Im Sommer begegnet man häufig Schmetterlingen. Aber welche Falter fliegen in Deutschland eigentlich umher? Wir stellen Ihnen heimische Schmetterlinge mit Bild vor.

Auf den Punkt gebracht

  • rund 3700 Schmetterlingsarten in Deutschland
  • Bedrohung durch Verlust der Lebensräume
  • viele Arten mit individuellen Merkmalen

Heimische Schmetterlinge

In Deutschland zählen rund 3700 Schmetterlinge als heimisch. Immer mehr dieser Arten werden jedoch als gefährdet eingestuft. Grund dafür ist vor allem

  • in der Landwirtschaft eingesetzte Pestizide
  • Mangel an Futterpflanzen
  • Fehlen offener Landschaften und Magerwiesen
  • Zerstörung von Biotopen und Lebensräumen

Trotz der Bedrohung der Falter gibt es noch immer eine Vielzahl heimischer Schmetterlinge. Zu den bekanntesten zählen dabei:

Von A bis E


Admiral (Vanessa atalanta)

  • Größe: bis 65 mm
  • Aussehen: dunkelbraune Flügel umrandet von einer roten Borte; schwarze Flügelspitzen mit weißen Zeichnungen
  • Flugzeit: Mai bis Oktober
  • Lebensraum: Waldwege, Waldränder, offene Wiesen, Weiden, Obstwiesen, Uferböschungen, Parks, Gärten, Brachen …
  • Nahrung: bevorzugt Flammenblumen (Phlox), Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii) oder Goldrute (Solidago); auch Distel (Carduus acanthoides), Sonnenröschen (Helianthemum), Thymian (Thymus), Wasserdost (Eupatorium), Fallobst, Bier
Admiral auf Blume


Apollofalter (Parnassius apollo)

  • Größe: bis 88 mm
  • Aussehen: weiße Flügel mit weiß gekernten roten Augenflecken auf den Hinterflügeln; schwarze Würfelflecken auf Vorderflügeln; glasige Flügelaußenränder
  • Flugzeit: Juli bis August
  • Lebensraum: Warme, blütenreiche Hänge, Hügel, steile Felswände, gemauerte Böschungen, Stein- und Felshalden
  • Nahrung: Distel, Flockenblumen (Centaurea), Echter Dost (Origanum vulgare), Weiße Fetthenne (Sedum album), Große Fetthenne (Hylotelephium telephium)
Apollofalter auf Blüte


Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

  • Größe: bis 45 mm
  • Aussehen: weißliche Flügel mit schwarzem Fleck; weiß-grün gemusterte Flügelunterseiten; Männchen zusätzlich orange Flügelspitzen
  • Flugzeit: April bis Juni
  • Lebensraum: Gehölzgesellschaften, Lichtungen, Wälder, feuchtes Grünland, Parks und Gärten
  • Nahrung: bevorzugt Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis) und Knoblauchrauke (Alliaria petiolata); auch: Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara), Nachtviole (Hesperis matronalis), Berg-Platterbse (Lathyrus linifolius), Zaunwicke (Vicia sepium), Echte Sternmiere (Stellaria holostea), Rote Lichtnelke (Silene dioica), Weißdorn (Crataegus)
Aurorafalter


Baum-Weißling (Aporia crataegi)

  • Größe: bis 80 mm
  • Aussehen: weiße. Leicht transparente Flügel; Männchen mit schwarzen Flügeladern und schwarzem Fleck auf Vorderflügeln; Weibchen braune Adern ohne Fleck
  • Flugzeit: Mai bis Juli
  • Lebensraum: Offen- und Kulturland; Böschungen, Streuobstwiesen, Hecken, Waldränder, Magerrasen, Gärten
  • Nahrung: Disteln, Luzerne (Medicago sativa), Natternkopf (Echium vulgare), Wiesensalbei (Salvia pratensis), Roter Wiesenklee (Trifolium pratense), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)
zwei Baum-Weißlinge


C-Falter (Polygonia c-album)

  • Größe: bis 50 mm
  • Aussehen: orange-schwarz bis gelb-braun gemustert;  auf der Unterseite der Hinterflügel weißes „C“
  • Flugzeit: Juni bis Mai
  • Lebensraum: feuchte Standorten, Wälder, Wegränder, Schneisen, Lichtungen, Streuobstwiesen, holzreiche Flächen im Offenland
  • Nahrung: Salweide (Salix caprea), Schlehdorn (Prunus spinosa), Sommerflieder, Arten von Distel und Dost
  • sonstiges: guter und recht häufiger Bestäuber von Beerensträuchern
C-Falter

Hinweis: Ein Mythos besagt, dass C-Falter Beeren aussaugen. Das ist aber falsch. Sie saugen nur an Fallobst.


