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Koriander in Mischkultur im Beet

Mischkultur: 20 gute Nachbarn von Koriander

Koriander ist in vielen Gärten zu finden und ein beliebtes Gewürz der asiatischen Küche. Das Küchenkraut wird einjährig kultiviert und lässt sich einfach mit vielen Pflanzen in Mischkultur kombinieren. Das sind die besten Nachbarn für Koriander.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • bevorzugt Nachbarn mit ähnlichen Standortansprüchen wählen
  • Koriander bei mehrjährigen Pflanzpartnern als Untersaat nutzen
  • bei Mischkulturpartnern nach Möglichkeit ebenfalls Fruchtfolge einhalten
  • Blattlausbefall lässt sich durch geeignete Nachbarn gut vorbeugen

Standortansprüche

Für den Koriander gibt es viele geeignete Nachbarn. Wichtig im Anbau ist, dass Sie bevorzugt Pflanzen wählen, die vergleichbare Ansprüche an den Standort haben, wie die Korianderpflanzen. Dadurch ersparen Sie sich viel Arbeit bei der individuellen Pflege der Kulturen.

Koriander
Koriander gedeiht am besten an einem sonnigen Platz.

Folgende Standortansprüche hat der Koriander:

  • sonnig und warm
  • windgeschützt
  • Blattkoriander eher im Halbschatten pflanzen
  • durchlässiger und lockerer Boden
  • kalkhaltige Erde bevorzugt
  • mittlerer Nährstoffbedarf

Gute Koriander-Nachbarn von A bis D

Anis (Pimpinella anisum)

Anis (Pimpinella anisum)

Anis ist nicht sehr anspruchsvoll und hat ein intensives Aroma.

  • Aussaatzeitpunkt: Mai
  • Abstand: 25 cm Pflanzabstand, 30 cm Reihenabstand
  • Boden: humos, durchlässig, leicht kalkhaltig
  • Ernte: Samen, Kraut
  • Wirkung: lenkt Schadinsekten auf sich, „Opferpflanze“

Basilikum (Ocimum basilicum)

Basilikum

Basilikum ist im Anbau etwas aufwendiger, da es sich um einen Lichtkeimer handelt und die Samen gerne von Ameisen weggetragen werden. Ideal ist daher eine geschützte Vorkultur.

  • Aussaatzeitpunkt: Mitte Mai
  • Abstand: 10 bis 15 cm Pflanzabstand, 25 cm Reihenabstand
  • Boden: mittlerer Nährstoffgehalt, sandig, durchlässig
  • Ernte: etwa ab einer Höhe von 15 cm, oberste Triebspitzen
  • Wirkung: schützt vor Mehltau, vertreibt Schadfliegen

Borretsch (Borago officinalis)

Borretsch (Borago officinalis)

Borretsch ist immer dann ein guter Partner, wenn Sie die Samen von den Korianderpflanzen ernten möchten. Er lockt Nützlinge an.

  • Aussaatzeitpunkt: April
  • Abstand: 40 bis 50 cm Pflanzabstand, 35 bis 45 cm Reihenabstand
  • Boden: nährstoffreich, leicht feucht, durchlässig
  • Ernte: Blüten, junge Blätter
  • Wirkung: lockt Bestäuber an

Chili (Capsicum)

Chilipflanze im Chilischoten im Garten

Chili verträgt sich gut mit vielen Pflanzen, ist jedoch nicht verträglich mit anderen Pflanzen innerhalb der gleichen Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse.

  • Aussaatzeitpunkt: geschützte Vorkultur sortenabhängig ab Januar
  • Abstand: 40 bis 50 cm Pflanzabstand, 40 bis 50 cm Reihenabstand
  • Boden: nährstoffreich, leicht feucht, locker
  • Ernte: Früchte ab Herbst
  • Wirkung: beugt Pilzinfektionen vor

Dill (Anethum graveolens)

Dill (Anethum graveolens)

Dill ist eine vielseitig verwendbare Pflanze, gegen verschiedene Schädlinge, ist jedoch selbst anfällig für Blattläuse.

