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16 immergrüne Bäume für kleine Gärten

Immergrüne Bäume für kleine Gärten

Diese immergrünen Bäume sorgen im Winter für etwas Farbe, auch in kleinen Gärten. Dabei sind sie nicht nur dekorativ, sondern auch ein natürlicher Schattenspender und bieten einen Lebensraum für Vögel und Insekten.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • Gartengröße bei Auswahl beachten
  • für kleine Gärten kleinere Exemplare wählen
  • immergrüne Bäume hauptsächlich Nadelgehölz
  • sind sehr pflegeleicht und winterhart
  • Erde im Wurzelbereich im Winter vor Frost schützen

Hauptsächlich Nadelgehölze

Bei der Auswahl der Bäume ist immer die Größe des Grundstücks zu berücksichtigen. Für kleine Gärten sollte man dementsprechend immergrüne Bäume wählen, die nicht zu groß werden. Unter Umständen können Sie auch größere Bäume pflanzen, die Sie dann allerdings durch regelmäßige Schnittmaßnahmen klein halten müssen. Hauptsächlich handelt es sich bei den immergrünen Bäumen für kleine Gärten um Nadelgehölze, die als solche in der Regel sehr pflegeleicht sind.

Europäische Eibe

Europäische Eibe (Taxus baccata)

Die Pflanzenteile der Eibe (Taxus baccata) sind giftig. Der Verzehr ist für Menschen und Tiere mit Ausnahme von Vögeln lebensgefährlich.

  • Wuchs: Kleinbaum oder Großstrauch, schuppige Äste und Stämme, aufrecht, dicht verzweigt
  • Wuchshöhe: 200 bis 1500 cm
  • Wuchsbreite: 70 bis 800 cm
  • Blatt: 2 bis 3 cm lange Nadeln, dicht, glänzend, schwarzgrün
  • Standort: Sonne bis Schatten

Europäische Stechpalme

Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium)

Die Stechpalme (Ilex aquifolium) zählt zu den immergrünen Bäumen für kleine Gärten, die recht anspruchslos sind. Lediglich der Boden muss stets feucht sein.

  • Wuchs: Kleinbaum, Großstrauch, dicht, aufrecht, kegelförmig
  • Wuchshöhe: 200 bis 800 cm
  • Wuchsbreite: 300 bis 600 cm
  • Blatt: dunkelgrün, glänzend, gezähnt, eiförmig
  • Standort: absonniger bis schattiger Platz

Hinweis: Von Mai bis Juni erscheinen weiße Blütenbüschel. Daraus entwickeln sich im Herbst kleine beerenartige, rotglänzende, giftige Steinfrüchte.

Gelbe Scheinzypresse „Stardust“

Die Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana) ist winterhart und gut schnittverträglich. Bei Trockenheit verfärben sich die Blätter braun.

  • Wuchs: stark verzweigt, säulen- bis kegelförmig
  • Wuchshöhe: 400 bis 700 cm
  • Wuchsbreite: 250 bis 300 cm
  • Blatt: schwefelgelb, schuppenartig
  • Standort: Sonne bis Halbschatten

Immergrüne Magnolie

Immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora)

Diese Magnolie (Magnolia grandiflora) mit ihren weißen, duftenden, tulpenähnlichen Blüten, die im April bis Mai erscheinen, ist ein richtiger Hingucker in jedem Garten.

  • Wuchs: Kleinbaum oder Großstrauch, pyramidenförmig, schmal
  • Wuchshöhe: 300 bis 800 cm
  • Wuchsbreite: 200 bis 400 cm
  • Blatt: ledrig, glänzend, verkehrt eiförmig oder elliptisch, dunkelgrün
  • Standort: Sonne bis Halbschatten

Japanische Schirmtanne

Japanische Schirmtanne (Sciadopitys verticillata)

Die in Japan zu den fünf heiligen Tempelbäumen gehörende Schirmtanne (Sciadopitys verticillata) wächst sehr langsam und ist winterhart, allerdings gegen Spätfröste im Mai/Juni empfindlich.

  • Wuchs: dicht, kegelförmig, quirlig stehende Äste
  • Wuchshöhe: 1000 bis 1200 cm, meist kleiner
  • Wuchsbreite: 250 bis 400 cm
  • Blatt: grün, steife, lederartige, dichtstehende Doppelnadeln, schirmartig angeordnet
  • Standort: Sonne bis Schatten, optimal Halbschatten

Kleine Blaufichte „Glauca Globosa“

Kleine Blaufichte (Picea pungens 'Glauca Globosa')
Quelle: Gmihail at Serbian Wikipedia, Picea pungens Glauca Globosa, Bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0 RS

Diese robuste, winterharte und pflegeleichte Blaufichte (Picea pungens) eignet sich zur Einzel- aber auch Gruppenpflanzung.