Distelfalter (Vanessa cardui)

  • Größe: bis 60 mm
  • Aussehen: orange mit schwarzer Musterung; weiße Punkten an den Außenrändern; Hinterflügel braun-weiß marmoriert
  • Flugzeit: April bis Oktober
  • Lebensraum: Offenland, trockenes Ödland, Brachen, Wacholderheiden, Feldwege, Äcker, Wiesen, Siedlungsbereich, meidet Wälder
  • Nahrung: Disteln, Flockenblume, Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium), Witwenblume (Knautia), Malve (Malva) …
  • sonstiges: Nützling, bestäubt Disteln
Distelfalter


Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea)

  • Größe: bis 36 mm
  • Aussehen: asch- bis braungraue Flügel mit zackenförmiger Zeichnung; grauweiße, dunkel gefranste Hinterflügel
  • Flugzeit: Juli bis September
  • Lebensraum: bevorzugt Eichenbäume, auch an Hainbuche; vereinzelt an Straßenrändern und in Parks
  • Nahrung: Falter nehmen keine Nahrung zu sich; Raupen fressen Blätter des Wirtsbaums

Hinweis: Die Haare der Raupe des Eichenprozessionsspinner können heftige ganzjährig allergische Reaktionen auslösen. Der Falter hingegen stellt keine Gesundheitsgefahr dar.

Von F bis J


Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus)

  • Größe: bis 30 mm
  • Aussehen: pastellblaue Flügel;, Weibchen breite schwarze Flügelräder; Männchen dünne schwarze Flügelräder; eisblaue bis weißgraue Flügelunterseite mit kleinen schwarzen Flecken 
  • Flugzeit: April bis September
  • Lebensraum: gebüschreiche Waldsäume und Wiesen, Weiden, Lichtungen, Uferzonen, Brachen und städtische Bereiche
  • Nahrung: Brombeere (Rubus spec.), Blutweiderich (Lythrum salicaria), Dost, Faulbaum (Frangula anus), Heidekraut (Erica spec.), Luzerne, Tierexkremente, Honigtau
  • sonstiges: geht Symbiose mit Ameisen ein
Faulbaum-Bläuling an Halm


Gamma-Eule (Autographa gamma)

  • Größe: bis 40 mm
  • Aussehen: grau bis braun; charakteristische Zeichnung auf Vorderflügeln
  • Flugzeit: Februar bis Dezember
  • Lebensraum: kein spezieller Lebensraum; meiden geschlossene Wälder
  • Nahrung: Blüten, Bäume und Sträucher aller Art, auch Felder mit Kohl (Brassica), Salat (Lactuca sativa) und Spinat (Spinacia oleracea)
  • sonstiges: einer der häufigsten Nachtfalter, Kolibri-ähnlicher Schwirrflug, bei Massenvermehrung ernsthafte Fressschäden möglich
Gamma-Eule


Großer Eisvogel (Limenites populi)

  • Größe: bis 90 mm
  • Aussehen: dunkelblau mit weißen Flecken; Weibchen mit breiter weißer Binde, die von orangen und blauen Randbinden umfasst werden; Männchen ohne weiße Binde; Flügelunterseite orange mit schwarz-weißen Flecken; blaugraue Ränder
  • Flugzeit: Juni und Juli
  • Lebensraum: Waldsäume v.a. Kronenbereich, Truppenübungsplätze, aufgelassene Kiesgruben
  • Nahrung: keine Nektarpflanzen; saugen an Wegstellen, Pfützen, Tau, Aas, Tierexkrement, Honigtau, Baumsäfte
  • sonstiges: auf kalte Winter angewiesen
Großer Eisvogel mit ausgebreiteten Flügeln


Großer Feuerfalter (Lycaena dispar)

  • Größe: bis 40 mm
  • Aussehen: orange Flügel; Männchen mit schwarzem, weiß ausgefranstem Flügelrand; Weibchen dunkelbraun bis orangerot, Flügelränder weiß ausgefranst
  • Flugzeit: Juni bis September
  • Lebensraum: Feuchte Standorte, Feuchtwiesen, Graben- und Gewässerränder, Niedermoore, Wiesenbrachen, Straßenböschungen, Viehweiden
  • Nahrung: blühende Pflanzen wie Wasserdost, Blutweiderich, Giersch (Aegopodium podagraria), Baldrian (Valeriana), Wasserminze (Mentha aquatica), Schafgarbe (Achillea), Kornblume (Centaurea cyanus)
Großer Feuerfalter