  • Aussaatzeitpunkt: Ende April
  • Abstand: 15 bis 20 cm Pflanzabstand, 20 cm Reihenabstand
  • Boden: nährstoffreich, locker, durchlässig
  • Ernte: Blüten, Blätter
  • Wirkung: wehrt Motten und Fliegen ab

Hinweis: Dill ist eine wichtige Futterpflanze für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon). Gelegentlich kann es vorkommen, dass er auch auf andere Kräuter in direkter Umgebung geht, wie Korianderpflanzen.

Von E bis K

Estragon (Artemisia dracunculus)

Estragon (Artemisia dracunculus)

Estragon ist mehrjährig, weshalb sich Korianderpflanzen als Unterpflanzung für ihn eignen und nicht umgekehrt.

  • Aussaatzeitpunkt: mehrjährig, Direktsaat ab April
  • Abstand: 30 cm Pflanzabstand, 40 cm Reihenabstand
  • Boden: durchlässig, humos, leicht feucht
  • Ernte: junge Triebe
  • Wirkung: ähnliche Standortansprüche, wert begrenzt Schadinsekten ab

Ingwer (Zingiber officinale)

Ingwer-Pflanze (Zingiber officinale)

Ingwer ist ein Exot, der zunehmend heimische Gärten erobert und dessen Knolle als Gewürz Verwendung findet.

  • Aussaatzeitpunkt: Vermehrung über Rhizome ab Dezember
  • Abstand: 20 cm Pflanzabstand, 30 cm Reihenabstand
  • Boden: nährstoffreich, kalkarm
  • Ernte: Rhizome im Herbst
  • Wirkung: beugt Wühlmausbefall vor

Kamille (Matricaria chamomilla)

Kamille (Matricaria chamomilla)

Die Kamille gehört bei vielen Pflanzen nicht zu den guten Nachbarn, aus ihr können auch Pflanzenschutzmittel gemacht werden, die gegen Pilzerkrankungen helfen.

  • Aussaatzeitpunkt: März
  • Abstand: 15 bis 20 cm Pflanzabstand, 30 bis 40 cm Reihenabstand
  • Boden: anspruchslos beim Nährstoffgehalt, eher trocken, tiefgründig gelockert
  • Ernte: Blüten
  • Wirkung: Pflanzenstärkung, Schutz vor Pilzinfektionen

Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Verwenden Sie in der Mischkultur bevorzugt eine niederliegende Sorte bei der Kapuzinerkresse. Sie ist auch ein guter Bodendecker, der den Fuß anderer Pflanzen beschatten kann.

  • Aussaatzeitpunkt: Mai
  • Abstand: 5 bis 15 cm Pflanzabstand, 30 cm Reihenabstand
  • Boden: mäßig nährstoffreich, mäßig humos
  • Ernte: Blüten, Blätter
  • Wirkung: lockt Bestäuber an

Kerbel (Anthriscus cerefolium)

Kerbel (Anthriscus cerefolium)

Doldenblütler wie der Kerbel eigen sich nur begrenzt als Nachbarn für den Koriander. Sie haben jedoch oft ähnliche Bestäuber und unterstützen sich dadurch gegenseitig, sind allerdings oft auch anfällig für vergleichbare Krankheiten und Schädlinge.

  • Aussaatzeitpunkt: Ende März
  • Abstand: 10 bis 15 cm Pflanzabstand, 10 bis 15 cm Reihenabstand
  • Boden: locker, humos, leicht feucht
  • Ernte: Blätter
  • Wirkung: lockt Bestäuber an

Kohl (Brassica)

Als Mischkulturpartner für den Koriander sind alle Kohlarten geeignet. Handelt es sich um hohe Sorten wie Blattkohlarten, ist auf ausreichend Abstand zu achten, damit der Koriander nicht beschattet wird.

