche Thymian-Arten, die alle als Gewürz nutzbar sind.

  • Standort: warm, nährstoffarmer Boden
  • Anbau: Direktsaat ab Mitte Mai, Samen nicht mit Erde bedecken
  • Düngung: keine Düngung erforderlich
  • Wasserbedarf: während der Keimung feucht halten, Pflanzen nur mäßig gießen

Hinweis: Der Thymian breitet sich kriechend aus. Er sollte unkrautfrei gehalten werden, da er sich anderenfalls nur kümmerlich entwickelt.

Wacholder (Juniperus communis)

Wacholderbeeren

Wacholder ist nicht nur die Grundlage für Gin, sondern in der heimischen Küche ein wichtiges Gewürz für Fleischgerichte. Bis eine Wacholderbeere reif ist, dauert es zwei Jahre.

  • Standort: sonnig bis halbschattig, sandiger bis humoser Boden
  • Anbau: Vermehrung über Samen ist möglich, bevorzugt über Stecklinge vermehren
  • Düngung: keine Düngung erforderlich
  • Wasserbedarf: eher trocken halten

Weißer Senf (Sinapis alba)

Weißer Senf (Sinapis alba)

Senf ist bei uns vorwiegend als Würzpaste bekannt. Die ganzen oder gemahlenen Körner können auch als Gewürz für unterschiedliche Gerichte verwendet werden.

  • Standort: sonnig, nährstoffreicher Boden
  • Anbau: Direktsaat ab Ende März
  • Düngung: Grunddüngung beim Anbau, bis zur Blüte alle drei bis vier Wochen mit Flüssigdünger düngen
  • Wasserbedarf: während der Keimung feucht halten, Pflanzen immer leicht feucht halten

Ysop (Hyssopus officinalis)

Ysop (Hyssopus officinalis)

Der Ysop ist eine nicht ganz einfache Gewürzpflanze im Garten. Die Standortbedingungen müssen optimal passen, damit er sich gut entwickelt.

  • Standort: sonnig, windgeschützt, nährstoffarm
  • Anbau: Direktsaat ab Mai
  • Düngung: keine Düngung erforderlich
  • Wasserbedarf: während der Keimung feucht halten, Pflanzen leicht feucht halten

Häufig gestellte Fragen

Welche Gewürzpflanzen vertragen sich nicht nebeneinander?

Grundsätzlich sollten Sie keine Kräuter kombinieren, die unterschiedliche Standortansprüche haben. Am Balkon ist es bei einer Kultur in einzelnen Töpfen häufig einfacher den Ansprüchen einzelner Pflanzen gerecht zu werden, als in einem Kräuterbeet.

Was ist der Unterschied zwischen Gewürzen und Kräutern?

Bei Gewürzen handelt es sich meist um getrocknetes Pflanzenmaterial. Im getrockneten Zustand entfalten Gewürze ein intensiveres Aroma als im frischen Zustand. Kräuter hingegen werden vorwiegend frisch genutzt. Sie sollten keiner zu großen Hitze ausgesetzt sein und werden deshalb meist zum Finalisieren von Speisen verwendet. Bei einigen Pflanzen ist jedoch eine Nutzung sowohl frisch als Kraut als auch getrocknet als Gewürz möglich wie beispielsweise beim Rosmarin.

Brauchen Gewürzpflanzen am Balkon einen besonderen Winterschutz?

Frostfeste Gewürzpflanzen können über den Winter im Freien bleiben. Pflanzen im Kübel oder Topf, die am Balkon stehen, sollten einen Schutz bekommen, damit der Wurzelballen keinen Frostschaden nimmt. Dazu wird der Topf mit einem Jutesack dick umwickelt. Zusätzlich kann man den Topf noch auf eine Unterlage wie ein Holzbrett oder Styropor stellen. Wichtig ist, dass im Winter nicht das Gießen an frostfreien Tagen übersehen wird, da sonst die Pflanzen vertrocknen.

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