Großer Fuchs (Nymphalis polychloros)

  • Größe: bis 55 mm
  • Aussehen: orange-rote Flügel mit schwarz-weiß-gelbem Muster; Hinterflügelrand schwach blau gefärbt
  • Flugzeit: Ende Juni bis Mai
  • Lebensraum: lichte Wälder, Waldränder, Parks, Gärten, Streuobstwiesen, verbuschter Trockenrasen
  • Nahrung: selten an Nektarblüten; eher Baumsäfte, Fallobst, Tierexkremente, Aas
  • sonstiges: einer der größten heimischen Schmetterlinge, jedoch selten
Großer Fuchs mit ausgebreiteten Flügeln


Großer Kohlweißling (Pieris brassicae)

  • Größe: bis 60 mm
  • Aussehen: Weiße Flügel mit dunkelgrauen Spitzen; Weibchen zwei schwarze Punkte auf den Vorderflügeln; Hinterflügel weiß mit gräulichen Randflecken; Unterseite weiß bis gräulich gefärbt
  • Flugzeit: April bis Oktober
  • Lebensraum: Küstenregionen und Offenland; Siedlungsbereich, Rapsfelder, landwirtschaftlich genutzte Flächen Ruderalflächen, Wälder, Wiesen
  • Nahrung: Disteln, Echter Arznei-Baldrian (Valeriana officinalis),  Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum), Klee (Trifolium spec.), Luzerne, Schmetterlingsflieder, Wiesen-Schaumkraut
Großer Kohlweißling an Blüte

Hinweis: Seinen Namen verdankt der große Kohlweißling seinen Raupen. Diese ernähren sich nämlich bevorzugt von diversen Kohlarten.


Großes Ochsenauge (Maniola jurtina)

  • Lebensraum: trockene bis feuchte Standorte, Grasland, exzessiv genutztes Grünland, Forstwege, Bahndämme, Stilllegungsflächen, Bergbaufolgelandschaften, Siedlungsbereich
  • Flugzeit: Juni bis September
  • Größe: bis zu 48 mm
  • Aussehen: Männchen: dunkelbruane Flügeloberseite, dunkle duftschuppenflecken nahe des Ansatzes, Flügelspitzen m orange umrandeten, weiß gekernten, schwrazen Augenflecken, weibchen dunkelbraun, oranger fleck in Flügelmitte, größeres Auge
  • Nahrung: Kratzdistel-Arten, Witwenblumen, Flockenblumen, Dost, Ringelblumen (Calendula officinalis), Schafgarbe, Berg-Sandglöckchen (Jasione montana), Brombeere, Klee-Arten, Rainfarn (Tanacetum vulgare), Teufelsabbis (Succia pratensis), Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria)
Großes Ochsenauge


Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus)

  • Größe: bis 30 mm
  • Aussehen: Männchen intensiv blau; Weibchen braun mit Blaustich; Flügel mit heller Borte; helle Flügelunterseite mit schwarzen und orangen Punkten
  • Flugzeit: Mai bis Oktober
  • Lebensraum: Offenland; Magerrasen, Böschungen, Wegränder, Trockenrasen, Bergbaufolgelandschaften, Ruderalflure
  • Nahrung: Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus), Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis), Dost, Thymian, Wundklee (Anthyllis vulneraria), Hopfen-Luzerne (Medicago lupulina)
zwei Hauhechel-Bläulinge

Von K bis R


Kaisermantel (Argynnis paphia)

  • Größe: bis 65 mm
  • Aussehen: braunorange mit parallel zu Flügelrändern angeordneten schwarzen Punktreihen; Männchen mit streifenförmigen Duftschuppen; Unterseite grünlichweiß mit Silber
  • Flugzeit: Juli bis September
  • Lebensraum: naturnahe Wälder, Waldränder, Gärten, Gebüsche, Waldmoorwiesen, verbuschte Trockenhänge, aufgelassene Kiesgruben, Siedlungsbereich
  • Nahrung: Disteln, Dost, Brombeeren, Sommerflieder, Linden (Tilia), Liguster (Ligustrum), Greiskraut (Senecio vulgaris)
Kaisermantel auf Flieder


Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas)