Weißkohl (Brassica oleracea convar. capitata var. alba)
Weißkohl (Brassica oleracea convar. capitata var. alba)
  • Aussaatzeitpunkt: ab Ende März (sortenabhängig)
  • Abstand: 20 bis 50 cm Pflanzabstand, 20 bis 50 cm Reihenabstand (sortenabhängig)
  • Boden: locker, humos, nährstoffreich
  • Ernte: Blätter, Blume, Triebe (sortenabhängig)
  • Wirkung: vertreiben gegenseitig Schadinsekten

Von L bis P

Liebstöckel (Levisticum officinale)

Liebstöckel (Levisticum officinale)

Liebstöckel ist zwar selbst anfällig für Blattläuse, kann jedoch bei den Korianderpflanzen dafür sorgen, dass andere Schadinsekten nicht an die Pflanzen gehen.

  • Aussaatzeitpunkt: April
  • Abstand: 50 cm Pflanzabstand, 50 cm Reihenabstand
  • Boden: nährstoffreich, kalkhaltig, feucht
  • Ernte: Blätter
  • Wirkung: vertreibt Motten und Fliegen

Hinweis: Liebstöckel wird unter optimalen Bedingungen sehr groß. Sie sollten den Pflanzabstand daher immer einhalten.

Majoran (Origanum majorana)

Majoran (Origanum majorana)

Majoran ist zwar mehrjährig, aber frostempfindlich. Er wird daher meist nur einjährig kultiviert und ist dadurch im Anbau ein idealer Partner für die ebenfalls einjährig kultivierten Korianderpflanzen.

  • Aussaatzeitpunkt: Direktsaat ab Mitte Mai
  • Abstand: 10 cm Pflanzabstand, 25 bis 30 cm Reihenabstand
  • Boden: durchlässig, nährstoffreich, kalkhaltig
  • Ernte: junge Triebe
  • Wirkung: vertreibt Schadinsekten

Hinweis: Alternativ zum Majoran kann auch der mehrjährige Oregano (Origanum vulgare) neben dem Koriander gesät werden. Er hat eine vergleichbare Wirkung und lockt zudem Bestäuber an, wenn er blüht.

Minze (Mentha)

Pfefferminze (Mentha x piperita)
Pfefferminze (Mentha x piperita)

Minzen sind im Garten eine einfache Kultur, haben allerdings den Nachteil, dass sie sich stark ausbreiten. Es ist daher empfehlenswert, sie mit Wurzelsperre zu pflanzen.

  • Aussaatzeitpunkt: Mitte April
  • Abstand: 30 cm Pflanzabstand, 30 cm Reihenabstand
  • Boden: humos, nährstoffreich
  • Ernte: junge Triebe, Blätter
  • Wirkung: vertreibt Schadinsekten wie Weiße Fliege

Tipp: Minzen eignen sich auch gut als Mulchmaterial, wenn sie zu stark im Garten wuchert. Dafür sollte sie klein geschnitten werden und mindestens einen Tag lang anwelken lassen.

Petersilie (Petroselinum crispum)

Petersilie (Petroselinum crispum)

Als ebenfalls einjähriges Küchenkraut passt das Petersilie als idealer Kulturpartner zu Koriander.

  • Aussaatzeitpunkt: Ende April
  • Abstand: 20 cm Pflanzabstand, 20 bis 30 cm Reihenabstand
  • Boden: humos, nährstoffreich
  • Ernte: junge Triebe, Blätter
  • Wirkung: pflanzenstärkend bei Blattlausbefall

Von R bis Z

Rosmarin (Salvia rosmarinus)

Rosmarin (Salvia rosmarinus)

Der Rosmarin ist nur begrenzt frostfest und sollte in einem unbeheizten Gewächshaus überwintert werden. In der Topfkultur können Sie ihn zum Koriander stellen und profitieren dadurch ebenfalls von den Effekten der Mischkultur.

  • Aussaatzeitpunkt: Mitte April geschützt im Frühbeet
  • Abstand: 30 cm Pflanzabstand, 40 cm Reihenabstand
  • Boden: humos, durchlässig
  • Ernte: Blätter
  • Wirkung: vertreibt Schadinsekten, begrenzte fungizide Wirkung

Salbei (Salvia officinalis)

Salbei (Salvia officinalis)

Beim Salbei ist ein regelmäßiger Rückschnitt wichtig, damit er nicht verkahlt.