  • Wuchs: anfangs unregelmäßig locker, später flachkugelig bis breitkegelig
  • Wuchshöhe: 150 bis 200 cm
  • Wuchsbreite: 200 bis 300 cm
  • Blatt: blaue Nadeln bis 12 cm lang
  • Standort: Sonne

Kleine Tränenkiefer „Densa Hill“

Die Tränen-Kiefer (Pinus wallichiana) mit ihren zylindrischen, hellbraunen Zapfen ist mit einem jährlichen Zuwachs von 10 bis 15 cm sehr langsam wachsend.

  • Wuchs: Kleinbaum, locker, dicht, unregelmäßig, kegelförmig
  • Wuchshöhe: 600 bis 700 cm
  • Wuchsbreite: 150 bis 250 cm
  • Blatt: 10 bis 15 cm große Nadeln, blaugrün, hängend
  • Standort: Sonne, windgeschützt

Korea-Tanne „Blauer Pfiff“

Koreatanne (Abies koreana)

Diese Tanne (Abies koreana) ist frosthart, äußerst widerstandsfähig gegen Luftverschmutzung und wächst sehr langsam.

  • Wuchs: zierlich, seitwärts leicht aufsteigende Äste
  • Wuchshöhe: 400 bis 500 cm
  • Wuchsbreite: 300 bis 400 cm
  • Blatt: dichtstehende Nadeln, bürstenartig, blau
  • Standort: Sonne bis Halbschatten

Hinweis: Die Korea-Tanne eignet zur Pflanzung als Solitärgehölz im Steingarten oder Staudenrabatten. Sie ist sehr bienenfreundlich.

Kugel-Korktanne „Green Globe“

Kugel-Korktanne (Abies lasiocarpa 'Green Globe')

Diese Zwerggehölz ist langsam wachsend und besonders frosthart, sowie resistent gegenüber von länger anhaltenden Trockenperioden.

  • Wuchs: kugelig, dicht, stark verzweigt, kegelförmig mit zunehmendem Alter
  • Wuchshöhe: 150 bis 200 cm
  • Wuchsbreite: 130 bis 150 cm
  • Blatt: starre, kurze Nadeln, hellgrüner Austrieb, später graugrün, silberfarbene Streifen an Nadelunterseite
  • Standort: Sonne bis Halbschatten

Lebensbaum „Smaragd“

Thuja 'Smaragd'

Dieser Lebensbaum (Thuja occidentalis) gehört zu den pflegeleichten und sehr anpassungsfähigen immergrünen Bäumen für kleine Gärten. Durch seinen langsamen Wuchs sind Schnittarbeiten kaum notwendig.

  • Wuchs: steil senkrecht wachsende Zweige, dicht, aufrecht, schlank, kegelförmig
  • Wuchshöhe: 400 bis 600 cm
  • Wuchsbreite: 70 bis 150 cm
  • Blatt: schuppenförmig, glänzend, smaragdgrün, aromatisch duftend
  • Standort: Sonne bis Halbschatten

Weitere Artikel über Thuja-Sorten

Portugiesischer Kirschlorbeer

Portugiesischer Kirschlorbeer (Prunus lusitanica)

Im Juni erscheinen duftende, weiße in Trauben stehende Blüten, aus denen sich leicht giftige schwarzrote Steinfrüchte entwickeln.

  • Wuchs: Kleinbaum oder Großstrauch, aufrecht, unregelmäßig breite Krone
  • Wuchshöhe: 500 bis 2000 cm
  • Wuchsbreite: 500 bis 2000 cm
  • Blatt: ledrig, eiförmig bis länglich, oberseits glänzend, gewellter oder gesägter Rand, dunkelrote Blattstiele
  • Standort: Halbschatten

Schmale Säuleneibe „Fastigiata Robusta“

Säuleneibe (Taxus baccata 'Fastigiata robusta')

Die robuste und winterharte Säuleneibe (Taxus baccata) eignet sich zur Einzel- oder Gruppenpflanzung in Nachbarschaft zu blühenden Pflanzen.

  • Wuchs: blickdicht, aufrecht, schmal, säulenartig
  • Wuchshöhe: 400 bis 500 cm
  • Wuchsbreite: 80 bis 150 cm
  • Blatt: nadelartig, zugespitzt, heller Austrieb, dann dunkelgrün
  • Standort: Sonne bis Halbschatten

Wintergrüne Eiche

Wintergrüne Eiche (Quercus x turneri)
Quelle: Baummapper, Bergpark Wilhelmshöhe – Baum 252 2020-12-01 b, Bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0 DE

Ihren Namen wissenschaftlichen Namen Quercus x turneri verdankt diese Kreuzung zwischen Stieleiche (Quercus robur) und Steineiche (Quercus ilex) ihrer Herkunft aus der englischen Baumschule Turner in Essex.