  • Größe: bis zu 27 mm
  • Aussehen: orangerote, hell gefranste Flügel mit dunkelbraunem Flügelsaum und mehreren dunkeln Würfelflecken; Hinterflügel dunkelbraun mit oranger Binde am Rand; Unterseite schwach gepunktet
  • Flugzeit: Mai bis Oktober
  • Lebensraum: (Halb-) Trockenrasen, Ruderalflächen, Brachen, Böschungen, Straßen-  und Wegränder, Heiden, Bahndämme, Siedlungsbereich
  • Nahrung: Heidekraut, Berg-Aster (Aster amellus), Glocken-Heide (Erica tetralix), Rainfarn , Rossminze (Mentha longifolia), Tauben-Skabiose, Wasserdost, Margerite (Leucanthemum vulgare), Thymian
Kleiner Feuerfalter

Hinweis: (Kleine) Feuerfalter sind nach §1 Anlage 1 Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Auf der roten Liste gefährdeter Arten stehen sie jedoch nicht.


Kleiner Fuchs (Aglais urticae)

  • Größe: bis 50 mm
  • Aussehen: orange Flügel mit dunkelbraunen Flügelansätzen und schwarz-gelb-weißer Musterung; schwarzumfasste cyanblaue Punkte am Rand
  • Flugzeit: Mai bis Oktober
  • Lebensraum: Offenland-Biotope, Waldränder, Gärten, Wegen, Parkanlagen, Binnendüne, Ruderalflächen
  • Nahrung: Schmetterlingsflieder, Dahlien (Dhalia spec.), Astern (Aster spec.), Wasserdost, Luzerne, Disteln, Löwenzahn (Taraxacum), Roter Wiesenklee, Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
  • sonstiges: einer der bekanntesten heimischen Schmetterlinge; bestäubt mehr als 200 verschiedene Nektarpflanzen
KLeiner Fuchs


Kleiner Schillerfalter (Apatura ilia)

  • Größe: bis 60 mm
  • Aussehen: dunkelbraune Flügel mit Binde aus weißen Flecken; Männchen mit blau schimmernder Strukturfarbe; schwarz-orange umrandete Augenflecken auf Vorder- und Hinterflügeln
  • Flugzeit: Juni und Juli
  • Lebensraum: Wälder, Wegränder mit Laubgehölzen, aufgelassene Kiesgruben
  • Nahrung: keine Nektarquellen; saugen an feuchten Bodenstellen, Aas, Tierexkrementen, Honigtau, Baumsäften, gärigen Stachelbeeren (Ribes uva-crispa) oder Pflaumen (Prunus domestica)
männlicher kleiner Schillerfalter


Kleines Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus)

  • Größe: bis 33 mm
  • Aussehen: braun-ockerfarbenen Flügel mit grauem Rand; hell umrandeter Augenfleck mit weißem Fleck in der Mitte der Flügelspitzen; weiße bis graue Unterflügel mit heller Querbinde
  • Flugzeit: April bis November
  • Lebensraum: offene Grasflächen, Wiesen, Weiden, Böschungen, Ruderalflächen, Weg- und Feldränder, Sand- und Kiesgruben
  • Nahrung: Wildpflanzen wie Hahnenfuß (Ranunculus) oder Margarithen, Schafgarbe, Schneckenklee (Medicago spec.), Wiesen-Flockenblume, Gewöhnlicher Blutweiderich, Rainfarn, Wasserdost, Feld-Thymian (Thymus pulegioides)
  • sonstiges: häufigste Wiesenvögelchen-Art
Kleines Wiesenvögelchen


Landkärtchen (Araschnia levana)

  • Größe: bis 43 mm
  • Aussehen: entweder orange-braune Frühlingsgeneration mit schwarzen Flecken und weißem Saum oder dunkle Sommergeneration mit cremefarbenem Band und weißen Flecken auf Vorderflügeln
  • Flugzeit: April bis August
  • Lebensraum: Wälder, Waldränder, Parks, Schneisen und Siedlungsränder
  • Nahrung: Wasserdost, Rosmarinheide (Andromeda polifolia), Sumpfporst (Rhododendron tomentosum), Wilde Möhre (Daucus carota subsp. Carota), Schafsgarbe, Baldrian, Brombeere, Disteln
Landkärtchen


Pflaumen-Zipfelfalter (Satyrium prunis)