  • Aussaatzeitpunkt: Mitte Mai
  • Abstand: 30 bis 40 cm Pflanzabstand, 35 bis 40 cm Reihenabstand
  • Boden: sandig, durchlässig, locker
  • Ernte: junge Triebe, Blätter
  • Wirkung: vertreibt Schadinsekten, als Mulch oder Abkochung gegen Pilzinfektionen

Schafgarbe (Achillea millefolium)

Schafgarbe (Achillea millefolium)

Die Schafgarbe ist in der Mischkultur eine unterschätzte Pflanze. Sie kann zu fast allen Kräutern und Gemüsearten kombiniert werden, die vergleichbare Bodenansprüche haben.

  • Aussaatzeitpunkt: Mitte April
  • Abstand: 40 bis 45 cm Pflanzabstand, 40 bis 45 cm Reihenabstand
  • Boden: nährstoffreich, durchlässig, sandig
  • Ernte: junge Triebe, Blätter, Blüten
  • Wirkung: pflanzenstärkende Wirkung

Thymian (Thymus)

Thymian (Thymus vulgaris)
Thymus vulgaris

Neben dem mehrjährigen Thymus vulgaris eignen sich in der Mischkultur besonders Thymian-Sorten, die einjährig sind und ausgesät werden. In Regionen mit strengem Frost übersteht der Thymian selten den Winter und muss jedes Jahr neu gesät werden.

  • Aussaatzeitpunkt: Mitte April
  • Abstand: 30 cm Pflanzabstand, 30 cm Reihenabstand
  • Boden: sandig, mager, durchlässig
  • Ernte: junge Triebe
  • Wirkung: Vorbeugung gegen Pilz- und Bakterieninfektionen

Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Zitronenmelisse und Koriander sind nicht nur im Garten gute Nachbarn, sondern landen oft auch bei asiatischen Gerichten gemeinsam in der Pfanne.

  • Aussaatzeitpunkt: Anfang/Mitte Mai
  • Abstand: 35 cm Pflanzabstand, 35 cm Reihenabstand
  • Boden: lehmig, nährstoffreich, locker, durchlässig
  • Ernte: junge Triebe
  • Wirkung: vertreibt Schadinsekten, Blüten locken Bestäuber an

Häufig gestellte Fragen

Welche Pflanzen passen nicht zum Koriander?

Schlechte Nachbarn für den Koriander sind beispielsweise die Gartenkresse (Lepidium sativum) oder Fenchel (Foeniculum vulgare). Ungeeignet sind auch Schnittlauch (Allium schoenoprasum) oder Winterheckenzwiebel (Allium fistulosum) sowie Schnitt-Knoblauch (Allium ramosum).

Für welche Krankheiten und Schädlinge ist der Koriander anfällig?

Unterschiedliche Bakterien- und Pilzerkrankungen können dem Koriander Probleme bereiten. Häufig tritt der Echte Mehltau (Erysiphe heraclei) auf. Daneben befallen die Pflanzen auch verschiedene Rostpilze. Bei den Schädlingen haben es unter anderem Blattläuse auf die Pflanzen abgesehen. Vereinzelt treten auch weitere Schadinsekten wie die Möhrenfliege (Psila rosae) auf, die jedoch meist keine größeren Schäden anrichten und durch eine Mischkultur abgewehrt werden können.

Was hilft bei Welke beim Koriander?

Die Welke wird durch den Pilz Fusarium oxysporum verursacht. Um der Infektion vorzubeugen, ist es sinnvoll den Standort regelmäßig zu wechseln und die Fruchtfolge einzuhalten.

Ist Koriander selbstverträglich?

Nein, Korianderpflanzen sind keine guten Nachbarn zueinander. In der Reihenkultur sollte zwischen den Pflanzen ebenfalls eine geeignete andere Art stehen, um die Übertragung von Krankheiten oder Schädlingen zu mindern.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

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