  • Wuchs: Kleinbaum, langsam wachsend, aufrecht, kurzer Stamm, runde kleine Krone, eiförmig
  • Wuchshöhe: 600 bis 1200 cm
  • Wuchsbreite: 400 bis 800 cm
  • Blatt: eiförmig-länglich, ledrig, glänzend, dunkelgrün, gelappt, Nerven an Unterseite behaart
  • Standort: Sonne

Hinweis: Diese Eiche ist nicht direkt ein immergrüner Baum. Sie behält lediglich über Winter ihre grünen Blätter. Diese werden im Frühjahr durch den neuen Austrieb ersetzt.

Zuckerhutfichte „Conica“

Zuckerhutfichte 'Conica' (Picea glauca)

Die frostharte und langsam wachsende Zuckerhutfichte (Picea glauca) fühlt sich auf frischen bis feuchten Böden wohl. Sie sollte einzeln gepflanzt werden.

  • Wuchs: kompakt, kegelförmig, ähnelt einem Zuckerhut
  • Wuchshöhe: 300 bis 400 cm
  • Wuchsbreite: 180 bis 200 cm
  • Blatt: weich, mittelgrün
  • Standort: Sonne bis Halbschatten

Zwerg-Balsamtanne „Nana“

Zwerg-Balsamtanne (Abies balsamea 'Nana')
Quelle: Piotrmed, Abies balsamea ‚Nana‘ in Powsin Botanical Garden 2, Bearbeitet von Plantopedia, CC BY 3.0

Diese kleine Tanne (Abies balsamea) gehört zu den immergrünen Bäumen, die gut in kleine Gärten passen, weil sie sehr langsam wachsen und besonders frosthart und windresistent sind.

  • Wuchs: dicht, flachkugelig
  • Wuchshöhe: 80 bis 100 cm
  • Wuchsbreite: 200 bis 250 cm
  • Blatt: grün, sehr kurze Nadeln, aromatisch duftend
  • Standort: Sonne bis Schatten

Hinweis: Die Zwerg-Balsamtanne „Nana“ eignet sich als Solitärgewächs und ebenfalls zur Kultur im Kübel.

Zwergkiefer „March“

Die Berg-Kiefer (Pinus mugo) ist genügsam, pflegeleicht, robust und bis -34 °C winterhart.

  • Wuchs: kompakt, kleine Krone
  • Wuchshöhe: 90 bis 120 cm
  • Wuchsbreite: 60 bis 80 cm
  • Blatt: grün, lange Nadeln
  • Standort: Sonne bis Schatten

Hinweis: Ab Oktober erscheinen bräunlich-gelbe Zapfen an der Zwerg-Kiefer.

Häufig gestellte Fragen

Warum verlieren Nadelbäume im Winter ihre Nadeln nicht?

Im Gegensatz zu den meisten Laubbäumen sind Nadelbäume immergrün. Auch im Winter behalten sie ihr grünes Nadelkleid. Es kann am Baum bleiben und erfriert nicht, da die kleinen Nadeln mit einer Schutzhülle aus Wachs umgeben sind. Lediglich werden nach einer gewissen Zeit die überalterten Nadeln abgestoßen und durch neue ersetzt. Das ist von Baumart zu Baumart unterschiedlich und kann zwischen 3 und 10 Jahre betragen.

Warum gibt es in Europa kaum immergrüne Laubbäume?

Normalerweise hätten immergrüne Laubbäume keine großen Probleme mit tiefen Temperaturen und dem Gefrieren der Blätter. Erst gefrorene Böden und sonnige Tage im Winter können Schaden anrichten, da die Bäume vertrocknen würden. Durch die immergrünen Blätter wird stetig Wasser verdunstet. Durch den gefrorenen Boden kommen die Wurzeln des Baumes nicht an den dringend benötigten Wassernachschub. Daher gibt es wenige immergrüne Bäume hierzulande, aber mehrere Sträucher wie Rhododendren und Buchsbaum.

Sollten immergrüne Bäume unbedingt einen Winterschutz erhalten?

Die meisten immergrünen Bäume sind in der Regel auch winterhart. Allerdings ist es ratsam die Erde rund um den Baum mit einem Winterschutz aus Laub und Fichtenzweigen zu schützen. So kann das Erdreich nicht so schnell gefrieren und der Wassernachschub ist gesichert.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.
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