  • Größe: bis 28 mm
  • Aussehen: dunkel graubraune Flügel mit oranger Binde an Flügelrändern; ; Flügelunterseite graubraun mit weißer Linie und oranger Binde mit schwarzen Punkten; herausragender „Zipfel“ am Flügelende
  • Flugzeit: Mai bis Juli
  • Lebensraum: warme, windgeschützte Orte; Pflaumenbäume, Schlehenbüsche
  • Nahrung: Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare), Holunder (Sambucus), Brombeeren
Pflaumen-Zipfelfalter

Von S bis V


Schachbrett (Melanargia galathea)

  • Größe: bis 52 mm
  • Aussehen: schachbrettartiges schwarz-weißes Muster oder dunkelbraune Flecken; Unterseite weiß bis hellbräunlich
  • Flugzeit: Juni bis August
  • Lebensraum: Magerrasen, Zwergstrauchheiden, Wegränder, Waldschneisen, Böschungen, Streuobstwiesen, verwilderte Obstgärten
  • Nahrung: bevorzugt nährstoffarme Blühwiesen und lila bis violette Blüten; Echter Dost, Wiesen-Flockenblume, Wiesen-Klee, Acker-Witwenblume (Knautia arvensis), Disteln, Skabiosen
  • sonstiges: Schmetterling des Jahres 2019
Schachbrett


Schwalbenschwanz (Papilio machaon)

  • Größe: bis zu 80 mm
  • Aussehen: gelbe Flügel mit schwarzem Muster; schwarze Hinterflügelfortsätze; Innenränder mit kleinem, rundem, rotem Fleck
  • Flugzeit: April bis September
  • Lebensraum: sonniges, offenes Gelände; Magerrasen, Gärten mit Möhren, Dill und Fenchel 
  • Nahrung: bevorzugt violette Blüten; Roter Wiesenklee , Sommerflieder, Flockenblumen, Disteln, Dost, Lavendel (Lavandula angustifolia) Acker-Witwenblume, Luzerne, Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum)
  • sonstiges: einer der größten heimischen Schmetterlinge
Schwalbenschwanz mit aufgeklappten Flügeln


Sechsfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae)

  • Größe: bis 38 mm
  • Aussehen: sechs rote Flecken auf silbrig glänzenden Vorderflügeln; rote Hinterflügel
  • Flugzeit: Mai bis September
  • Lebensraum: Wiesen, Niederungen, Klippen, Brachland, Waldränder, Trockenrasen, Ruderalstellen, Kiesgruben
  • Nahrung: Wiesen-Flockenblume, Witwenblumen, Tauben-Skabiose, Nelken (Dianthus), Platterbsen, Glockenblumen (Campanula), Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Sechsfleck-Widderchen in Lavendelbusch


Segelfalter (Iphiclides podalirius)

  • Größe: bis zu 80 mm
  • Aussehen: hellgelbe Flügel mit unterschiedlich großen, längs laufenden, dunklen Binden; drei blaue Augenflecken auf Hinterflügeln mit hellen Enden
  • Flugzeit: April bis Juni
  • Lebensraum: sehr wärmebedürftig; heiße Hänge, gebüschreiche Bergbaufolgelandschaften, Energietrassen, Heidegebiete, milde Flussgebiete, Siedlungsgebiete mit Obstgarten
  • Nahrung: Pflaume, Holunder, Raps (Brassica napus), Liguster, Wiesen-Salbei (Salvia pratensis), Sommerflieder, Natternkopf
Segelfalter fliegt


Tagpfauenauge (Inachis io)

  • Größe: bis 55 mm
  • Aussehen: vier blau-schwarz-gelbe Augenflecken auf den Oberseiten jeder Flügelspitze; Augen auf den Hinterflügel mit blauer Zeichnung; brauner Saum entlang der leicht gezackten Flügel; schwarz marmorierte Flügelunterseiten
  • Flugzeit: Juli bis Mai
  • Lebensraum: Offenland bis Wald; blütenreiche Waldlichtungen, Siedlungsgebiete, Gärten und Parks
  • Nahrung: breites Spektrum, vorwiegend violette Blüten: Disteln, Sommerflieder, Fetthenne, Wasserdost, Wilde Karde (Dipsacus fullonum), Brombeere, Luzerne, Heidekraut, Schlehe, Löwenzahn, Wiesen-Schaumkraut
  • sonstiges: Einer der häufigsten heimischen Schmetterlinge
Tagpfauenauge auf Wiese

Hinweis: Die großen Augen des Tagpfauenauges dienen als Abwehrstrategie. Sie sollen Feinde einschüchtern und sie so fernhalten.


Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)

  • Größe: bis 55 mm
  • Aussehen: großer, gedrungener Körper mit drei Zentimeter langem Rüssel; graubraune Flügel mit dunkler Färbung am Hinterleib; weiße Haarbüschel an den Seiten; Unterseite hellgrau und braunorange
  • Flugzeit: August bis Mai
  • Lebensraum: Offenland, Trockenrasen, Wiesen, im Siedlungsbereich in Parks und Gärten
  • Nahrung: Klee, Natternkopf, Primel (Primula), Schneckenklee (Medicago), Storchschnäbel (Geranium), Veilchen (Viola), Zyste (Stachys)
  • sonstiges: verharrt schwirrend vor einer Blüte
Taubenschwänzchen im Schwirrflug


Trauermantel (Nymphalis antiopa)

  • Größe: bis 75 mm
  • Aussehen: dunkelbraun mit weißen/ blassgelben leicht ausgefransten Flügelrändern; Flügelsaum nach innen mit blau schwarz umrandeten Flecken
  • Flugzeit: Mitte Juli bis Mitte Juni
  • Lebensraum: Wälder, Waldränder, Heidegebiete in Truppenübungsgebieten, Waldwege, Streuobstwiesen, Gärten
  • Nahrung: selten Nektarblüten; saugt Baumsäfte und Fallobst, Weidenblüten, austretende Baumsäfte
Trauermantel

Von W bis Z


Waldbrettspiel (Pararge aegeria)

  • Größe: bis 45 mm
  • Aussehen: dunkelbraune Flügel mit hellgelben und schwarzen, weiß gekernten Flecken; drei bis vier dunkle Augenflecken auf den Hinterflügeln; unterbrochener weißer schmaler Flügelsaum; Unterseite ockerfarben mit weißen Flecken, Augen und Marmorierung
  • Flugzeit: April bis August
  • Lebensraum: feuchte bis leicht trockene Wälder, Streuobstwiesen, Parks und Gärten
  • Nahrung: selten Nektarblüten; saugt feuchte Erdstellen, Baumwunden, Honigtau, reife Früchte
Waldbrettspiel


Wandergelbling (Colias croceus)

  • Größe: bis 50 mm
  • Aussehen: Männchen orangegelbe Flügel mit breiter, dunkler Randbinde; Weibchen mit gelben Flecken in dunkler Randbinde; Unterseite mit dunklen Flecken
  • Flugzeit: April bis
  • Lebensraum: Offenland
  • Nahrung: Wiesen-Klee, Saat-Luzerne (Medicago sativa), Wiesen-Flockenblume
Wandergelbling auf Klee


Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)

  • Größe: bis 55 mm
  • Aussehen: zitronengelbe bis blass grünlich-weiße Flügel, zugespitzte Flügelenden, oranger Fleck auf der Oberseite, brauner Fleck auf der Unterseite
  • Flugzeit: Mitte Juli bis Juni
  • Lebensraum: jegliche offene Gebiete
  • Nahrung: bevorzugt rot-violette Blüten; Wiesen-Flockenblume, Wiesen-Klee, Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae), Lerchensporn (Corydalis), Lungenkraut (Pulmonaria officinalis), Distelarten
  • sonstiges: Sommer- und Winterruhe; können so als einziger heimischer Schmetterling 10 Monate alt werden
Zitronenfalter

Hinweis: Zitronenfalter können im Winter einen großen Teil ihrer Körperflüssigkeit ausscheiden und fallen dann in eine Winterruhe. So überstehen sie Temperaturen bis zu – 20°Celcius.

Häufig gestellte Fragen

Sehen alle Schmetterling aus, wie im Steckbrief beschrieben?

Nicht zwangsläufig. Durch Umweltbedingungen wie die Temperatur kann es dazu kommen, dass sich Sonderformen und -farben einiger Schmetterlingsarten bilden. Diese Falter sehen dann anders aus, als beschrieben.

Was kann ich tun, um heimische Schmetterlinge zu fördern?

Pflanzen Sie in Ihrem Garten eine bunte Vielzahl von Blumen und Bäumen. So schaffen Sie Nahrungsquellen und Lebensraum für die fliegenden Insekten.

Wie überwintern Schmetterlinge?

Das ist von der Art abhängig. Einige Schmetterlinge vertragen Kälte und überwintern daher als Falter auf Dachböden oder in Kellern. Andere Arten sind weniger kälteresistent und ziehen daher im Winter in wärmere Gebiete. Wieder andere sterben vor der kalten Jahreszeit ab, sodass lediglich die neue Generation als verpuppte Raupen überwintert.